Stendal l Der 20. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga bietet mal wieder ein Topspiel. Die Lüderitzer Eintracht empfängt Tabellenführer Rossauer SV.

Der Spitzenreiter vergab in der Vorwoche den ersten Matchball zum vorzeitigen Aufstieg. Um im Spiel in Lüderitz zu bestehen, muss sich beim RSV etwas ändern, das weiß auch Coach Christian Schulze. „Die Abstände untereinander, die Staffelung und das Pressing muss sich ändern. Und wenn der Kopf mitspielt, dann sollte es uns auch gelingen“, erklärt Schulze. Der kann im Tor auf seinen etatmäßigen Keeper Maik Iglodan zurückgreifen.

Lüderitzer sind motiviert

Die Gastgeber wissen, dass es nicht leicht wird „und mit Rossau kommt der nächste schwere Gegner zu uns“, sagte Lüderitz‘ Trainer Sven Stiewe bereits vor einer Woche. Aber die Lüderitzer brauchen sich keineswegs zu verstecken und verteidigten mit dem 4:0-Sieg den dritten Rang gegenüber Germania Klietz. „Man kann gegen Rossau auch Punkte holen, das hat man ja Sonntag gesehen“, sagt Stiewe weiter.

Ein Heimspiel hat wieder die SG Havelberg/Kamern und empfängt dazu den 1. FC Lok Stendal II. „Wir haben zuletzt gegen Schinne (6:0-Sieg, Anm. d. Redaktion) unsere beste Saisonleistung gezeigt und da wollen wir anknüpfen“, erklärt SG-Coach Gerd Marx.

Eigentlich könnten sie ja noch nach oben schielen, aber dies dementiert Marx und sagt: „Ich war ja auch schon einige Male Kreismeister und habe den Rossauern nicht umsonst schon gratuliert. Die werden das definitiv stemmen.“

Schafft Klietz die Trendwende?

Die Germania aus Klietz befindet sich zurzeit in einem kleinen Tief, zuletzt gab es zwei klare Niederlagen, die so wie es scheint, noch nicht aus den Kleidern geschüttelt wurden.

Das sieht auch Germania-Coach Sören Stamer so: „Wir müssen uns nach den beiden Pleiten erstmal wieder sammeln und Berkau hat im Moment eine ordentliche Serie.“ Stamer kann wieder auf die Dienste von Robert Kertz zurückgreifen, dafür steht Chris Matzke nicht zur Verfügung.

Remis als Ziel

Die Berkauer könnten mit einem Sieg, Klietz in der Tabelle überholen. Aber KSG-Coach Stefan Rabe warnt: „Wir haben uns in Klietz immer schwer getan. Auch wenn es personell bei den Gästen nicht so gut aussieht „peilen wir mindestens einen Punkt an. Dazu werden wir aus einer sicheren Defensive wieder Nadelstiche setzen“, so Rabe weiter.

Post Stendal in der Favoritenrolle

Wieder gegen einen Abstiegskandidaten geht es für den Post SV Stendal. Diesmal empfangen sie das Schlusslicht vom SV Krüden/Groß Garz. Von einer Favoritenrolle will Rico Goroncy, der zum letzten Mal Andreas Heiser an der Linie vertritt, nichts wissen. „Ich halte nichts von der Vergabe einer Favoritenrolle, wenn wir als Gastgeber unseren Plan nicht umsetzen können, dann haben wir es auch immer schwer. Das hat uns letzte Woche das Spiel gegen Gladigau gezeigt“, erklärt er und sagt weiter: „Ich erwarte wieder eine intensiv geführte Partie, wo wir natürlich den nächsten Dreier einfahren wollen.“

In der Vorwoche musste der SV Krüden/Groß Garz aufgrund von personellen Problemen das Spiel bei der KSG Berkau absagen. Auch „dieses Mal wird es eng“, sagt Co-Trainer Ingo Beneke.

Der Schinner SV Eintracht will „alles tun, um uns für das vergangene Spiel zu rehabilitieren und wollen zeigen, dass das ein Ausrutscher war“, erklärt SSV-Trainer Gordon Besa. Mit Goldbeck „treffen zwei angeschlagene Mannschaften aufeinander. Ich denke das wird ein Spiel auf Augenhöhe und es werden Kleinigkeiten entscheiden“, sagt Besa weiter.

Goldbecker ohne Druck in Schinne

Die Blau-Gelben aus Goldbeck gehen recht entspannt in das Spiel. „Wir fahren nach Schinne, um schon etwas mitzunehmen, aber wenn nichts bei rauskommt dann fahren wir wieder nach Hause und es hat sich nicht viel verändert“, erklärt Coach David Rose, der selbst nicht mitspielen kann. „Wir legen den Fokus bereits auf die kommende Saison und legen dazu die Weichen.“, so Rose abschließend.

Schönhausen fordert Bismark II/Kläden

Die Schönhausener vermiesten, „obwohl wir das eigentlich nicht wollten“, so Coach David Leue, dem RSV die Stimmung und gewannen verdient 3:2. Am Sonnabend geht es bereits um 13 Uhr gegen die SG Bismark II/Kläden, die mit dem 2:1-Erfolg über Goldbeck ihre Negativserie stoppte. „Wir müssen dort weitermachen, wo wir gegen Goldbeck aufgehört haben. Schönhausen kommt natürlich mit genügend Selbstvertrauen und gerade weil sie Rossau geschlagen haben, wird die Aufgabe für uns noch schwieriger“, erkennt SG-Coach Jens Knoblich die schwere der Partie an. In den SG-Kader kehrt Eric Bartsch wieder zurück.

Auf die Preussen kommt also ein gewappneter Gegner drauf zu. „Ich schätze die Arbeit von Jens Knoblich. Die Mannschaft hat bisher immer einen guten Ball gespielt und die letzten drei Jahre immer Platz zwei oder drei erreicht. An das letzte Auswärtsspiel erinnere ich mich nicht gerne zurück, da gab es ordentlich Haue (2:9-Niederlage, Anm. d. Red.). Trotzdem wollen wir natürlich dort die drei Punkte mitnehmen, dass ist mein Ziel und die Form meiner Mannschaft steigt von Spieltag zu Spieltag an“, sagte Preussen-Trainer David Leue.