Stendal l . Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) veröffentlichte am Mittwoch, den 22. Juli 2020 den vorläufigen Spielplan für die Landesligen und Landesklassen.

Allerdings findet am 3. August 2020 (18:30 Uhr) im Rossauer Dorfgemeinschaftshaus noch der Staffeltag statt. Dort haben die Mannschaften noch die Möglichkeit, Änderungen im gegenseitigen Einvernehmen vorzunehmen, so dass der finale Spielplan erst am Staffeltag festgelegt wird.

Die Volksstimme hat sich bei den Vereine über den Auftakt umgehört,

SV Medizin Uchtspringe

Das Auftaktprogramm des SV Medizin Uchtspringe hat es in sich. Am ersten Spieltag gastieren die Mediziner beim FSV Heide Letzlingen, die sich für die neue Saison viel vorgenommen haben und über viel Erfahrung verfügen. Zwei Wochen später empfängt Uchtspringe den 1. FC Lok Stendal II. Der Aufsteiger aus der Rolandstadt gilt als große Unbekannte der Liga und ist aufgrund der Oberliga-Mannschaft einfach sehr schwer einzuschätzen. Anschließend reist der Tabellendritte der Vor-Saison zum Rossauer SV. Der RSV wusste in der vergangenen Aufstiegs-Saison durchaus zu überzeugen und ist zweifellos keine Mannschaft, die man in irgendeiner Form unterschätzen sollte.

Nach dem Heimspiel gegen den SV Rot-Weiß Arneburg, geht es für die Mannschaft von Lars Reifke erneut in die Westaltmark - und zwar zum SV Eintracht Salzwedel. In der abgelaufenen Saison feierte Uchtspringe ein wahres Schützenfest an der Jeetze und gewann mit 4:0. Ob eine Wiederholung möglich ist, wird man am 19. September sehen. Spätestens nach diesem Spiel werden die Mediziner wissen, wo die Reise in dieser Saison hingeht und an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss. Am 17. Oktober geht es dann mit einem Heimspiel gegen den freiwilligen Landesliga-Absteiger vom Möringer SV weiter.

Trainer Lars Reifke:

„Auf dem Papier sieht der Spielplan aus unserer Sicht sehr ausgewogen aus. Wie es denn auf dem Platz aussieht, muss man sehen. Im Vergleich zur letzten Saison, wo wir zu Beginn gleich den FSV Saxonia Tangermünde und den SV Eintracht Salzwedel vor der Brust hatten, sieht es dieses Mal nicht so gefährlich aus. Letztlich ist es aber so, dass in der Landesklasse jeder jeden schlagen kann. Der FSV Heide Letzlingen ist körperlich stark und dynamisch. Gerade in Letzlingen ist es immer unangenehm. Stendal II ist natürlich eine kleine Wundertüte, die schwer einzuschätzen sind. Der Rossauer SV ist ebenfalls sehr unangenehm. Auf dem kleinen Platz brennt sonntags die Hütte.“

Möringer SV

Der Möringer SV musste im Sommer einen großen Aderlass hinnehmen, weshalb der Umbruch und der Rückzug in die Fußball-Landesklasse unumgänglich waren. Deshalb wird es für den MSV in dieser Saison erst einmal darum gehen, sich als Mannschaft zu finden und zu stabilisieren. Die Möringer starten mit einem Heimspiel in die neue Spielzeit und empfangen zunächst den Kreveser SV. Zwei Wochen später gastiert die Mannschaft von Tim Neffe beim SV Germania Tangerhütte, ehe die Möringer am 5. September den Staffelmitfavoriten vom SV Liesten 22 zum Tanz bitten.

Nach zwei - auf dem Papier - machbaren Gegnern, wird das Heimspiel gegen Liesten die erste richtige Standortbestimmung sein. Letztlich kann man aus Sicht des MSV nur hoffen, dass das Spiel gegen Liesten gut läuft. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Anschließend folgen ein Gastspiel beim Osterburger FC und das Heimspiel gegen TuS Wahrburg. Damit haben die Möringer bereits früh die drei großen Staffelfavoriten vor der Brust. Viel einfacher wird es danach auch nicht. Es folgt ein Auswärtsspiel beim kampfstarken Aufsteiger SV Grün-Weiß Potzehne, ehe man am 17. Oktober den SV Medizin Uchtspringe empfängt. Die Möringer werden zweifellos schon früh in der Saison wissen, wo die Reise am Ende hingeht.

