Stendal l Vor 361 Zuschauern haben die Berliner abgezockter gespielt und am Ende verdient gewonnen. Am nächsten Wochenende können sie in der Begegnung gegen TeBe den Staffelsieg perfekt machen.

Konkurrenz punktet

Die Ergebnisse der Konkurrenz vor dem Spiel waren schon für die Altmärker nicht erfreulich: Staaken schlug Wismar 5:0 und Altlüdersdorf setzte sich völlig überraschend 3:1 beim klaren Favoriten und Rangzweiten TeBe durch. Das war natürlich für den Tabellenführer Lichtenberg eine Steilvorlage.

Kycek überzeugt

Dementsprechend motiviert begannen die Gäste. Goalgetter Philipp Grüneberg gab zu Beginn einige Warnschüsse ab. Er scheiterte aber noch am besten Stendaler: Torwart Lukas Kycek.

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In der zehnten Minute war aber auch Stendals Keeper machtlos. Nach Flanke von Ali Sinan nahm Thomas Brechler den Ball volley und knallte ihn unhaltbar in die Maschen. Schon allein dieser Angriffszug zeigte die ganze Klasse des Lok-Kontrahenten.

Danach hatte die Partie immer wieder eine Richtung. Lichtenberg spielte aus einer kompakten Abwehr sicher von hinten heraus. Die Gäste hatten klar Ballbesitzvorteile. Kurz vor der Pause glänzte Kycek noch zweimal und hielt seine Mannschaft im Spiel. Besonders seine Aktion gegen Brechler war herausragend. Den anschließenden Eckball, getreten von Grüneberg, verwertete David Hollwitz mit einem wuchtigen Kopfball jedoch zum 0:2 (43.).

Nach dem Wechsel wurde die Partie ausgeglichener. Lichtenberg suchte nicht mehr das unbedingte Risiko. Die Gäste waren bemüht, den Vorsprung über die Ziellinie zu retten. Stendals investierte mehr in den eigenen Angriff, ohne sich aber die ganz großen Chancen herauszuspielen.

Unmut über Entscheidungen des Schiris

Am Ende wurde die insgesamt faire Partie vom Schiri, der neunmal Gelb zog, etwas verpfiffen.

„Wir wollten uns nicht verstecken. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Aber schon der erste Treffer hat gezeigt, was da für Qualität beim Gegner ist. Das war stark gemacht, das muss man auch einmal anerkennen. Der Sieg von Lichtenberg war verdient“, zog-Lok-Trainer Jörn Schulz sein Fazit.

„Das Spiel war sicher kein Leckerbissen. Beide Mannschaften sind ordentlich in die Zweikämpfe gegangen, es gab insgesamt wenig Platz. Unser Sieg geht schon in Ordnung. Beide Tore von uns waren sehr gut herausgespielt“, erklärte Lichtenbergs Coach Uwe Lehmann nach den 90 Minuten.