Wahrburg l In einem weiteren Testspiel zur Vorbereitung auf die neue Saison hat Oberligist 1. FC Lok Stendal am Mittwochabend vor über 300 Zuschauern beim TuS Wahrburg (Landesklasse, Staffel I) 7:2 (2:0) gewonnen.

Am Ende war es dann doch noch ein standesgemäßes Ergebnis. Aber speziell in der ersten Halbzeit bot die unterklassige Mannschaft kämpferisch enorm viel Gegenwehr.

Lok-Trio zurück in der Startelf

„Wir sind nicht herkommen um zu gewinnen, wir wollten unsere Abläufe durchspielen, das hat ganz gut geklappt, auch in der ersten Halbzeit. Vor dem Tor müssen wir noch arbeiten, dann geht das hier auch höher aus, wir müssen schon in der ersten Halbzeit zwei Tore mehr machen“, erklärte Lok-Trainer Jörn Schulz, der gegenüber dem Testspiel in Rathenow einige Änderungen vornahm. Tim Kolzenburg und Johannes Mahrhold waren wieder dabei und auch Denis Neumann, der zudem die Kapitänsbinde trug, lief in Wahrburg auf.

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Doppelschlag bringt Lok-Führung

Die Oberligisten machten dann auch sofort Druck. Bereits in der Anfangsphase hatten Mahrhold mit zwei Kopfbällen in Folge die dicke Chance zum 0:1. Wahrburg verteidigte erwartungsgemäß mit viel Einsatz und hatte vorn mit dem schnellen Felix Pitzner, der für einige Unruhe sorgte, einen ständigen Unruheherd. Der ersten Treffer ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Kolzenburg war der Torschütze (16.). Zwei Minuten später setzt sich der an diesem Tag überragende Maurice Pascal Schmidt durch und legte auf Niclas Buschke ab. Der hämmerte schließlich das Leder zum 0:2 (18.) in die Maschen. Danach verpuffte ein wenig der Lok-Anriffswirbel, aber es waren noch genügend Chancen zum Führungsausbau vorhanden.

Auf der Gegenseite hatte Kevin Assmann die erste dicke Wahrburger Möglichkeit. Der TuS-Stürmer scheiterte jedoch an Keeper John Ziesmann (30.). Zudem touchierte der Ball nach eine Freistoß von Felix Belling noch die Latte (35.). So blieb es nach 45 Minuten bei einer 2:0-Führung der Gäste.

Vorentscheidung nach der Pause

Sofort nach dem Wechsel war Lok wieder hellwach. Nach einer super getimten Flanke köpfte Lukas Breda den Ball gegen die Laufrichtung des Wahrburger Keepers Steven Wittrien – 0:3 (51.). Kurz darauf schlug Neumann, der sich nach dem Wechsel steigerte, zum 0:4 zu (55.).

Eine aus Lok-Sicht überaus unglücklichen Szene gab es in der 67. Minute. Felix Knoblich sah nach längerem diskutieren und Einschreiten des Assistenten die Rote Karte (Notbremse).

Hausherren treffen in der Schlussphase

Dennoch nahm das Ergebnis langsam erwartete Dimensionen an. Nach dem 0:5 (Buschke, 74.) zeigte erneut Schmidt auf seiner linken Seite einen überragenden Sololauf. Seine Flanke verwertet Lukas Pfeiffer zum 0:6. Wahrburg gab jedoch nicht auf und traf durch Assmann zum 1:6. Gegen Ende er doch torreichen Begegnung war jedes Team noch einmal erfolgreich,

„Phasenweise haben wir es ganz gut gemacht. Aber in der zweiten Halbzeit war es dann schon etwas ungeordnet, die Abstände haben nicht gepasst, beim Anlaufverhalten war wenig Struktur drin. Aber die Jungs haben es gut gemacht, wir haben zwei Tore geschossen und noch fünf, sechs Hochkaräter gehabt. Ein paar Mal haben wir es von hinten nach vorn richtig super durchgespielt. Die Erkenntnis ist natürlich, dass wir noch viel Arbeit vor der Brust haben“, analysierte Robert Riep, Trainer der Gastgeber das Spiel.

„Beide Mannschaften haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein gutes Testspiel gemacht. Nachher, als wir mehr Raum hatten und bei Wahrburg die Kräfte nachließen, haben wir es gut ausgespielt. Wir müssen natürlich eher mehr Tore schießen, dann ist hier mehr Ruhe drin, aber ansonsten bin ich ganz zufrieden. Ich denke, Wahrburg kann mit der Leistung auch sehr zufrieden sein“, ergänzte Schulz.

Der 1. FC Lok Stendal hat vor dem scharfen Start (15./16. August) am Wochenende noch jeweils ein Testspiel angesetzt.

Der 1. FC Lok Stendal erwartet am Sonnabend um 13.30 Uhr im Hölzchen den VfV Borussia 06 Hildesheim (Regionalliga).

Statistik

TuS Siegfried 09 Wahrburg: Gebert - Kirchner, Audorf, Eßmann, Rundstedt, Kroschel, Belling, Ujazdowski, Assmann, Pitzner, Heyder (Wittrien, Epiboli, Stübe, Rieke)- Trainer: Riep

1. FC Lok Stendal: Ziesmann - Knoblich, Schweda, Mahrhold, Salge, Schmidt, Kolzenburg, Breda, Seidel-Holland, Neumann, Buschke (Giebichenstein, Balliet, Pfeiffer, Schönburg, M. Schmidt)- Trainer: Schulz

Schiedsrichter: Hahne

Zuschauer: 318

Tore: 0:1 Kolzenburg (16.), 0:2 Buschke (18.), 0:3 Breda (53.), 0:4 Neumann (55.), 0:5 Buschke (74.), 0:6 Pfeiffer (78.), 1:6 Assmann (80.), 1:7 Schmidt (86.), 2:7 Heyder (88.)

Rot: Knoblich (67./1. FC Lok Stendal/).