Trainer Tim Neffe:

„Mit dem Saisonstart gegen Krevese und in Tangerhütte haben wir zumindest zwei Mannschaften vor uns, die zuletzt nicht unbedingt im oberen Drittel der Tabelle angesiedelt waren. Wenn man nur das Papier betrachtet, hätte es uns schlimmer treffen können. Die drei darauffolgenden Partien gegen Liesten, in Osterburg und gegen Wahrburg sind dann drei wirklich harte Brocken. Liesten zählt seit Jahren zu den spielstärksten Mannschaften der Liga und Osterburg hat in der Vorbereitung tolle Ergebnisse gegen Lok Stendal und Bismark erzielt. Da gilt es abzuwarten, ob sie diese Frühform in die reguläre Saison transportiert bekommen. Mit dem Heimspiel gegen Wahrburg steht dann noch ein echtes Derby auf dem Programm. Unser Ziel muss es sein, die Heimspiele möglichst erfolgreich zu gestalten und auswärts immer wieder Akzente zu setzen sowie ein paar Zähler zu entführen.“

Kreveser SV

Der Kreveser SV startet schon eine Woche früher in die Pflichtspiel-Saison. Im Halbfinale des Altmark-Strom-Pokal der Stendaler Stadtwerke gastiert der KSV beim Landesliga-Aufsteiger FSV Saxonia Tangermünde. Bereits nach diesem Spiel, wird die Hansens-Elf genau wissen, wo sie steht und woran sie in den sieben Tagen bis zum Ligastart beim Möringer SV noch arbeiten muss. Weil die Kreveser am zweiten Spieltag spielfrei sind, geht es für die Männer vom Gänseberg erst am 5. September, wo man beim MTV 1880 Beetzendorf gastiert, weiter.

Am 4. Spieltag bestreitet die Mannschaft von Holm Hansens dann auch endlich ihr erstes Heimspiel der neuen Saison und bittet den FSV Heide Letzlingen zum Tanz. Nach einem weiteren Heimspiel gegen den SV Germania Tangerhütte, wartet auf die Kreveser der erste sehr schwere Brocken dieser Liga. Nachdem der SV Liesten 22 in der vergangenen nur hauchdünn am Aufstieg scheiterte, zählt die Mannschaft von Michael Piotrowski auch in dieser Saison wieder zu den Staffelfavoriten. Nach diesem Spiel dürfte eigentlich schon klar sein, in welche Richtung es für den Kreveser SV in dieser Saison geht.

Trainer Holm Hansens

„Naja, wir haben ja die blöde Situation, dass das Wochenende nach dem Saisonstart spielfrei ist und wir danach aufgrund der 15er Staffel auch ein spielfreies Wochenende haben. Das heißt, es wird dann schwer, in den Rhythmus zu kommen. Da muss man aufpassen, dass man den fehlenden Punkten nicht gleich hinterher rennt. Ich glaube, dass das die größte Herausforderung wird.“

SV Germania Tangerhütte

Der SV Germania Tangerhütte will auch in dieser Saison den Klassenerhalt schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen gerade diese Spiele gegen die direkten Konkurrenten erfolgreich gestaltet werden. Bereits ein Blick auf den Spielplan genügt, um zu erkennen, wie wichtig es deshalb ist, auf dem Punkt fit zu sein. Nach dem Gastspiel bei der Spielvereinigung Lok Jerichow, empfangen die Germanen zwei Wochen später den Möringer SV, der aktuell auch noch nicht weiß, wo er steht. Weil Tangerhütte am dritten Spieltag spielfrei sein wird, geht es erst am 12. September weiter. Dort empfängt die Mannschaft von Jürgen Dobberkau den MTV Beetzendorf, ehe es eine Woche später zum Kreveser SV geht.

Es wird also deutlich, dass gerade die ersten Wochen schon sehr entscheidend sein können und auch werden. Danach werden die Gegner nämlich nicht leichter. Nach dem Heimspiel gegen den FSV Heide Letzlingen, geht es am 17. Oktober mit einem weiteren Heimspiel gegen den SV Liesten 22 und eine Woche später mit einem Gastspiel beim Osterburger FC weiter. Es wäre also vom Vorteil, wenn man sich bereits in den ersten Wochen das nötige Selbstvertrauen holt.

