Stendal l Im November 2019 hat der 1. FC Lok Stendal einen neuen Vorstand mit Thomas Weise an der Spitze gewählt. Im Volksstimme-Interview kündigte dieser an, das Thema Sponsoring zu intensivieren. Dazu hat der Verein nun ein neues Projekt gestartet.

Lok hat neue Plattform geschaffen

Unter dem Motto „Wir wollen mehr!“ hat der 1. FC Lok Stendal eine neue Internet-Präsenz geschaltet.

Unter www.support-lok-stendal.de stellt der Verein verschiedene Ideen vor, die allesamt die Unterstützung und Förderung des Fußballsports als Ziel haben.

Nachwuchsförderung ein wichtiger Baustein

Im Nachwuchsbereich soll verstärkt das Leistungsprinzip gelten, um die Spieler in der Altersklasse der A-Junioren noch besser an die Oberliga-Mannschaft aber auch den nachgeordneten Herren-Bereich heranführen zu können. Dazu möchten die Eisenbahner ein perfektes Trainingsumfeld schaffen, denkt über eigene Talentförderprogramme nach und plant den Aufbau einer eigenen Torwartschule.

„Das ist aber nur ein erster Schritt. Grundsätzlich ist bei uns jeder willkommen, der Fußballfan ist – egal, ob er sich aktiv in die Vereinsarbeit einbringen möchte, als passives Mitglied eine finanzielle Unterstützung leistet oder als Zuschauer zu unseren Heimspielen ins Stadion „Am Hölzchen“ kommt. Unser Verein hat 300 Mitglieder, davon 31 Betreuer für zwei Herren- und elf Nachwuchsmannschaften. Wir sind für jede Form der Förderung des Fußballsports bei Groß und Klein sowie des Vereinslebens dankbar“, so Präsident Thomas Weise.

Lok möchte die Präsenz erhöhen

Auf dem Weg dahin hat der neue Vorstand, zu dem auch Daniela Schlegel, Torsten Pfeiffer und Guido Klautzsch zählen, die Schwachstellen im Verein erkannt. Der Aufbau des erweiterten Vorstands läuft, zudem wird die Verbesserung der Strukturen angestrebt. Dazu setzen die Verantwortlichen auf die Verbundenheit der Stendaler und der Region mit dem Verein. Daher schreibt sich der Klub die Fankultur auf die Fahne, möchte plakativer dazu aufrufen, regelmäßig ins Stadion „Am Hölzchen“ zu kommen und damit den sinkenden Zuschauerzahlen entgegenzutreten. Auch sollen Fahrten zu Auswärtsspielen in der Oberliga häufiger organisiert werden und auch die Partien in der Ferne zu einem „Heimspiel“ der Eisenbahner werden. Darüber hinaus hat Lok Stendal ein Open-Source-Projekt gestartet, in dem der Verein sein Logo und weitere Grafiken für Jedermann kostenlos zur Verfügung stellt, um eigene Fanartikel herstellen und seine Verbundenheit ausdrücken zu können.

Der Verein wirbt auf seiner neuen Internet-Präsenz aber auch für die klassische Unterstützung der Herren- und Jugendmannschaften, um den Bedarf an Funktionskleidung und Trainingsmaterial zu decken. „Wir werden uns breiter aufstellen. Dann werden wir ausschwärmen und mit potenziellen Sponsoren sprechen. Vielleicht sogar über die Region hinaus. Wir müssen auch Sponsoren für uns gewinnen, die sich bis jetzt vielleicht noch nicht bei Lok engagiert haben“, so der Fahrplan von Thomas Weise.

Einen ersten Schritt mit einem Besuch bei einem Stendaler Geldinstitut, welches seit Jahren als Hauptsponsor der ersten Mannschaft fungiert, haben die Schwarz-Roten bereits genommen.

Weitere Termine bei wichtigen Partnern sollen folgen – nun wahrscheinlich erst nach der Corona-Krise, die für das gesamte Support-Projekt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommt, in dem potenzielle Partner-Unternehmen neben der Gesundheit ihrer Mitarbeiter auch um die Existenz bangen müssen.