Wischer (sbö/duh) l Sommerzeit ist Triathlonzeit. So wurde auch geschwommen, geradelt und gelaufen am vergangenen Sonntag in Wischer. Da sich die Lauf-Cup-Serien Sachen-Anhalts in die Sommerpause verabschiedet haben, ist im Terminplan der Bode-Runners durchaus Platz für die eine oder andere Triathlonveranstaltung in der Umgebung.

Der Hasselaner Triathlon Club als Veranstalter hatte Glück, denn ausgiebige Regengüsse gab es nur am Vortag. Das frisch sanierte Waldbad Wischer bot mit seinem wunderschönen Badeweiher optimale Wettkampfbedingungen für die Triathleten. Bei 20 Grad Wassertemperatur stieg Steffen Schöler von der Gaensefurther Sportbewegung erst in seinen Neoprenanzug, bevor er sich mit 71 weiteren Teilnehmern zur Schwimmdistanz über 1,5 Kilometer in das kühle Nass begab. Auf den zwei Runden durch das Flachgewässer gab es durchaus Berührungen mit Wasserpflanzen und Sandbänken: „Du hast ja vor mir ganz schön Staub aufgewirbelt“, hörte man die Athleten nach dem Schwimmen im Wechselgarten scherzen.

Schöler ging nach einer respektablen Schwimmzeit auf das Rennrad. Genug Adrenalin war auch auf der Strecke, entglitt ihm doch beim Schieben zum Rad-Start sein treues Gefährt. Zum Glück folgte den Schrecksekunden kein Materialschaden, so dass die 43,5 Kilometer ohne weitere Zwischenfälle abgespult werden konnten. Inzwischen waren auch die „Jedermänner“ der Gaensefurther Sportbewegung angereist, denn ihr Start war erst für 14 Uhr angesetzt. Die Vereinsfreunde feuerten Schöler auf der letzten Disziplin über die zehn Kilometer Laufstrecke noch einmal gehörig an, bevor der Triathlet die olympische Distanz mit einem dritten Platz in seiner Altersklasse krönte.

Hoher Respekt vor dem Schwimmen

Mit der Wettkampfeinweisung stieg dann auch die Anspannung bei den Bode-Runners. Die meisten Jedermann-Veranstalter lassen ihre Teilnehmer 500 Meter schwimmen, doch in Wischer waren 750 Meter ausgeschrieben. Ein schlechtes Omen für die Gaensefurther Läufer, die allesamt hohen Respekt vor der Schwimmdisziplin haben und froh sind, wenn sie dem feuchten Element wieder entflohen sind. Einen Neoprenanzug benötigen die Bode-Runners im Übrigen nicht: „Meine Schutz- und Wärmeschicht ist echt“, scherzte Jens-Uwe Börner.

Los ging es und tatsächlich, was für ein „Staub“ am Wendepunkt der 750 Meter langen See-Runde. Triathlet André Geist wurde als Erster im Wechselgarten gesehen. Er gesellte sich nämlich kurzentschlossen zu den „Jedermännern“, verlief sein Drei-Kilometer-Testlauf am frühen Morgen doch besser als gedacht. Mit „Gute Fahrt“ verabschiedete das Schild eines bekannten Likörherstellers die Hobbysportler auf die 14,5 Kilometer kurze Radstrecke. Ruckzuck war die Runde von Wischer über Billberge, Storkau, Staffelde und Arnim gefahren, bevor die Runners endlich ihre Fünf-Kilometer-Distanz laufen konnten. Zufrieden klatschten die Sportfreunde ab. Mal was anderes als nur zu laufen.

Gleich heute besteht in Havelberg die nächste Möglichkeit für einen Triathlon. Dort endet auch die altmark3cup Wertung, in der die Platzierten von Arendsee, Wischer und Havelberg in die Endauswertung gehen. Mit Renate Liedtke, Kirsten Geist sowie Jens-Uwe und Sabine Börner sind die Bode-Runners gut aufgestellt, bevor dann am 27. Juli alle Augen auf dem vereinsinternen 4. Salzlandsparkassen-Triathlon liegen.

Olympisch (1,5km Schwimmen - 43,5km Rad - 10km Laufen)

MK 50: 3. Steffen Schöler (29:04 – 01:13:31 - 43:58 - 02:31:49)

Jedermann (0,75km/14,5km/5km)

WK 50: 2. Sabine Börner (20:38 - 28:01 - 28:18 - 01:20:23) 4. Kirsten Geist (22:54 - 29:28 - 25:20 - 01:22:19)

WK 65: 1. Renate Liedtke (21:26 - 29:06 - 31:17 - 01:27:37)

MK 55: 4. Jens-Uwe Börner (22:52 - 26:19 - 25:13 - 01:18:30) 7. André Geist (19:12 - 27:39 - 28:27 - 01:19:35)