Trainer Jürgen Dobberkau

„Ich denke, dass wir auch in dieser Saison eine Mannschaft sind, die sich mit dem Abstiegskampf beschäftigen muss. In der letzten Saison gab es zwei Teams, die schwächer waren als wir. Jetzt wo Gardelegen II raus ist, muss man natürlich sehen, wie sich Potzehne verkauft. Am ersten Spieltag geht es dann gleich gegen Jerichow. Man muss also nicht lange Drumherum reden. Es wäre schon sehr wichtig, dass wir mit einem Sieg starten. Dann kommt Möringen, die schwer einzuschätzen sind. Sie sind zwar abgestiegen, verfügen aber dennoch weiter über viel Qualität und sollte man deshalb auch nicht unterschätzen. Ich finde es in diesem Jahr allgemein sehr kompliziert, weil viele Mannschaften einige personelle Veränderungen vorgenommen haben.“

SV Rot-Weiß Arneburg

Der SV Rot-Weiß Arneburg startet mit einem kleinen Mammutprogramm in die neue Saison. Bereits am 8. August steht für die Arneburger das erste Pflichtspiel an. Im Halbfinale des Altmark-Strom-Pokals der Stendaler Stadtwerke gastiert der RWA bei der SpG FSV Havelberg/Empor Kamern. Gleich am ersten Spieltag empfängt das Team von Philipp Dieckmann den Geheimfavoriten auf den Staffelsieg. Der Osterburger FC hat sich zuletzt gut verstärkt, verfügt über eine junge sowie motivierte Truppe und zeigte in der Vorbereitung bereits, dass man mit ihr rechnen muss.

Zwei Wochen danach geht es für die Arneburger gegen den TuS Wahrburg, die für viele Kenner der Staffelfavorit schlechthin ist. Nach dem Gastspiel beim Aufsteiger SV Grün-Weiß Potzehne, geht es mit einem weiteren Auswärtsspiel beim SV Medizin Uchtspringe weiter. Anschließend empfangen die Rot-Weißen die Oberliga-Reserve des 1. FC Lok Stendal und dann geht es auswärts gegen den Rossauer SV. Spätestens nach diesem Spiel wird der SV Rot-Weiß Arneburg dann wissen, wo die Reise ungefähr hingeht.

Trainer Philipp Dieckmann

„Unser Auftaktprogramm bietet natürlich gleich zum Anfang sehr schwere Spiele. Am ersten Spieltag empfangen wir Osterburg. Wenn man sich die aktuellen Testspielergebnisse anschaut, ist der OFC in einer sehr guten Frühform. Die größte Verstärkung ist natürlich der neue Trainer, der die Spieler nochmal auf ein neues Level bringen wird. Der OFC kann eine Überraschung in der neuen Saison werden. Am zweiten Spieltag treten wir gegen TuS Wahrburg an und da muss man nicht viele Worte verlieren. Vom Papier her Staffelfavorit Nummer eins. Am dritten Spieltag empfangen wir Potzehne. Das sind immer sehr kampfbetonte Spiele. Potzehne ist eine Mannschaft, die über Kompaktheit sowie Teamgeist kommt und so die eine oder andere Mannschaft ärgern wird.

Am vierten Spieltag geht es gegen Medizin Uchtspringe. Nicht umsonst stand die Mannschaft letztes Jahr im oberen Drittel. Mit Brinkmann in der Offensive sind sie immer brandgefährlich und defensiv steht die Mannschaft auch sehr gut. Das wird ein Spiel, in dem die Tagesform entscheidet. Lok Stendal II ist schwierig einzuschätzen, weil es immer davon abhängig sein wird, was die erste Mannschaft herunter geben wird. Trotzdem kann man eine spielstarke und taktisch gut ausgebildete Mannschaft erwarten. Mit den jungen Spielern aus der A- Jugend ist es natürlich eine dynamische Truppe, die offensiven Fußball spielen wird. Zu Rossau muss ich sagen, dass das zweite Jahr als Aufsteiger das schwierigere Jahr wird. Besonders zu Hause - auf dem kleinen, engen Platz und den lautstarken Fans - wird es für jede Mannschaft trotzdem schwer, dort zu bestehen. Für uns wird sich nach den sechs Spielen zeigen, in welche Richtung es geht. Wichtig wäre es, mit einem Sieg zu starten, um gleich ein positives Gefühl zu haben und sich eventuell eine kleine Serie zu erarbeiten.“

