Stendal l Nach der 1:2-Niederlage beim bis dato Tabellenschlusslicht Charlottenburger FC Hertha 06 bleibt der 1. FC Lok Stendal in der Fußball-Oberliga, Staffel Nord, weiter mit drei Punkten im Tabellenkeller auf Rang 14 hängen.

Damit ist der im altmärkischen Lager erhoffte Befreiungsschlag am Sonntag missglückt.

„Es war eine völlig unnötige Niederlage“, ärgerte sich Lok-Trainer Jörn Schulz nach der Partie. Er sagte weiter: „Im Grunde machten wir ein ganz ordentliches Auswärtsspiel, erarbeiteten uns einige Chancen und haben gut gegen den Ball gearbeitet.“

Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel: Charlottenburg hatte die starken Individualisten in den Reihen, gegen die Lok kämpferisch und kompakt gegengehalten hat.

Lok lässt Chancen liegen

Das große Dilemma bei den Altmärkern bleibt aber: Sie brauchen zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen. Auf der anderen Seite bekommen die Lok-Kicker leichtfertig die Gegentore. So entsprang auch die 1:0-Führung für Charlottenburg nach einem Standard: einem Freistoß. „Obwohl wir vor dem Spiel angesprochen hatten, dass Hertha gefährliche Freistöße schlagen kann“, ärgerte sich Schulz über die Szene in der ersten Halbzeit.

Nach dem Wechsel kam auch noch Pech dazu, als die Rolandstädter einen abgefälschten Ball durchließen und der CFC vorentscheidend 2:0 führte. Im Gegensatz vermochten es die Gäste nicht, ihre teilweise hundertprozentigen Chancen zu nutzen.

Anschlusstreffer fällt zu spät

Der Anschlusstreffer durch Denis Neumann fiel zu spät (79.), zumal die Gelb-Rote Karte gegen Steven Schubert (86.) nicht stimmungsaufhellend war.

„Dann verlierst du hier völlig unnötig so ein Spiel und die Enttäuschung ist groß, weil nach dem Spielverlauf musst du hier unbedingt etwas mitnehmen“, meinte Schulz.

So gab es letztendlich eine bittere 1:2 (0:1)-Niederlage, was für die Lok-Kicker die vierte Pleite im fünften Spiel bedeutet.

Damit verschaffte sich Lok keine frische Luft im harten Abstiegskampf.

Jetzt haben die Stendaler wenig Zeit, um über diese Niederlage nachzudenken. Der Fokus muss sich bereits auf den Sonntag (4. Oktober) richten. Dann ist der SC Staaken (gewann 3:0 gegen Torgelow) in Stendal zu Gast.