Stendal l Am Sonntag startete der BBC Stendal in der Oberliga in das Basketballjahr 2019.

Mit dem Auswärtsspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer USC Magdeburg hatte der BBC gleich eine denkbar schwere Aufgabe zu meistern. Hoffnung machte nicht nur die Tatsache, dass der BBC bereits im Hinspiel den Favoriten stark gefordert hatte, sondern auch die starken Ergebnisse, die die Lizards vor der Weihnachtspause erzielen konnten.

Der BBC startete konzentriert in die Partie und lag schnell mit 5:0 in Front.

Manndeckung mit Aggresivität zeigt Wirkung

In der Folge zeigte die aggressive Mannverteidigung der Gastgeber aber ihre Wirkung und die Lizards konnten in der Offensive nur noch wenige gute Wurfchancen kreieren.

Ein 2:11-Lauf der Magdeburger brachte dem BBC zum Viertelende bereits einen deutlichen 10:17-Rückstand ein. Coach Gerstner forderte insbesondere in der Offensive deutlich mehr Tempo und Struktur. In der Verteidigung stellten die Lizards auf Zonenverteidigung um.

Beides zeigte nun Wirkung. Während die Elbestädter vor allem von der Dreierlinie wenig treffsicher agierten, rannte der BBC Schnellangriff um Schnellangriff. Häufig waren Ostaltmärker nur durch Fouls zu stoppen.

Schlagdistanz zur Halbzeit

An der Freiwurflinie erwischte der BBC einen guten Tag, sodass man Punkt um Punkt herankam. Hinzu kam die Tatsache, dass der USC mit den Schiedsrichterentscheidungen haderte und der Trainer der Magdeburger bereits früh die Halle verlassen musste. Mit 26:32 blieben die Lizards bis zur Halbzeit folgerichtig in Schlagdistanz.

Nach der Halbzeit blieb das Spiel zunächst offen, doch vor allem von der Dreierlinie begannen die Hallenherren nun ihren Rhythmus zu finden. Die Zonenverteidigung des BBC bekam mehr und mehr Schwierigkeiten, das Passspiel des USC zu unterbinden. Immer wieder kamen die Stendaler Verteidiger einen Schritt zu spät raus an die Dreierlinie um die Magdeburger Schützen zu stören. Zu sehr lag der Fokus darauf, die körperlich starken USC-Center nicht ins Spiel kommen zu lassen.

Doch auch der BBC konnte in dieser Phase zumindest einigermaßen in der Offense mithalten. Noori und Adams mit der Viertelsirene zeigten, dass auch die Lizards über gute Schützen verfügen. Dennoch ging das Viertel deutlich mit 20:27 an die Landeshauptstädter, die mit einer 46:59 Führung in den letzten Spielabschnitt gingen.

Kräfte in der Verteidigung lassen nach

In diesem konnte der BBC nicht mehr nachlegen. Magdeburg traf Dreier um Dreier und der BBC, der inzwischen wieder auf Mannverteidigung umstellte, musste sich jeden Zähler hart erarbeiten. Am Ende ließen in der Verteidigung der Lizards auch die Kräfte nach, sodass der USC den Vorsprung noch einmal deutlich erhöhen konnte. Mit 61:90 kassieren die Lizards eine letztlich deutliche Niederlage. Eine Halbzeit lang gelang es, den Favoriten zu ärgern, dann aber setzte sich die Klasse des Aufstiegsanwärters durch. Hoffnung macht, dass auch in diesem Spiel zumindest die Defense phasenweise ein hohes Niveau erreichte. Gerade am Angriffsspiel muss aber in den kommenden Einheiten noch einmal nachjustiert werden, damit der Lizards-Express wieder ins Laufen kommt.

Im nächsten Spiel geht es in zum SV Halle. Schon in dieser Partie wollen die Lizards wieder zurückbeißen.

Statistik

BBC Stendal: Fabius Berner (20 Punkte), Lars Adams (12), Carsten Mogk (11), Lennart Wille (10), Ahmadreza Noori (6), Alexander Goroncy (2), Rayk Wille, Joannis Karras, Janis Falke.