Stendal l Am Ende war der Punktgewinn glücklich, da das Tor kurz vor Schluss fiel, aufgrund der vielen Stendaler Chancen aber mehr als verdient.

Das war ein Sonnabend, an den sich die Kicker des 1. FC Lok Stendal wohl noch eine Weile erinnern werden. An dessen Ende steht ein Punkt, der für die Stendaler wichtig, aber eigentlich zu wenig ist.

Chaos vor dem Spiel

Das Punktspielwochenende begann am Freitag beim Abschlusstraining mit der Verletzung von Spielmacher Martin Gödecke. Als die Mannschaft am Sonnabend zur Abreise am Hölzchen eintraf, fanden die Kicker das Erdgeschoss unter Wasser vor. Ein Rohrbruch hatte auch die Kleiderkammer durch die Decke geflutet. „Wir wussten erstmal nicht, was wir anziehen und mit welchen Schuhen wir spielen sollten“, sagte Trainer Jörn Schulz.

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Nachdem alles geklärt war, kam Lok recht spät in Brandenburg an und ging sofort auf den Platz zum Warmmachen.

Lok überzeugt den Gegner

Schulz hatte die Mannschaft offensiv aufgestellt. Für Gödecke rückte Lukas Pfeiffer in die Startelf. Stendal spielte defensiv mit Viererkette. Offensiv schaltete sich Innenverteidiger Steven Schubert in den Spielaufbau ein. Linksverteidiger Sebastian Hey rückte ein und hielt mit Johannes Mahrhold hinten die Stellung. Kapitän Philipp Groß war auch mehr in der gegnerischen Hälfte zu finden, als vor dem eigenen Strafraum. Entsprechend viel Druck erzeugten die Stendaler und überraschten damit die Gastgeber. „Das war die beste Stendaler Leistung in dieser Saison. Ich hätte sie viel defensiver erwartet“, sagte Brandenburgs Trainer Mario Block nach dem Spiel.

Stendal erspielte sich in Halbzeit eins eine Vielzahl an Chancen, scheiterte allein zweimal am Alu. Zur Halbzeit hätten die Stendaler mit zwei Toren führen müssen.

Neumann sichert den Punktgewinn

Nach dem Seitenwechsel kam es, wie es kommen musste. Die Platzherren setzten einen Konter, und der saß. Nach Ballverlust im Spielaufbau lief der Angriff über rechts. Eine super Flanke köpfte Jose Raimundo Silva Magalhaes zur unverdienten Führung ein. Davor hatten die Stendaler mehr vom Spiel, danach lief eine Weile nichts mehr. Erst zum Schluss hin machten die Gäste wieder Druck. Mehrfach hätte ein Tor fallen können. Das fiel dann in der 89. Minute. Denis Neumann köpfte einen Gegenspieler an und der Ball kullerte ins Tor. Glück gehabt!