Rossau l Das Nordderby am 1. Spieltag der Fußball-Landesklasse hat der Kreveser SV beim Rossauer SV am Ende verdient 3:0 (1:0) für sich entschieden.

Es entwickelte sich von der ersten Minute an ein intensives Spiel mit Vorteilen für die Kreveser, aber ohne zwingende Torchancen. Rossaus Trainer Christian Schulze stellte nach neun Minuten auf ein 4-4-2 um, agierte fortan mit Doppelspitze. Der Plan ging erstmal auf und die Gastgeber verschafften sich einige Ballpassagen, aber ebenfalls ohne dabei zwingend zu werden.

Den ersten richtigen Torschuss gab Kreveses Andreas Thiede nach 20 Minuten ab. RSV-Torwart Maik Iglodan hatte ihn aber sicher.

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Chancen der Gäste konkreter. In der 30. Minute hätte es schon 1:0 für den KSV stehen können. Nach einem langen Einwurf von Nils Pieper, kam Jann Grünwald zum Kopfball. Den kratzte Iglodan noch von der Linie. Nur eine Minute später scheiterte Danny Kiebach am Pfosten.

Krüger trifft zur KSV-Führung

Das Tor lag in der Luft und fiel in der 38. Minute. Tino Krüger legte sich den Ball zum Freistoß zurecht und hämmerte ihn humorlos in die Maschen – 0:1. Bei diesem Flatterball sah Iglodan nicht ganz gut aus. Noch kurz vor der Pause hatte Pieper eine Chance, die er vorbeisetzte. Es ging mit dem 0:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gastgeber immer noch nicht richtig ins Spiel. Die Bälle wurden zu leicht hergeschenkt und machten das Spiel für die Gänseberg-Kicker einfach.

Die Brüder Paul und Christian Rosenkranz scheiterten jeweils am gut reagierenden Torwart (52./56.), ansonsten hätte es schon 0:3 stehen können.

KSV mit zweiten Treffer nach Standard

Für den zweiten Treffer des Spiels hielt wieder ein Standard her. Paul Rosenkranz und Tino Krüger standen bereit. Doch diesmal legte Rosenkranz für Krüger ab und er jagte das Streitobjekt mit seiner klasse Schusstechnik ins Tor – 0:2 (62.).

Nach einem Doppelwechsel stellte der RSV nochmals um. Diesmal auf Dreierkette, aber es brachte nicht den gewünschten Aha-Effekt. Es kam eher noch schlimmer. In der 79. Minute gab es Strafstoß für Krevese. Den verwandelte Christian Rosenkranz eiskalt zum 3:0-Endstand. Damit war das nachträgliche Geburtstagsgeschenk für KSV-Trainer Holm Hansens perfekt.

„Ich kann meiner Mannschaft kämpferisch keinen Vorwurf machen. Krevese war einfach cleverer und effektiver als wir. Sie haben verdient gewonnen“, erklärte RSV-Coach Christian Schulze.