Stendal l Und der hat wieder ein packendes Derby zu bieten. Der HV Lok Stendal empfängt die SG Seehausen. Die HSG Osterburg bestreitet ein Heimspiel gegen den BSV 93 Magdeburg, dessen Spiel gegen den SV Langenweddingen aufgrund des Einsatzes eines unberechtigten Spielers gewertet worden ist.

HSG empfängt Schlusslicht

Die Biesestädter treffen am Sonnabend ab 17 Uhr auf den langjährigen Sachsen-Anhalt-Ligisten, der sich auf dem letzten Tabellenplatz (0:4 Punkte) befinden. Er ist also im Zugzwang und sicherlich brandgefährlich.

Nach der 24:28-Derbyniederlage in Seehausen belegt die HSG derzeit mit 2:2 Punkten den 7. Tabellenplatz. Natürlich möchte sie gegen den BSV die Niederlage vom vergangenen Sonntag vergessen machen.

„Wir waren bei der Niederlage in Seehausen nicht auf Derby-Niveau. Im Angriff fehlte der Druck. Das Spiel ist abgehakt, gegen den BSV soll ein Sieg her“, so HSG-Co-Trainer Philipp Kiebach. Sein Team hat jedoch wieder einige Spieler-Ausfälle zu beklagen. Das betrifft Sebastian Papendiek, Florian Skorz, Till Dobberkau, Niklas Reichert und Philip Krahnert.

SG Seehausen will den Schwung mitnehmen

Das erste altmärkische Derby der Saison hat die SG Seehausen (8./2:2) in der Vorwoche gegen Osterburg für sich entschieden. „Der Sieg tat richtig gut, auch für den Kopf. Nach der Niederlage in Langenweddingen können wir beruhigter und mit gehobenem Kopf nach Stendal fahren. Wir freuen uns auf das Spiel“, sagte Seehausens Trainer Frank Leo.

In der Saison 2019/20 kam es zwischen beiden Mannschaften nur zu einem Aufeinandertreffen. Am 1. Dezember 2019 zogen die Wischestädter beim 31:29-Sieg noch den Kopf aus der Schlinge, denn sie lagen in Abschnitt zwei mit 15:20 in Rückstand. Aber eine bärenstarke Schlussphase bescherte ihnen letztendlich den Derbysieg. Den soll es, wenn es nach Leo geht, auch am Sonntag geben. „Wir hatten gegen Osterburg eine starke Abwehrarbeit und wollen mit unserem Tempospiel den Sieg holen“, so Leo weiter. Ein Mittel, das gegen die HSG bestens funktionierte, waren die passgenauen Bälle von Torwart Christopher Nöring auf den schnellen Oliver Wille, der dadurch viele seiner sieben Tore erzielte. Die SGS muss beim Spiel in Stendal ohne Wachs auskommen, doch das sollte nicht zum Problem werden.

Personell sieht es bei den Seehäusern gut aus. Bis auf Arne Werneke, der sich einen Knorpelschaden am Knie zugezogen hat, und den privat verhinderten Marc Müller hat Leo einen gut gefüllten Kader zur Verfügung.

Schulze appelliert an die Einstellung

Derby-Gastgeber HV Lok Stendal (2./2:0) steht am Sonntag ab 15 Uhr in der Sporthalle Schillerstraße bereit zum Kreisderby gegen das Team der SG Seehausen, das nach dem Heimerfolg gegen die HSG Osterburg mit breiter Brust auflaufen wird. Die Kreisstädter haben im Gegensatz zur kreislichen Konkurrenz erst ein Saisonmatch absolviert, gewannen das mit 29:19 gegen die HSG Altmark West.

„Wir stehen vor einem Kreisderby und da muss die Einstellung hunderprozentig stimmen, sonst wird es nichts mit einem Sieg“, so Trainer Jörg Schulze. Sein Team muss mit Sicherheit auf Arno Görnemann (Urlaub) und René Sens verzichten. Sens hatte sich im Auftaktmatch gegen die Westaltmärker am Knie verletzt.

Am folgenden Wochenende holen die Stendaler in Irxleben praktisch nach, die SG Seehausen und die HSG Osterburg pausieren.