Stendal l Der 2:0-Auswärtssieg in Charlottenburg war Balsam für die geschundene Seele des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal, der in fremdem Gefilden bisher selten Punkte einfahren durfte. Mit diesem ersten Auswärtsdreier 2019 ist Stendal jetzt erst einmal auf Tabellenplatz zwölf geklettert.

Die Berliner traten in dieser Partie allerdings mit einigen personellen Problemen an.

Gastgeber müssen Torwart ersetzen

Die erste Hiobsbotschaft gab es vor dem Spiel: Stammtorwart Stevo Braunsdorf sagte ab. Der zweite Torwart Amir Salem ist seit Wochen verletzt. So musste Oldie Turgut Keskin mit 51 Jahren (!) in den Charlottenburger Kasten. An ihm lag es jedoch nicht, dass die Berliner am Ende verloren.

CFC-Trainer Murat Tik, der auch die Einstellung einiger seiner Spieler anprangerte, sagte: „Nach der Verletzung von Ulutürk haben wir den Faden verloren. Stendal hat es dann aber auch sehr gut gemacht. Wir haben Probleme, uns vorn durchzusetzen.“

Ähnlich sah es Lok-Trainer Jörn Schulz: „In den ersten 15 Minuten war Charlottenburg extrem präsent, da hatten wir etwas Glück gehabt. Aber ab der 20. Minute haben wir ins Spiel gefunden und die Kontrolle übernommen. Aber klar, es war eine Partie, die in der ersten Halbzeit zwischen den Strafräumen stattfand.“

Lok dominiert in der zweiten Hälfte

Völlig anders verliefen dann die zweiten 45 Minuten dieser Begegnung auf Kunstrasen. Stendal, mit einem starken Steven Schubert im Mittelfeld, beherrschte die Partie und marschierte nach vorn, kreierte Torchancen.

Die Platzherren, auch bedingt durch das aggressive Zweikampfverhalten der Altmärker, gelang in der Offensive überhaupt nichts mehr. Torwart Lukas Kycek war plötzlich ohne Arbeit.

Schulz: „Da haben wir die Berliner komplett in ihrer Hälfte eingeschnürt. Am Ende war es dann ein folgerichtiger und verdienter Sieg für uns.“

Schulz wechselt den Sieg ein

Dass er mit Vincent Kühn sowie Martin Krüger die beiden Torschützen und damit den Sieg eingewechselt hat, freute Schulz natürlich, aber: „Das hat mit mir wenig zu tun. Wir sind derzeit gut aufgestellt und haben auch eine starke Bank.“

Jetzt haben die Stendaler erst einmal eine längere Pause, denn am kommenden Wochenende ist in der Oberliga spielfrei.

Schulz: „Wir werden die Woche trainieren, aber das Wochenende ist dann für die Mannschaft komplett frei. Danach werden wir uns intensiv auf das Spiel gegen Torgelow (am 31. März in Stendal, Anm. d. Red.) vorbereiten.“