Mieste l Sogar zu einer sehr klaren. Die Männer der HSG Altmark West besiegten dabei in den eigenen vier Wänden den HV Lok Stenal überaus deutlich mit 35:24 (17:15).

Die Gastgeber kletterten im Klassement auf den fünften Platz, während die Ostaltmärker, die nach dem Match die Handballwelt nicht mehr verstanden, im Aufstiegskampf Federn lassen mussten und auf den vierten Platz abrutschten.

HSG führt zur Pause

Und die Gastgeber erwischten gleich einen Start nach Maß. Nach nur dreieinhalb Minuten führten sie nach Treffern von Kleist, Gürtler und Krause mit 3:0. Davon zeigten sich die Gäste aber unbeeindruckt. Bis zur achten Minute - Rosentreter hatte zum 4:4 getroffen - war alles wieder offen. Und ohnehin waren Rosentreter und auch der wuselige Krähe schlecht in den Griff zu bekommen. So blieb das Match über 7:7 (15.) und 11:10 (21.) eng, ehe die HSG-Männer zu einem kleinen Zwischenspurt ansetzten. Der brachte sie zunächst auf 13:11 (24.) und später auf 17:14 (29.) in Führung, doch die Gäste verkürzten zur Pause noch einmal durch Tembe auf 15:17. Alles war noch offen.

Gastgeber wie aus einem Guss

Doch was dann in den zweiten 30 Minuten passierte, glaubten wohl selbst die Stendaler und Coach Jörg Schulze nicht. Sie bekamen nämlich kein Bein mehr auf das Parkett und mussten tatenlos mit ansehen, wie sich die Gastgeber, angeführt von einem überragenden Texdorf, in einen wahren Rausch spielten. Zwar gelang Gercke gleich nach Wiederbeginn der 16:17-Anschluss, doch danach war der Ofen aus - und zwar komplett. Über zehn Minuten lang gelang den Gästen kein einziger Treffer mehr, wobei Kropf im HSG-Kasten auch wirklich alles wegfischte.

Offensiv drehten die Westaltmärker auch mächtig an der Uhr, jeder Versuch war praktisch ein Treffer, so dass sie in Minute 43 und dem Treffer von Texdorf aus dem 17:16 ein 24:16 machten. Auch auf der HV-Bank herrschte Ratlosigkeit. Keine Wechsel oder die Auszeiten halfen. Und irgendwie ergaben sich die Gäste auch ihrem Schicksal. Die fehlende Körpersprache verriet das eindeutig.

Die Hallenherren dagegen machten unaufhörlich weiter und gingen in Minute 54 erstmals mit zehn Treffern in Führung. Kleist besorgte das 31:21 per Siebenmeter. Der Rest war ein HSG-Schaulaufen vor den eigenen Fans.

Statistik

HSG Altmark West: Gutzeit, Kropf - Gürtler (2 Tore), Röscher (1), Günther (4), Teitge (1), Texdorf (9), Seiler (6), Kleist (8), Hesse (2), Krause (2).

Siebenmeter: 4/5.

Zeitstrafen: 3

HV Lok Stendal: Götzky, Vogel - Schumann (4), Gercke (3), Krähe (5), Hepper (1), Rosentreter (7), Tembe (2), Görnemann (2), Grimmer, Lemme, Ryssmann.

Siebenmeter: 1/2.

Zeitstrafen: 2