Stendal l Steht doch die Mannschaft von Trainer Jörn Schulz mit vier Zählern auf dem fünften Tabellenplatz. Coach und Mannschaft können das bisher Erreichte sicher gut einordnen und werden nicht gleich in große Euphorie schwelgen. Die Zähler sind aber erst einmal eine ordentliche Basis.

Platzverweis mit Folgen

Wie schon im ersten Spiel bei Blau-Weiß Berlin gab es eine spielentscheidende Szene, die den Verlauf sicher maßgeblich beeinflusste. Nach 38 Minuten musste Torgelows Kapitän Mateusz Sobolczyk nach einer rüden Attacke gegen Niclas Buschke mit glatt Rot vom Feld. „Mit der roten Karte haben wir mehr Sicherheit, mehr Selbstvertrauen und mehr Räume bekommen. Die Jungs haben es danach genau richtig gemacht. Sie sind nicht wild angelaufen und nervös geworden. Wir haben versucht unseren Spielstil, den wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, weiter durchzusetzen. Ich denke die Jungs haben das gut gemacht in der zweiten Halbzeit, haben die Ruhe behalten, zwei schöne Tore erzielt und am Ende in Überzahl auch verdient gewonnen“, so Lok-Trainer Jörn Schulz auf der Pressekonferenz.

Sein Gegenüber Asma Ekrem gratulierte sehr fair zum Erfolg: „Ich glaube das Resultat geht in Ordnung. Ich finde das wir viel gemacht haben, um dieses Spiel zu verlieren. Wir waren eigentlich gut im Spiel, meiner Meinung nach sogar die bessere Mannschaft und dann macht unser Kapitän so eine riesen Sache.“

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Auch die Vorraussetzungen vor der Partie liefen nicht günstig für den Gast, der erst einmal fünf Stunden brauchte, um in die Altmark zu kommen. Ein Stau hatte Torgelow aufgehalten, sodass die Gäste erst 13.37 Uhr im Hölzchen eintrafen. Zudem fehlten dem TFC noch ein paar Stammspieler.

Trotz all dieser Umstände kamen die Kicker aus Mecklenburg-Vorpommern gut rein in die Begegnung und besaßen die besseren Gelegenheiten, bis zu der Szene die zum Feldverweis führte und dem Match die Wende gab. Trotzdem standen die Gäste zunächst, trotz Unterzahl, weiter sicher.

„Als Klimko verletzt raus musste, hatte ich kein gutes Gefühl mehr. Man hat da nur noch gewartet, wann fällt das 1:0. Nach dem 2:0 lässt man die Köpfe hängen, durch die Umstände von heute“, analysierte Gästecoach Asma Ekrem weiter.

Lok hat noch Potenzial

Das trotz der vier Punkte gegen zwei sehr starke Gegner noch nicht alles rund gelaufen ist, hat auch Trainer Jörn Schulz gesehen, besonders im ersten Abschnitt. „Torgelow stand gut, hatte die besseren Umschaltmomente. Wir kamen nicht in die Endzone und konnten uns keine Chancen heraus spielen“, so Schulz.

Erfreulich aus Stendaler Sicht war, dass Neuzugang Denis Neumann trotz Verletzung, es besteht weiterhin Verdacht auf einen Bänderriss, auf die Zähne biss und mit dem 2:0 den Big Point setzte. „Wir haben gut gestanden. Wir waren ein Team. Das hat in Wernigerode gefehlt, um weiterzukommen.Heute war es ganz wichtig, dass wir die drei Punkte holen und das Hölzchen wieder zur Festung machen“, sagte Neumann nach der Partie.