Stendal l Die HSG Osterburg empfängt den HV Lok Stendal zum Spitzenspiel. Außerdem bestreiten die gastgebende SG Seehausen und die HSG Altmark West ein regionales Derby. In der Osterburger Sekundarschulhalle duellieren sich bereits ab 15 Uhr Gastgeber und Spitzenreiter HSG (20:2 Punkte) und der Tabellenzweite HV Lok Stendal (17:5).

Die Kreisstädter müssen sich nach der durchaus überraschenden 29:31-Heimniederlage gegen die SG Seehausen erst einmal schütteln. Der Hieb hatte gesessen.

HSG selbstbewusst vor dem Derby

Im Kreisderby in der Sekundarschulhalle ist nunmehr die gastgebende HSG Osterburg der Favorit. Die Mannschaft hatte bereits ein Heimspiel und da das Team des Güsener HC mit 32:25 bezwungen. Da spielte sie mit einem etwas gebeuteltem Kader. HSG-Trainer Jürgen Stottmeister hofft, dass es diesbezüglich im Spitzenderby etwas besser aussieht. „Im Güsen-Spiel haben wir in den letzten zehn Minuten richtig guten Handball gespielt. Nun wollen wir auch den Sieg im Kreisderby, schließlich spielen wir zu Hause“, so Osterburgs Trainer.

Er hat sich, wie fast die gesamt Osterburger Mannschaft, am Sonntagnachmittag das Derby zwischen Stendal und Seehausen angesehen. Sein Kommentar: „Die Gastgeber haben das Spiel, in dem sie klar führten, praktisch fahrlässig aus der Hand gegeben.“

Dobberkau fällt weiter aus

Definitiv weiter fehlen wird den Hausherren Till Dobberkau (Handverletzung).

HSG-Kontrahent Stendal ist immer noch Rangzweiter, doch Haldensleben (16:6 Punkte) sowie Post SV Magdeburg (15:5) sind den Altmärkern nunmehr unmittelbar auf den Fersen.

Es bedarf einer echten Energieleistung und Konzentration über 60 Spielminuten, wenn sie den Osterburgern Paroli bieten wollen

SG Seehausen empfängt HSG Altmark West

Die Seehäuser haben sich nach dem Derbysieg gegen den HV Lok Stendal (31:29-Endstand) „auf jeden Fall Selbstvertrauen geholt“, erklärte SG-Coach Frank Leo. An diese Leistung gilt es nun am Sonnabend ab 17.30 Uhr gegen die HSG Altmark West anzuknüpfen. Besonders an die der zweiten Halbzeit. Dort hatten sich die Wischestädter in der Abwehr stabilisiert und auch im Angriff lief es besser.

„Wir werden so ähnlich wie gegen Stendal auch gegen Altmark West spielen“, ließ sich Leo vor dem Derby in der Wischelandhalle ein wenig in die Karten schauen. Er macht aber auch darauf aufmerksam, dass sie die beiden HSG-Toptorjäger, Philipp Seiler (67) und Maximilian Kleist (61), in Schach halten müssen.

Ansonsten herrscht zwischen beiden Mannschaften ein freundschaftliches Verhältnis, das in den 60 Minuten Spielzeit jedoch abgelegt wird.

SG mit Personalproblemen

Die Personalsituation ist bei den Gastgebern weiterhin angespannt. Der zuletzt stark aufspielende Linksaußen Daniel Cornehl befindet sich im Urlaub. So hofft Leo, dass die beiden angeschlagenen Christoph Nöring (Sprunggelenk) und Benjamin Mittag zurückkehren. Dass erneut Mathias Weber aushelfen wird, wie zuletzt in Stendal, ist zu bezweifeln.

Dennoch zeigt sich Leo frohen Mutes: „Wenn wir unsere eigenen Fehler abstellen, ist auch was möglich.“ Und mit einem vollen Erfolg feiert es sich auf der anschließenden Weihnachtsfeier natürlich am schönsten.

„Wir reisen mit dem nötigen Respekt nach Seehausen, müssen uns aber nicht verstecken. Zwar haben wir gegen Langenweddingen nicht das gezeigt, was wir können, doch auswärts haben wir bislang ganz gute Leistungen abgeliefert“, erklärte HSG-Übungsleiter Torsten Wagner. Fehlen werden bei den Gästen Philipp Gürtler sowie Chris Krause.