Stendal l Der 1. Spieltag ist gleich dreigeteilt. Am Freitag, das Eröffnungsspiel, und am Sonnabend sowie Sonntag finden jeweils drei Spiele statt.

Das Eröffnungsspiel

Ab 18.30 Uhr stehen sich im Derby Germania Klietz und Preussen Schönhausen gegenüber. Es hat wie alle anderen Nachbarschaftsderbys eine gewisse Brisanz und die Zuschauer können sich auf ein Spektakel freuen. Doch bei den Klietzern herrscht Personalmangel. „Wir haben viele Ausfälle durch Sperren, Verletzungen und Urlaub“, ist Germania-Coach Sören Stamer nicht gerade erfreut. Dennoch macht er Mut: „Wir versuchen für Freitag eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen.“

Aber auch Kontrahent Schönhausen hat einige personelle Probleme. So werden Sandro Tessmer, Florian Flehmer, John Riedel und wahrscheinlich auch Carlos Hoffmann aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zur Verfügung stehen.

Aber Schönhausen lechzt nach Revanche. „Wir haben etwas gut zu machen, denn Klietz ist letzte Saison immer als Sieger vom Platz gegangen und das soll sich jetzt ändern. Ich werde die Jungs versuchen richtig einzustellen und dann werden Wir hoffentlich drei Big-Points mit nach Hause nehmen“, zeigt sich Schönhausens Trainer David Leue vor dem heißen Derby kämpferisch.

Sonnabend-Partien

Da kommt es gleich zum Topspiel der vergangenen Saison. Die SG Havelberg/Kamern empfängt Eintracht Lüderitz. Beide Mannschaften duellierten sich bereits in der Vorwoche im Altmark-Strom-Pokal der Stadtwerke Stendal und da hatten die Domstädter knapp mit 2:1 diese Nase vorn.

Es war für SG-Trainer Dennie Lindholz ein gelungenes Debüt als Neuer an der Linie. Im Gegensatz zum Pokalspiel wird es bei den Gastgebern einige Änderungen in der ersten Elf geben, „da Stammspieler wieder aus dem Urlaub zurückkehren“, so Lindholz. Er erwartet von seiner Mannschaft, dass „sich der Spielfluss verbessert und wir dadurch mehr vom Spiel haben. Natürlich wollen wir die ersten drei Punkte eingefahren“, erklärte Lindholz weiter.

Berkau empfängt Post Stendal

Für die KSG Berkau kommt ein unbequemer Gegner drauf zu. Im Jahnstadion gibt der Post SV Stendal seine Visitenkarte ab. Bereits in der vergangenen Saison lieferten sich beide Teams immer packende Duelle und mit dem besseren Ende für die Röxer. Aber Neu-Coach Ole Junghans relativiert und sagt: „Wir stecken in einem extremen Umbruch im Verein. Im letzten Jahr eine neugegründete Zweite, diese Saison knapp zehn Abgänge in der Ersten. Nun ein Neustart mit Spielern aus der Zweiten, vier Neuzugängen und nach und nach A-Juniorenspieler. Da zählt die Statistik der vergangenen Jahre wenig.“

Für die KSG ist es „ein ganz ganz schwieriges Spiel“, sagt Coach Stefan Rabe. Der muss nämlich auf seinen Toptorjäger Andreas Duhm verzichten, der verletzt ist. Dazu fällt der Stammkeeper aus und weitere zwei Stammspieler. Dennoch zeigt sich Rabe zuversichtlich: „Wir wollen mit einem positiven Ergebnis starten und strebe zu Hause einen Sieg an. Ein Punkt ist aber Minimum.“

Im dritten Spiel des sonnabends empfängt Absteiger SV Grieben 47 die SG Bismark/Kläden. Die Gastgeber haben eine schwere Saison hinter sich und müssen erstmal sehen wo sie stehen. „Wir brauchen positive Ergebnisse. Die Vorbereitung war schon recht ordentlich, auch der Sieg im Pokal war wichtig für uns. Wir freuen uns jetzt auf die neue Saison“, sagt Griebens Thomas Eckstedt.

Für die SG lief die Vorbereitung nicht optimal, aber „wir wollen gerne was mitnehmen, was sehr sehr schwierig wird“, sagt SG-Trainer Jens Knoblich.

Sonntagspartien

Der Sonntag wird mit dem Stadtduell zwischen dem 1. FC Lok Stendal II und dem TuS Wahrburg II eröffnet. Die Gastgeber haben zehn neue Spieler in ihren Reihen, die erstmal integriert werden müssen. Dennoch zeigt sich Lok-Coach Martin Obst zuversichtlich. „Wir haben wirklich gute Jungs in unseren Reihen und ich bin von jedem einzelnen überzeugt. Wir werden alles daran setzen, das Spiel für uns zu entscheiden. Aber das wird Wahrburg auch tun“, so Obst.

Auch Wahrburgs Trainer Alexander Rehmer ist von seiner Mannschaft überzeugt: „Ich glaube, dass meine Jungs an einem guten Tag jeden schlagen können.“ Es dürfte ein Derby mit viel Brisanz werden.

Blau-Gelb Goldbeck bekommt es mit Blau-Weiß Gladigau zu tun. Die Gäste verhinderten in der Vorsaison knapp den Abstieg und sind klarer Außenseiter. Die Blau-Gelben haben ihr Pokalspiel gegen Klietz gewonnen und „so wollen wir jetzt auch in die Liga starten und die drei Punkte einfahren“, so Coach David Rose.

Last but not least erwartet Aufsteiger Preußen Dobberkau den Schinner SV Eintracht. Die Vorbereitung der Eintracht lief alles andere als optimal, was bei diesem Aderlass auch verständlich ist. Es bleibt abzuwarten, wie Gordon Besa sein Team aufstellt und wie weit das Pokalspiel gegen die eigene Reserve noch in den Knochen der Spieler steckt.