Stendal l Die Tabelle hat sich im Keller nach dem 13. Spieltag der Fußball-Oberliga, Staffel Nord, kaum geändert. Alle fünf Mannschaften am Ende des Klassements haben verloren. Der 1. FC Lok Stendal verbleibt somit weiterhin nach der 1:3-Heimniederlage gegen Hansa Rostock II auf Rang 13 in der Tabelle.

Hansa Rostock II setzt sich durch

Eigentlich ist nichts passiert. Der Favorit hat sich im Hölzchen erwartungsgemäß durchgesetzt. Aber so einfach ist das nichts. Die Stendaler haben eine engagierte und kämpferische Leistung geboten, es jedoch verpasst, das Runde mehr als nur einmal im Eckigen zu versenken und damit mit etwas Zählbaren einen Schritt aus dem Tabellenkeller zu vollziehen.

So sah es auch Rostocks sympathischer Trainer Axel Rietentiet: „Ich wusste schon, was uns hier in Stendal erwartet. Wir hatten eine Menge Glück und einen richtig guten Torhüter in der Kiste. Wir haben gut angefangen, müssen aber das zweite Tore machen. Dann hätten wir erst einmal Ruhe gehabt. Wir hatten danach aber viele Aktionen in der Vorwärtsbewegung, die einfach nicht gut waren. Wir haben keine Bälle festgemacht.“

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Er ordnete den Sieg genau richtig ein: „Wir stehen weiter oben, Stendal im Abstiegskampf. Dann läuft das so. Es gibt nicht verdient oder unverdient, das habe ich in meiner Laufbahn oft kennengelernt.“

Axel Rietentiet ist keineswegs zufrieden

Rostocks Trainer will das Spiel ordentlich auswerten, denn zufrieden mit dem was seine Mannschaft geboten hat, war er nicht. „Das hat nichts mit dem zu tun, was wir vorhaben.“

Angefressen war natürlich Stendals Trainer Jörn Schulz: „Wir haben uns nach intensivem Training viel für das Spiel vorgenommen. Da war Feuer drin, wir wollten es besser machen als zuletzt in Strausberg (0:2-Niederlage, Anm. d. Red.). Wir haben uns einen Matchplan hingelegt, den wir umsetzen wollten. Ab der 15. Minute sind wir richtig gut ins Spiel gekommen. Die Mannschaft hat alles das umgesetzt, was wir besprochen haben, was soll ich meiner Mannschaft vorwerfen. Vorne fehlt uns das Abschlussglück.“

Unglückliche zweite Halbzeit

Besonders unglücklich verlief natürlich die zweite Halbzeit. Lok schießt das längst fällige 1:1 durch Martin Krüger und hat danach jede Menge Chancen auf ein weiteres Tor. 15 Minuten vor Schluss spielen die Gäste durch eine Gelb-Rote Karte (gegen Haufe) nur noch zu zehnt. Der Knackpunkt im Spiel, denn Stendal riskierte noch mehr und brachte mit Max Salge einen weiteren Offensivspieler, lief jedoch in zwei, zugegeben gut herausgespielte, Konter.

„Die Gelb-Rote Karte war nicht gut, aber sie hat vielleicht noch zehn Prozent bei uns rausgekitzelt“, erklärte Rietentiet, der mit 17 Jahren sein erstes Spiel bei den Rostocker Männern gegen Lok Stendal machte. Sein Gegenspieler damals: „Bomber“ Rainer Wiedemann.

Niederlage schnell abhaken, Staaken wartet

Die Stendaler müssen nun schnellstens die Niederlage aus den Köpfen bekommen, bereits am Sonnabend wartet die nächste Partie, wenn Lok in Staaken antritt.

Schulz: „Wir lassen momentan unnötige Punkte liegen. Rostock hat natürlich die Fähigkeit schnell zu kontern, am Ende ist das ein brutales Ergebnis. Mit dieser Leistung sollten wir es jedoch schaffen, unten rauszukommen, aber es wird ein langer Weg. Wir müssen jetzt die Jungs erst einmal aufrichten.“