Beetzendorf l Der SSV 80 Gardelegen hat nach einem glanzvollen 4:0-Erfolg im Finale gegen den SV Eintracht Salzwedel 09 den Hallensupercup des KFV Altmark West in Beetzendorf gewonnen. Nach insgesamt über fünf Stunden Spielzeit stand damit der verdiente Sieger fest. Während sich 2018 noch die Eintracht mit 2:0 durchsetzte, konnte diesmal der Landesligist jubeln. Dritter wurde der SV Liesten 22.

Gruppe A

In der Gruppe A ging der Titelverteidiger SV Eintracht Salzwedel als großer Favorit ins Turnier und wurde dieser Rolle auch absolut gerecht. Nach vier Siegen aus vier Spielen war der Mannschaft von Helge Kietzke der erste Platz nicht mehr zu nehmen.

Etwas spannender war dahingehend der Kampf um das zweite Halbfinalticket. Der Kreisoberligist FSV Eiche Mieste holte sieben Punkte aus den ersten drei Spielen, weshalb die Niederlage gegen die Salzwedeler Eintracht gar nicht mehr weh tat. Zudem konnten sich die Eichen auf etwas Schützenhilfe aus Lindstedt verlassen.

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Vor dem letzten Gruppenspiel hatte Gardelegen II nämlich vier Punkte auf dem Konto. Folglich hätte ein sehr hoher Sieg tatsächlich noch zum Weiterkommen genügt. Weil die Pabst-Elf aber nicht über ein 2:2-Remis gegen den SV Wacker Lindstedt hinauskam, reichte es nur zum undankbaren dritten Platz.

Gruppe B

In der Gruppe B hätte im Vorfeld wohl kaum jemand erwartet, dass sich die Scheinert-Elf so souverän und vor allem mit maximaler Punkteausbeute durchsetzen wird. Hinzu kam ein Torverhältnis von 15:1.

Das zweite Halbfinalticket buchte indes der SV Liesten, was allerdings auch nicht so sehr überraschend kam. Die 22er taten sich zu Beginn schwer. Nach dem Remis zum Auftakt gegen den MTV Beetzendorf, konnte der SVL knapp mit 2:1 gegen Letzlingen gewinnen. Das anschließende 1:5 gegen Gardelegen tat vom Ergebnis sicherlich weh, hatte aber aufgrund des 4:0-Sieges über Jävenitz keinen Einfluss auf den weiteren Turnierverlauf.

Halbfinale

Nach einer kleinen Pause - in welcher Heinrich Piep, Axel Garz und Edgar Krug die Halbfinal-Auslosung des Kreispokals durchführten - ging es mit den Halbfinalpartien weiter.

Zunächst traf der SV Eintracht 09 auf den SV Liesten 22. Die Salzwedeler kamen etwas besser ins Spiel. Nachdem Malte Liestmann nach 49 Sekunden noch die Latte traf, machte es Luca Nowak in der dritten Minute besser und vollendete zum 1:0. In der Folge wendete sich das Blatt aber. Lukas Koneczek traf kurz vor dem Ende zum völlig verdienten 1:1, weshalb nun das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen musste. hier hatten aber dann die Salzwedeler die besseren Nerven auf ihrer Seite.

Wesentlich unspektakulärer verlief das zweite Halbfinale. Der FSV Eiche Mieste versteckte sich gegen den großen Favoriten aus Gardelegen nicht und führte in der dritten Minute plötzlich sogar mit 1:0. Martin Dippner traf komplett überraschend für den Kreisoberligisten. In der Folge wurde der SSV 80 Gardelegen jedoch immer stärker, baute immer mehr Druck auf und kam nur zwei Zeigerumdrehungen später zum verdienten Ausgleich durch Florian Scheinert. Dieser Treffer war der gewünschte Dosenöffner für die 80er, die nun deutlich befreiter aufspielten und das Spiel in der Folge zu ihren Gunsten drehten. Zweimal Sascha Gütte und Scheinert sorgten am Ende für den 4:1-Erfolg.

Spiel um Platz drei

Das anschließende Spiel um Platz drei fand nicht statt. Der Bronzerang wurde stattdessen direkt im Neunmeterschießen ermittelt. Der FSV Eiche Mieste begann mit dem ersten Schützen, geriet dabei aber direkt ins Hintertreffen. Der Neunmeter von Normen Gadiel verfehlte sein Ziel deutlich und rollte vorbei. Bessere Nerven zeigte stattdessen der SV Liesten und ging durch Marcin Galkowski in Front. Der FSV-Akteur Manuel Weis konnte anschließend zwar ausgleichen, doch Viktor Mateev brachte den SVL erneut in Front. Folglich war der Druck für Dominec Soeder beim letzten Neunmeter sehr groß - am Ende zu groß.

Finale

Anschließend stand das langersehnte Finale zwischen dem Titelverteidiger SV Eintracht Salzwedel 09 und dem SSV 80 Gardelegen auf dem Programm. Der Landesligist bestimmte vom Anpfiff weg die Szenerie und ging bereits nach 54 Sekunden durch Malek in Front. Wieder nur ein paar Augenblicke später ließ sich Maurice Bogdahn nicht zweimal bitten und erhöhte noch schöner Einzelaktion auf 2:0. Die Salzwedeler fanden zu keinem Zeitpunkt in diese Partie und machten insgesamt einfach zu viele eigene Fehler.

So war es für den SSV 80 insgesamt ein Leichtes, sich weitere Möglichkeiten zu erspielen und auch weiter nachzulegen. Am Ende sorgten dann noch Florian Scheinert und Sascha Gütte für einen eindrucksvollen 4:0-Finalsieg.