Stahnsdorf l In diesem Spiel war alles neu, der Gegner, frischgebackener Aufsteiger aus Brandenburg, der Spielort in Stahnsdorf und besonders zu betrachten, eine Stendaler Mannschaft mit vielen Fragezeichen versehen.

Stendal traf auf einen eingespielten Gegner, der vor lauter Aufstiegseuphorie auch den vergangenen Tagen nur so strotzte. Auch wenn der Trainer des RSV diesbezüglich abschwächend wirkte, alles andere, als ein Sieg gegen die Altmärker kam, auch für die Fans des RSV nicht in Frage.

Der RSV beginnt wie vermutet sehr offensiv und aggressiv. Die körperlich groß gewachsenen Stahnsdorfer gingen früh auf den Gegner und stören diesen permanent. Bereits in der elften Minute ging Dominik Kruska allein auf Bryan Giebichenstein zu, verzog aber. Dann hatte Stendal eine Chance, Maurice Schmidt wurde im Strafraum gelegt, der fällige Pfiff blieb jedoch aus.

Die Bemühungen der Heimmannschaft hatten Erfolg. In der 25. Minute bekam Lennart Buchholz nach einer langen Flanke von links den Ball im Strafraumeck. Er zog mit dem Außenrist ab und der Ball touchierte den linken Außenpfosten und schlug für Giebichenstein unhaltbar ein.

Stendal antwortete wütend. Allein zwischen der 26. und 27. Minute hatten die Altmärker zwei hochkarätige Chancen. Erst schlug Lukas Breda den Ball übers Tor, danach verzettelte sich Niclas Buschke im Strafraum. In der 25. Minute hätte jedoch Buchholz auf 2:0 erhöhen können. Wieder bekam der 22-Jährige nach einem Eckball eine Chance, doch mit seinem Schuss scheiterte er an Giebichenstein. Der Stendal-Keeper machte wenig später eine traumhafte Kombination des RSV zunichte, als er den Abschluss des freistehenden RSV-Torjägers Julian Rauch noch parierte. Kurz darauf zeigte er die dritte starke Parade innerhalb kürzester Zeit, Tim Schönfuß scheiterte am starken Stendaler Keeper.

Doch in der 38. Minute war es dann geschehen, Dima Ronis drückte eine Flanke von Dominik Kruska mit der Brust über die Linie (2:0), das war eine Vorentscheidung.

Stendals Trainer änderte die Ausstellung zur zweiten Halbzeit. Das Stendaler Spiel bekam einen anderen Anstrich, ohne jedoch vorerst zu Chancen zu kommen. In der 55. Minute bekam Schmidt einen Ball von Buschke, verzog diesen jedoch. Wenig später schoss Schmidt das Leder links am Tor vorbei.

Kurz vor Schluss gab es dann doch noch Ergebniskosmetik: Nach Pass von Johannes Mahrhold bekam Buschke das Leder und drückte es über die Linie.

Fazit: Hätte Lok eher begonnen, mehr Druck auf die Heimmannschaft auszuüben, und nicht nur in den letzten zehn Minuten, wäre vielleicht doch noch etwas drin gewesen. So musste die Altmärker, wie bereits im Auftaktspiel der vergangenen Serie, mit einer Niederlage nach Hause fahren.

Loks-Trainer Jörn Schulz meinte nach dem Spiel: „Es ist nicht gelungen, den erforderlichen Druck aufzubauen. In der zweiten Halbzeit lief das Spiel besser für uns, aber auch da wurden die Chancen nicht genutzt. Wir haben jetzt 14 Tage Zeit, an den Defiziten zu arbeiten.“

RSV Eintracht 1949: Daniel Hemicker, Tim Schönfuß, Lennart Buchholz, Dominik Kruska, Chris David Ring, Dwayne Bensch, Torben Neubauer (79. Tobias Lietz), Dima Ronis (68. Luca Krüsemann), Felix Kausch, Yannic Heinze, Julian Rauch (90. Marcus Stachnik) - Trainer: Patrick Hinze - Trainer: Daniel Schuster - Trainer: Jörg Miekley

1. FC Lok Stendal: Bryan Giebichenstein, Johannes Mahrhold, Sebastian Hey, Marlon Schweda (47. Tim Kolzenburg), Felix Knoblich (46. Benjamin Bubke), Max Salge (87. Paul Schönburg), Maurice Pascale Schmidt, Lukas Breda (67. Tim Seidel-Holland), Martin Gödecke, Denis Neumann, Niclas Buschke - Trainer: Jörn Schulz

Schiedsrichter: Daniel Kresin (Leipzig) - Zuschauer: 285

Tore: 1:0 Lennart Buchholz (25.), 2:0 Dima Ronis (38.), 2:1 Niclas Buschke (89.).