Osterburger FC

Der Osterburger FC ist in der kommenden Spielzeit der Geheimfavorit auf den Staffelsieg. Zwar wurde zuletzt das Testspiel gegen den FSV Saxonia Tangermünde deutlich verloren, doch davor gab es auch schon ein Remis gegen den 1. FC Lok Stendal und ein Sieg gegen TuS Schwarz-Weiß Bismark. Die Biesestädter reisen zum Auftakt zum SV Rot-Weiß Arneburg. Zwei Wochen später steht auch schon das erste Heimspiel gegen den SV Eintracht Salzwedel 09 an. Nach dem Gastspiel bei der SV Lokomotive Jerichow, geht es mit einem Heimspiel gegen den Landesliga-Absteiger Möringer SV weiter. Am fünften Spieltag ist der OFC spielfrei, während es eine Woche später zu Hause gegen den MTV Beetzendorf geht. Insgesamt meint es der Spielplan gut mit den Osterburgern. Der Saisonstart scheint sehr ausgewogen.

Trainer David Rose

„Wir wollen nach der für uns langen Vorbereitung - wir haben ja schon frühzeitig angefangen - einen guten Start hinlegen und das unabhängig vom Gegner. Wir wollen jedes Spiel genießen, weil ja alles noch ziemlich in der Schwebe ist. Wir freuen uns aber, dass es endlich wieder um Punkte geht. Ich habe damals mal gesagt, dass ich jedes Spiel spiele, um es zu gewinnen und so wollen wir auch auftreten - auch wenn wir wissen, dass das nicht immer klappen wird. Das hat ja zuletzt unser Test gegen Tangermünde gezeigt. Wir sind aber trotzdem frohen Mutes.“

Rossauer SV

Allgemein wird immer behauptet, dass das zweite Jahr nach dem Aufstieg immer das schwierigere Jahr ist. Der SSV 80 Gardelegen, der in der zweiten Landesliga-Saison in die Verbandsliga aufgestiegen ist, widerlegt diese These allerdings. Letztlich ist es so, dass der RSV in der vergangenen Saison durchaus zu überraschen wusste. Die Mannschaft von Christian Schulze war nicht nur zu Hause stark, sondern wusste auch auswärts zu überzeugen. Der SV Eintracht Salzwedel wird dem sicher zustimmen. Letztlich ist es aber so, dass die Rossauer auf ein sehr schwieriges Auftaktprogramm blicken. Gleich zu Beginn trifft die Mannschaft von Christian Schulze auf den großen Staffelfavoriten aus Wahrburg. Zwei Wochen später reist der RSV zum Aufsteiger SV Grün-Weiß Potzehne, die über eine erfahrene und zweikampfstarke Mannschaft verfügen.

Nach dem zweiten Heimspiel gegen den SV Medizin Uchtspringe, geht es am vierten Spieltag dann gegen die Oberliga-Reserve des 1. FC Lok Stendal, wo niemand so richtig weiß, was einen erwartet. Letztlich weiß man nie, wer aus der A-Jugend oder der ersten Herrenmannschaft dabei ist, weshalb es schwierig ist, sich auf die Eisenbahner vorzubereiten. Spätestens nach dem Gastspiel in Letzlingen und dem Heimspiel gegen Arneburg, kann man schon so ungefähr abschätzen, wo die Reise in dieser Saison hingeht und an welchen Stellschrauben in der anschließenden dreiwöchigen Liga-Pause gedreht werden muss.

Trainer Christian Schulze

„Unser Saisonstart hat es ganz schön in sich. Von den ersten fünf Saisonspielen haben wir zwei Heimspiele. Zu Erst treffen wir auf Wahrburg und am dritten Spieltag auf Uchtspringe. Gegen beide Mannschaften haben wir unsere Spiele in der letzten Saison deutlich verloren. Dementsprechend wird es in dieser Saison nicht einfacher. Auswärts treffen wir zu Erst auf die beiden Aufsteiger und auch das wird nicht einfach. Im Gegenteil, weil beide Teams nach dem Aufstieg sicher noch euphorisch sein werden und wissen, was nötig ist, um die Klasse zu halten. Auch in Letzlingen wird es verdammt schwer. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nach dem Start nicht ganz unten wiederfinden. Wir hoffen, dass wir aus den Spielen einiges mitnehmen können.“

Die Befragungen des TuS Wahrburg und des 1. FC Lok Stendal II folgen.