Stendal l Seit mittlerweile mehr als vier Wochen ruht auch beim ostaltmärkischen Traditionsverein der komplette Trainings- und Spielbetrieb aufgrund der für die Lok-Verantwortlichen richtigen und nachvollziehbaren Entscheidungen der Behörden, Fußballverbände und der Hansestadt Stendal zur Eindämmung der Ausbreitung der Corona-Epidemie.

Fehlende Einnahmen haben Konsequenzen

„Wir, das Präsidium des 1. FC Lok Stendal e.V., sind uns völlig bewusst, dass es derzeit absolut nicht wichtig ist, ob der Ball rollt oder nicht. Wir sind uns völlig bewusst, dass die Gesundheit aller absolute Priorität haben muss. Wir sind uns völlig bewusst, dass derzeit jeder die Auswirkungen der Corona-Krise bewältigen muss. Wir sind uns als Entscheidungsträger unseres Vereins allerdings auch bewusst, dass sich auch unser 1. FC Lok Stendal, derzeit in einer Ausnahmesituation befindet und wir dafür Sorge tragen müssen, dass unser gesamter Verein, insbesondere auch unsere Nachwuchsabteilung, nicht in seiner Existenz bedroht wird“, heißt es in einer Erklärung des Lok-Präsidiums.

Es ist offensichtlich, dass fehlende Einnahmen aus dem Heimspielbetrieb wirtschaftlich für Lok nicht folgenlos bleiben.

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Aufgrund dessen führt der Verein unter dem Motto „#GEMEINSAM … durch die Krise!“ eine Reihe interner und externer Maßnahmen durch, um die oben beschriebenen Auswirkungen der Corona-Krise minimieren zu können.

Ehrenamtspauschale wird ausgesetzt

Während einer Video-Konferenz zu Themen der Nachwuchsarbeit zwischen Vorstandsmitglied Daniela Schlegel, Jugendleiter Uwe Balliet und den Nachwuchstrainern erklärten alle an der Konferenz teilnehmenden Nachwuchstrainer, für den Zeitraum des ausgesetzten Trainings- und Spielbetriebes auf ihre Ehrenamtspauschalen verzichten zu wollen.

Seit Anfang April finden Gespräche zwischen Vorstand und Trainer sowie Mannschaftsrat der ersten Männermannschaft mit dem Ziel statt, eine solidarische Vereinbarung für diese nicht vorherzusehende Situation erzielen zu können, um auch hier eine Reduzierung der monatlichen Personalausgaben für den Verein zu erreichen.

Erste sehr positive Signale lassen eine Entscheidung in den nächsten Tagen erwarten.

Gleichzeitig beginnen in der Woche nach Ostern Gespräche mit allen Beteiligten, bezüglich der Kaderplanung für die nächste Saison.

Glücklicherweise erreichten den 1. FC Lok Stendal in diesen Tagen auch andere Unterstützungsangebote.

Güssau unterstützt den Verein

So meldete sich telefonisch einer, der schon mehrfach seinen Mann in schwierigen Zeiten für den Stendaler Verein stand: Lok-Legende Peter Güssau.

In Anlehnung an seine Rückennummer 11 als ehemaliger Spieler erklärt er sich bereit, für ein fiktives Spiel dreimal elf Eintrittskarten, also 33 Stück zum aktuellen Hölzchen-Eintrittspreis (8,00 Euro), zu erwerben. Gleichzeitig bittet der ehemalige DDR-Oberliga-Spieler alle Freunde des Stendaler Lok-Fußballs, es ihm gleichzutun und den Verein in der jetzigen Zeit zu unterstützen.

Eine weitere Aktion, die dem Verein helfen soll und möglichst viele Fans, Freunde und Unterstützer anspricht, ist der Ticket-Spendenaufruf, der seit dem 9. April 2020 auf Social-Media-Kanälen des 1. FC Lok wie folgt beworben wird:

Gemeinsam mit den Fans will der Verein zu einer Ticket-Spendenaktion für ein virtuelles, also fiktives Fußballspiel am 19. April 2020 um 14 Uhr im Stendaler Hölzchen aufrufen:

Lok gegen Dynamo Dresden

Gedanklich trifft der Traditionsverein aus der Altmark auf den Ost-Kultverein aus Dresden gegen die Auswirkungen der Corona-Krise.

Für alle, die gedanklich dabei sein wollen, die helfen und unterstützen wollen, gibt es bis zum 19. April 2020, 13:59 Uhr Tickets für 1,50 Euro.

Online unter: https://www.eventim.de/event/1-fc-lok-stendal-sg-dynamo-dresden-am-hoelzchen-12894162/?affiliate=GMD sowie in allen Eventim-Vorverkaufsstellen.

Zusätzlich ist auch die Direktüberweisung einer Ticketspende auf das Konto des 1. FC Lok Stendal e.V. bei der Kreissparkasse Stendal möglich:

- IBAN: DE34 8105 0555 3028 0038 47

- BIC: NOLADE21SDL

- VZ: Name, Vorname, LOK vs. DYNAMO

Natürlich kann jeder so viele Tickets erwerben, wie er möchte, wie er kann.

Hoffnung auf Unterstützung

„Unterstützt bitte unseren 1. FC Lok Stendal e.V.! Machen wir das Hölzchen Voll! Gemeinsam schaffen wir es, dass auch in Zukunft der Fußball im Stendaler Hölzchen rollen kann“, erklärt der Verein.

Ein großes Dankeschön geht an die Verantwortlichen der SG Dynamo Dresden für die Unterstützung.

Als weiteren Punkt möchte der Verein eine umfassende Initiative von Fans und Freunden aus dem Unterstützerfeld des 1. FC Lok Stendal sowie Eltern, Verwandten und Bekannten aus dem Nachwuchsbereich vorstellen:

Darin heißt es: Unterstützung kann es für unseren 1. FC Lok Stendal e.V. nie genug geben. Am Ende braucht es immer noch ein ganzes Stück mehr Einsatz, wenn neu gesteckte Ziele erreicht oder Rückschläge vermieden werden sollen.

Vorstand entwirft neue Konzepte

Neben dem aktuell wichtigsten Vorhaben, dem Klassenerhalt unserer 1. Männer-mannschaft, geht es immer um die Verbesserung der Qualität und Förderung der Jugendarbeit. Für alle, die gemeinsam den Erfolg wollen, stellen wir an dieser Stelle Ideen, Konzepte und Anregungen vor.

Wir wollen ein möglichst breites Unterstützerfeld von Fans, Helfern sowie Sponsoren, Werbepartnern und Förderern für unseren 1. FC Lok Stendal e.V. gewinnen und erhalten. Wie wir das erreichen wollen, wie der Stand der Dinge ist und was jetzt getan werden kann, steht auf diesen Seiten: http://www.support-lok-stendal.de/