Stendal l 23 Jahre ist es her, dass Lok Stendal im DFB-Pokalwettbewerb vertreten war. 1995 ging es weit, sogar bis ins Viertelfinale, in dem die Altmärker gegen Bayer Leverkusen ehrenvoll ausschieden. Der neuerliche Cup-Anlauf war deutlich kürzer. Arminia Bielefeld schlug Lok in der ersten Runde am Ende deutlich mit 5:0.

Bielefeld erfüllt Pflichtaufgabe

Der Zweitbundesligist aus dem Bundesland Nordrhein Westfalen erfüllte die Pflichtaufgabe beim altmärkischen Oberligisten am Ende souverän. Zwischen der 61. und 69. Minute markierte er gegen die platt werdenden Gastgeber vier Treffer, darunter zwei durch verwandelte Elfmeter.

Zuvor hatte sich der Gastgeber vor 2870 Zuschauern sehr gut präsentiert. Die Altmärker spielten mit einer Fünfer-Abwehrkette, die zunächst herzlich wenig zuließ. Einmal musste Lok-Keeper Kycek allerdings bereits in der ersten Spielhälfte hinter sich greifen. Nach der zweiten Arminia-Ecke in Folge landete das Leder auf Umwegen bei Stürmer Prince Osei Owusu, der den Ball humorlos über die Linie drückte (11.).

Bilder

Maurice Schmidt überzeugt

Die Stendaler ließen sich von diesem frühen Rückstand keineswegs beeindrucken, arbeiteten in der Abwehr sehr diszipliniert und setzten mit sehr schnellen Kontern durchaus Akzente. Besonders der pfeilschnelle, erst 17-jährige Maurice Schmidt wusste zu diesbezüglich zu überzeugen.

In der 39. Minute gab es helle Aufregung unter den Stendaler Anhängern. Nach einer Flanke von Schmidt blockte ein Bielefelder Abwehrakteur den Ball mit dem Arm, doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus.

0:1 zur Halbzeit

Kurz darauf schoss Niclas Buschke das Leder knapp am Bielefelder Tor vorbei. So ging es beim Stand von 0:1 in die Kabinen.

Angesichts des knappen Spielstandes wurden bei den einheimischen Anhängern Erinnerungen an das Jahr 1995 wach. Da warfen sie mit dem VfL Wolfsburg, Hertha BSC und Mannheim gleich drei damalige Zweitligisten aus dem Wettbewerb.

Klassenunterschied wird deutlicher

Doch es kam anders. Nach dem Seitenwechsel wurde der Klassenunterschied immer deutlicher und drückte sich auch im Torunterschied sehr klar aus. Die, was den Kader betraf, stark rotierenden Bielefelder Arminen waren nun sehr überlegen.

Zunächst hatte Stürmer-Routinier Sven Schipplock noch Pech, denn in der 50. Minute krachte das Leder nach einem Kopfball von ihm noch an die Querlatte des Stendaler Gehäuses.

Knoten platzt bei Bielefeld

Doch nach eine Stunde Spielzeit platzte förmlich der Knoten bei den Gästen. Innerhalb von acht Minuten stellte Bielefeld das Ergebnis auf 5:0. Das war natürlich die Entscheidung.

Der Gastgeber liefen zwar in der Schlussphase immer mal den Bielefelder Strafraum an, doch der Zweitligist zeigte der Lok-Elf die Grenzen auf.

Fast 3000 Besucher

Dennoch nahmen die einheimischen Fans das am Ende deutliche Ergebnis gefasst auf. Endlich gab es am Stendaler Hölzchen wieder mal ein Fußballspiel, das fast 3000 Besucher, davon über 100 Fans der Bielefelder Arminia, anlockte.Stadionsprecher Sven Jaluschka sprach von einem Fußballfest. Jetzt konzentriert sich Lok wieder auf Oberliga-Fußball.

Tore: 0:1 Prince Osei Owusu (11.), 0:2 Prince Osei Owusu (61.), 0:3 Sven Schipplock (63.), 0:4 Tom Schütz (65.), 0:5 Sven Schipplock (69.).

Schiedsrichter: Christian Dietz (Wolfgang Haslberger, Lothar Ostheimer).

Zuschauer: 2870.