Staßfurt l  Wie sehr Sport verbinden kann, zeigten die 13-Jährige Annika Delius und die Läufer der Gaensefurther Sportbewegung vor wenigen Tagen in doppeltem Sinn. Zum einen motivierte die Laufgruppe die junge Sportlerin zu einer starken Leistung, zum anderen wurden schwerstkranke Kinder mit einer großzügigen Spende unterstützt.Die Vorsitzende des Schulfördervereines appellierte noch einmal ausdrücklich an alle Eltern und Schüler des Dr.-Frank-Gymnasiums in Staßfurt: „Lassen Sie - lasst uns Gutes tun! Für andere Kinder und für unsere Gesundheit. Lasst uns trotz Corona und gerade wegen Corona mit dem erlaufenen Spendenerlös das Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftungen und den Verein „Das schwerstverletzte Kind“ in Magdeburg unterstützen. Wir für euch!“, so der herzliche Aufruf des Fördervereins, der den geplanten Spendenlauf situationsbedingt am 14. Mai 2020 nicht im Stadion der Einheit stattfinden ließ.

Bis zum Beginn der Sommerferien war anstelle dessen jedem Schüler freigestellt, in Eigeninitiative eine Stunde zu laufen oder zu wandern. Wer dabei die Möglichkeit hatte, seine erlaufenen Kilometer zu ermitteln, der brauchte nur noch einen Sponsor, der bereit war, für jeden Kilometer eine Summe X zu spenden. „Na klar wirst du gesponsert!“, war sich Herr Delius sicher und veranschlagte großzügige sieben Euro für eine Sportplatzrunde seiner Tochter Annika.

Da hatte der spendable Vater aber die Rechnung ohne die Bode-Runners der Gaensefurther Sportbewegung gemacht. Dort trainiert seine Tochter schon fast ein ganzes Jahr. Die anfänglichen Laufeinheiten mit Gehpausen steigerten sich kontinuierlich, und spätestens nach einem Ostseeurlaub mit ersten längeren Läufen am Strand, war der Knoten bei der 13-jährigen Läuferin gänzlich geplatzt.

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Im Sog der Laufgruppe

Mit der Vorgabe, für den Spendenlauf eine ganze Stunde im Laufschritt durchzuhalten, wurde dann einfach eine Trainingseinheit bei den Bode-Runners genutzt. Mitten im Sog der Laufgruppe, hielt Annika ein ruhiges, gleichmäßiges Tempo. Den Zieleinlauf ließ sich der Geldgeber natürlich nicht entgehen und wartete ungeduldig auf das Resultat der erlaufenen Kilometer. Ein Blick auf die Uhren verriet - wertvolle 8,8 Kilometer hatte Annika an diesem Nachmittag erlaufen.

Wieviel 8,8 Kilometer geteilt durch 400 Meter sind, konnte im Ziel nicht gleich ermittelt werden, denn vollkommen außer Atem und unendlich stolz über die erreichte Leistung, wurden zu allererst die Glückwünsche vom Sponsor und den Bode-Runners entgegen genommen. Nach mehrmaligem Nachrechnen waren es am Ende 22 Sportplatz-Runden und damit satte 154 Euro, mit denen Annika nun den Spendentopf auffüllt.

Eine tolle Aktion des Fördervereins, der neben der finanziellen Hilfe für schwerstkranke Kinder nicht nur bei den Bode-Runners ordentlich für Bewegung sorgte.