Uchtspringe l Da es in der zurückliegenden Saison 2019/2020 aufgrund der äußeren Umstände keine Staffelsieger auf Landesebene gab, gehen die Frauen des SV Medizin Uchtspringe erneut als Gejagte in die Spielzeit 2020/2021.

Nur sechs Partien absolvierte die Mannschaft von Trainerin Kirsten Matschkus in der vergangenen Verbandsliga-Saison. Ebenso viele Punkte landeten auch nur auf dem Konto, was am Ende den sechsten Rang bedeutete. Doch das interessiert heute niemanden mehr auf der Heinz-Förster-Sportanlage, wo die Frauen sich seit mittlerweile drei Wochen auf die neue Spielzeit vorbereiten. „Wir haben die Saison einfach abgehackt“, erzählt die Trainerin am Rande des Trainings am Sonntagnachmittag.

„Die Mädels müssen sich da aktuell nach mir und meinen Schichten richten“, so Matschkus weiter. Bis hierhin ist sie mit der Einstellung im Training auch zufriedener, als vor einem Jahr.

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Mannschaft nach dem Titel gesättigt

„Damals habe ich gemerkt, dass die Mannschaft nach dem Landesmeister-Titel gesättigt war. Die Vorbereitung verlief nicht so besonders und das zeigten schließlich auch die Ergebnisse in der Verbandsliga. Wir wollten um einen Platz im Mittelfeld mitspielen und das haben wir – bis Corona kam – gemacht.“Natürlich ruhte auch in Uchtspringe während der heißen Phase der Pandemie der Ball. „Das war eine schwierige und neue Situation für uns alle“, berichtet Kirsten Matschkus. Anders als in normalen Sommerpausen hatten die Spielerinnen in dieser Zeit auch keine Laufpläne.

Freude über die Trainingsaufnahme

„Du kannst keinen zum Laufen motivieren, wenn er kein Ziel vor Augen hat“, so die Trainerin. Der Kontakt wurde dennoch aufrechterhalten. Als Training wieder erlaubt war, sind die Uchtspringerinnen auch wieder langsam eingestiegen. Es galt vor allem, die Freude und den Spaß am Fußball zurück zu gewinnen.

Spielansetzungen noch nicht veröffentlicht

Mittlerweile ist diese Phase vorbei. Drei Mal pro Woche bittet Matschkus ihr Team auf den Platz. „Die Beteiligung ist gut, der Einsatz und der Wille besser als im Vorjahr“, berichtet die Übungsleiterin. In erster Linie lautet das Halbfinale im Landespokal am 16. August das Ziel. Dazu erwarten die Altmärkerinnen den Regionalligisten Magdeburger FFC. „Wir freuen uns auf die Partie, obwohl wir natürlich krasser Außenseiter sind.“ Darüber hinaus steht für den 6. September das erste Punktspiel in der Verbandsliga auf dem Plan. Bis dahin ist ein besonderer Trainingstag am Wolfsburger Allersee sowie ein Testspiel gegen den Hallschen FC am 29. August geplant. „Mehr als einen Rahmenterminplan haben wir auch noch nicht“, so Matschkus. „Wir wissen nur, dass Wernigerode zurückgezogen hat, doch wie viele Mannschaften letztlich in der Staffel sind, werden wir wohl erst zum Staffeltag am 22. August erfahren.“

Am Ende spielt das für Spielführerin Victoria Stein und Co. aber auch keine Rolle. Nach der abgebrochenen Saison 2019/2020 werden sie erneut als die Gejagten um den Landesmeister-Titel antreten. „Wir wollen auch nochmal Anlauf nehmen, oben mitzuspielen“, erklärt Kirsten Matschkus zuversichtlich. Dies hänge aber natürlich auch von vielen Faktoren, in erster Linie der personellen Situation sowie Corona, ab. „Nach den ersten Spielen werden wir sehen, wie es läuft.“ Dazu stimmt die Trainerin allerdings optimistisch, dass sie im Sommer keinen Abgang zu verkraften hatte. Das Team ist geschlossen zusammengeblieben und erhält sogar noch Verstärkung: Celine Jäger und Carolin Urban haben sich dem SV Medizin angeschlossen. Beide haben eine berufliche Beziehung zur Trainerin und kamen über diesen Weg nach Uchtspringe.

Matschkus-Team verstärkt sich

Zudem ist Lilien Schütte neu im Team. Sie ist aufgrund ihres Studiums aus Bonn in die Region gezogen und wird – sofern es wieder Präsenzphasen gibt – zur Mannschaft stoßen. Ein weiterer Neuzugang kommt aus Osterburg. Sophie Schwander, bisher eher aus dem Handball bekannt, hinterließ in den ersten Trainingswochen bereits einen bleibenden Eindruck bei ihrer Übungsleiterin. „Sie ist sehr flexibel einsetzbar“, so Matschkus. Zudem wird Pauline Voß wieder gegen den Ball treten und Viktoria Zellmer meldete sich nach der Babyzeit zurück.