Stendal l Das war die zweite Saison-Niederlage, die Stendaler rutschen damit auf Tabellenplatz 13 ab. Vor diesem Spiel gab es aber bereits am Freitag bei Lok im Vereinscasino im Stendaler Hölzchen die ordentliche Mitgliederversammlung.

Versammlungsleiter Jörg Siebert begrüßte 46 Vereinsmitglieder, von denen 36 stimmberechtigt waren. Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit wurde gemäß der veröffentlichten Tagesordnung verfahren. Die im Einladungstext genannten Nachtragsbeschlüsse zur Satzungsänderung segnete die Mitgliederversammlung ab.

Nach Verlesen der Rechenschaftsberichte und des Kassenprüferberichtes wurde der Vorstand entlastet. Dem scheidenden Präsidenten Ulrich Nellessen wurde für seine elfjährige Tätigkeit an der Spitze des Vereins gedankt. Durch sein langjähriges Engagement gelang neben sportlichen Erfolgen auch die finanzielle Konsolidierung des Vereins.

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Nach einer Anpassung der Vereinssatzung im ersten Quartal 2020 möchte der 1. FC Lok Stendal Ulrich Nellessen die Ehrenpräsidentschaft verleihen.

Weise tritt in große Fußstapfen

Thomas Weise, der neu gewählte Präsident war persönlich verhindert, übersandte jedoch in Vorbereitung der Mitgliederversammlung eine Nachricht mit folgendem Inhalt: „Seit vielen Jahren sind meine Familie und ich Stammgast bei Heimspielen unserer 1. Männermannschaft. So habe ich es miterleben können, wie die Jungs sich Jahr für Jahr steigern konnten. Auch konnte ich sehen, wie viel Arbeit auf wenigen Schultern bei den Verantwortlichen geleistet wurde. Sowohl bei den Jugendtrainern, den Trainern der ersten und zweiten Mannschaft und den Vorstandsmitgliedern. Dort ist dringend Unterstützung angebracht und nicht nur in Form von Sponsoring, sondern auch in Form von Übernahme von Verantwortung.

Mit Lok Stendal verbindet sich auch meine ganz persönliche Geschichte. Mein leider schon verstorbener Schwiegervater, Dieter Karow, den „alten“ Stendalern auch als „Lusche“ bekannt, spielte viele Jahre erfolgreich für Lok. Als seine schwere Krankheit immer weiter voranschritt, war das Hölzchen immer ein Platz, an dem er sich wohl fühlte und zu Hause war. Daher bin ich bereit, mich zur Wahl als Vorstand zu stellen. Für meinen Schwiegervater, für Lok und für die Stadt Stendal, für die der Verein, diese Erfahrung habe ich schon oft gemacht, immer ein Aushängeschild in der ganzen Republik ist.“

0:2-Niederlage beim FC Strausberg

Sportlich hat es für Lok aber nicht geklappt. Die Elf von Trainer Jörn Schulz musste in Strausberg beim Vorletzten des Klassements eine durchaus vermeidbare 0:2-Niederlage hinnehmen.

Dabei fing die Partie vor 123 Zuschauern für die Altmärker nicht einmal schlecht an. Nach Vorlage von Maurice Pascale Schmidt hatte Niclas Buschke die dicke Chance zur schnellen 1:0-Führung. Der Offensivspieler der Stendaler schob den Ball aber nicht ins leere Tor, sondern nur an den Pfosten. Besser machten es die Platzherren, die ihre erste Möglichkeit rigoros durch Yildirim Kaan Bektas zur 1:0-Führung nutzten.

Dieser Gegentreffer brachte die Gäste aber noch nicht aus dem Konzept. Sie spielten weiter nach vorn und hatten durchaus ihre Möglichkeiten zum Ausgleich. Erst vergab Schmidt, der Ball ging nur knapp am Tor vorbei (24.), dann Buschke (Zweikampf im Strafraum) und schließlich Denis Neumann nach einer Ecke (32.). Als Buschke kurz vor der Pause den bereits seinen fünften Lok-Hochkaräter nicht in einen Treffer ummünzte, hieß es nach den ersten 45 Minuten 1:0 für Strausberg.

Strausberg effizienter

Auch nach dem Wechsel gab es einen analogen Spielverlauf. Strausberg erhöhte auf 2:0 und die Stendaler rannten diesen Rückstand hinterher. Da erneut beste Möglichkeiten vergeben wurde, traten die Lok-Kicker mit einer 0:2-Niederlage die Heimreise an.

FC Strausberg: Marvin Jäschke, Kenan Günaydin (21. Meric Bölükbasi), Luis Suter (85. Maximilian Hinz), Alexander Sobeck, Tim Falk, Pierre Vogt, Anton Hohlfeld (88. Ruben Pilumyan), Yildirim Kaan Bektas, Nima Behnejad, Mathias Reischert, Felix Angerhoefer - Trainer: Oliver Richter

Statistik

1. FC Lok Stendal: Bryan Giebichenstein, Johannes Mahrhold (56. Philipp Groß), Sebastian Hey, Patrick Baudis, Felix Behling, Martin Krüger, Maurice Pascale Schmidt, Steven Schubert (45. Lukas Breda), Tim Kolzenburg, Denis Neumann (82. Tim Seidel-Holland), Niclas Buschke - Trainer: Jörn Schulz

Schiedsrichter: Jacob Pawlowski (Berlin) -

Zuschauer: 123

Tore: 1:0 Yildirim Kaan Bektas (6.), 2:0 Meric Bölükbasi (52.)