Seehausen l In einem freundschaftlichen Handballvergleich hat Zweitbundesligist Handball Sport Verein (HSV) Hamburg am Sonnabendabend bei der SG Seehausen (Verbandsliga) einen ungefährdeten und erwarteten 43:19 (22:10)-Sieg eingefahren.

Testspiel wird sehr gut angenommen

Das Spiel in der Wischelandhalle verfolgten über 500 Zuschauer. Die fantastische Stimmung war kaum zu toppen. Handball in Seehausen, das ist immer ein Erlebnis.

Nach zweieinhalb Wochen Urlaub ist das Hamburger Team um Trainer Torsten Jansen seit vergangenen Montag wieder im Training und bereitet sich auf den Pflichtspielauftakt bei der TSV Bayer Dormagen (2. Februar) vor. Es folgen danach weitere 15 Spiele der Zweitbundesliga-Rückrunde.

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Zur Vorbereitung gehören auch zwei Testspiele. Am Freitag trat das Jansen-Team beim VfL Blau-Weiß Neukloster an und gewann 53:15 (30:8). Thies Bergemann war mit 13 Treffern bester Torschütze.

Am Sonnabend war der HSV dann in der Altmark, bei der SG Seehausen, zu Gast. Am gestrigen Sonntag spielten die Elbestädter beim Peugeot-Cup in Dessau. Höhepunkt der Vorbereitung ist das Testspiel gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel, der am 29. Januar (19.30 Uhr) Gast in der Sporthalle Hamburg ist.

Stimmung ist dem Anlass entsprechend

Zum Spiel in Seehausen: Schon ein halbe Stunde vor der Partie herrschte in der Wischelandhalle beste Stimmung. Die wurde noch getoppt, als beide Mannschaften bei entsprechendem Flair aufliefen. Auflaufkinder waren die weibliche Jugend D (für Hamburg) und die männliche Jugend D (für Seehausen).

Sofort nach Anpfiff wurde die Gäste geschockt, denn Christian Walenciak warf das 1:0 für die SG. Danach wurden die jederzeit fairen Hansestädter ihrer Favoritenrolle gerecht, warfen vier Tore in Folge. Patrick Knust gelang schließlich das 2:4 (8.). Bis zur Pause warfen die Altmärker insgesamt zehn Treffer, jedes Tor wurde von den Zuschauer frenetisch bejubelt. Hamburg führte vor dem Kabinengang 22:10.

SG verfehlt eigenes Ziel knapp

„Wir müssen das Ergebnis noch weiter ausbauen“, forderte HSV-Trainer Jansen zur Pause von seinen Schützlingen. Gesagt, getan. Hamburg legte noch eine Schippe drauf und spielte die konditionellen Vorteile aus. Dass die Gäste auch Spaß an der Partie hatten, war beim Jubel über ihr 40. Tor eindrucksvoll zu merken. Am Ende hieß es 43:19. Damit hatten die Altmärker ihr Ziel, 20 Tore zu werfen, nicht ganz erreicht, aber sie haben auch keine 50 Gegentreffer bekommen. Das war das zweite Ziel.

„Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Wir wollen über das Ergebnis nicht meckern. Wir haben Spaß gehabt, das hat man allen Spielern angesehen. Wir waren motiviert. Besonders in der ersten Halbzeit hatten wir mit einigen Pfostenwürfen Pech, aber insgesamt war es ein sehr schönes Spiel gewesen. Wir haben auch vom Gegner gute Kommentare gehört, es hat alles gepasst. Wenn manche Dinger von uns reingehen, dann wird es vielleicht enger. Ich hoffe natürlich, dass uns die Stimmung, die hier heute in der Halle geherrscht hat, auch in der Liga begleitet“, analysierte Seehausen Trainer Frank Leo die überaus gelungene Veranstaltung.

„Das war schon ein völlig anderes Spiel als gestern. Bei Seehausen haben einige Spieler Potenzial, sie müssen natürlich ihre athletischen Fähigkeiten etwas pflegen“, erklärte Jansen, der von der Kulisse überaus beeindruckt war, abschließend.