Stendal l „Das ist ein schwerer Gegner, die Mannschaft steht sehr kompakt“, sagte Loks Stürmer Niclas Buschke im Vorfeld der Begegnung.

Partie auf Augenhöhe wird erwartet

Die Gastgeber stehen mit fünf Punkten auf Platz 13, haben somit einen Zähler weniger als die Altmärker (Rang elf). Es ist also in der Sparkassen­arena Seelow eine Begegnung auf Augenhöhe zu erwarten.

Die älteste Urkunde weist nach, das Victoria Seelow schon vor 1920 existiert hat. Danach kam es zu Umbenennugen und Zusammenschlüssen.

Bekannt sind Einheit Seelow und vor allem ASG Vorwärts Seelow, aus der damals die Brüder Bialas hervorragten. Im Jahr 1990 dann die Neugründung der SV Victoria Seelow und der jetzige Aufstieg in die NOFV Oberliga-Nord.

Seelow mit vielen polnischen Spielern aktiv

Victoria Seelow ist sehr gut aufgestellt, vor allem mit Spielern aus der polnischen Nachbarschaft, 20 Kilometer von Seelow entfernt. Die Serie begann mit einem Paukenschlag, denn die Seelower setzten mit einem 4:2-Auswärtssieg in Strausberg ein deutliches Zeichen. Mit Rymar, Kosmacovs, Nasser und Wolbaum zeigten sich dort die Spieler, die auch in den folgenden Partien in der Mannschaft mit den Ton angaben.

Allerdings war es dann schon vorbei mit der Euphorie, die nächsten Spiele brachten Victoria wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Gegen Hansa Rostock II wurde zu Hause verloren und gegen Staaken bezog Seelow eine in dieser Höhe nicht erwartete Klatsche – mit 0:9 mussten die Kicker zurück in die Seelower Höhen.

Aber Wiedergutmachung war angesagt, gegen Blau Weiß 90 erreichte Victoria ein gerechtes 2:2-Unentschieden am Freitag unter Flutlicht. Dabei zeichneten sich die Seelower dadurch aus, dass sie keinen Ball verloren gaben und die technisch zweifellos bessere Mannschaft gnadenlos, aber fair bekämpften.

Für die Altmärker ist es vielleicht sogar ein Vorteil, auswärts zu spielen.

„Wir fühlen uns auf fremden Plätzen derzeit etwas wohler als daheim“, sagt Lok-Trainer Jörn Schulz.

Groß fällt weiter aus

Fehlen wird bei Lok erneut der verletzte Philipp Groß: „Ich weiß nicht, wie lange es noch dauern wird, vielleicht noch 14 Tage“, meinte Stendals Kapitän am Sonntag nach dem Spiel gegen Charlottenburg. Auch die Breda-Brüder fallen weiter aus.

Seine Gelb-Rote Karte hat Sebastian Hey abgesessen, er ist wieder einsatzbereit. „Es wird ein schwieriges Spiel derzeit ist mit im Umfeld auch zuviel Unruhe und Unzufriedenheit. Ich erwarte von meiner Mannschaft eine bessere Leistung als zuletzt. Natürlich wollen wir aus Seelow was mitnehmen“, so Schulz.

Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Kai Kaltwaßer.