Schönhausen l Was wäre der Sport im Allgemeinen aber auch der Fußball ohne seine Ehrenamtler – ob mit aktiver Vergangenheit oder ohne. Jeder trägt seinen Teil zum Vereinsleben bei, ob auf dem Trainingsplatz, im Vorstand oder bei FuPa. Das gilt auch für Frank Möller. Die Volksstimme-Sportredaktion hat sich mit dem 45-jährigen unterhalten.

Volksstimme: Waren Sie als Kind schon so fußballinteressiert wie heute?

Frank Möller: Ja, da lag der Fokus aber mehr auf dem Platz. Heute stehe ich lieber daneben und filme Fußballspiele und mache Fotos.

Wo haben Sie Ihre Kindheit verbracht?

Meine komplette Kindheit habe ich in Stendal verbracht.

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Wo und wie leben Sie jetzt?

Seit 2010 lebe ich mit meiner Familie wieder in Stendal.

Wie und wann sind Sie zum Fußball gekommen?

Zu DDR-Zeiten mussten wir in der Schule eine Arbeitsgemeinschaft (AG) einmal pro Woche besuchen und da unter anderem auch Fußball angeboten wurde, war für mich als Jungen klar, dass ich Fußball spielen möchte. Das war im Jahr 1981.

Wer war Ihr erster Verein und erster Trainer?

Die AG wurde damals über die BSG Post Stendal (heute Post SV Stendal) angeboten, somit war das auch mein erster Verein. Mein erster Trainer war Herr Kegler.

Woran können Sie sich noch besonders erinnern, als Sie Ihre ersten fußballerischen Schritte gemacht haben?

Eine besondere Erinnerung ist mein erstes Punktspiel. Wir spielten damals in Kläden und führten 14:0. Der Schiedsrichter pfiff dann zehn Minuten früher ab, damit das Ergebnis nicht zu hoch ausfällt.

Haben Sie auch andere Sportarten probiert oder betreiben diese immer noch?

Ich habe den Fußball von klein auf geliebt und habe deshalb nie eine andere Sportart betrieben.

Über welche Stationen sind Sie in Schönhausen gelandet?

Als Spieler war ich zunächst bis 1991 bei Post Stendal aktiv, bevor ich zwischen 1994 und 2004 beim FC Insel spielte. Es folgten fünf Jahre bei Havelwinkel Warnau, wo ich dann auch zu den Oldies gewechselt bin. Durch meinen Sohn war ich dann im Nachwuchs des 1. FC Lok Stendal engagiert und habe über fünf Jahre Fotos geschossen sowie die Facebook-Seite betrieben. In dieser Zeit habe ich auch den ersten Kontakt mit FuPa gehabt. Von 2017 an habe ich das dann bei Post Stendal gemacht und dort auch erstmals Fußballspiele als Videos aufgezeichnet. Nachdem mein Sohn nach Schönhausen gewechselt ist, habe ich die Aufgaben dann für den SV Preussen übernommen. Zudem betreue ich dort die Homepage mit.

Wie steht Ihre Mannschaft aktuell in der Kreisoberliga da?

Vor der neuerlichen coronabedingten Unterbrechung stand unser Kreisoberliga-Team des SV Preussen Schönhausen auf Rang sieben. Dort hat sie nun auch überwintern.

Sind Sie mit der Situation zufrieden?

Ich persönlich kann mit dem Tabellenplatz leben. Wir haben eine junge Mannschaft mit sehr viel Potenzial, die aber auch noch lernfähig ist. Die Spiele, welche unser Team gewonnen hat, waren alle sehr deutlich. Bei den Niederlagen, die alle samt knapp waren, war die Mannschaft nicht schlechter als der Gegner. Von daher ärgern die Niederlagen schon etwas.

Was zeichnet die Mannschaft und Ihren Verein aus?

Der Teamgeist und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft, sowohl auf und neben dem Platz. Auf mich persönlich bezogen vor allem das Vertrauen und die Unterstützung vom Vereinsvorsitzenden Steffen Braunschweig.

Was halten Sie von der Sperrung der Sportstätten, die aktuell zum zweiten Mal greift?

Das ist eine schwierige Frage. Ich weiß auch, dass nicht jeder meine persönliche Meinung teilt. Ich finde die Sperrung der Sportstätten für nicht angebracht. Meiner Meinung nach ist die Ansteckungsgefahr beim Sport mehr als gering. Die Vereine haben beim ersten Lockdown alle Hygiene-Konzepte erarbeitet, die von den Gesundheitsämtern genehmigt wurden, mit diesen hätte man jetzt weiter verfahren können, denke ich. Jetzt ist es so, dass die Sportstätten gesperrt sind und wir müssen uns der Verordnung vom Land beugen.

Wie denken Sie, wird diese Saison zu Ende gehen?

Wenn die Saison nicht regulär zu Ende gespielt werden kann, hoffe ich wenigstens, dass man die Hinserie zu Ende bringen kann, damit man etwas verwertbares hat und es nicht wieder über die Quotientenregelung geht.

Sie haben gesagt, dass Sie auch auf dem Portal FuPa aktiv sind. Wie kam es dazu?

Ich habe irgendwann einmal auf Facebook einen Beitrag von FuPa gesehen, der mich interessiert hat. Von da an habe ich mich immer mehr mit dem Portal auseinandergesetzt. Zuerst kam der Vereinsverwalter hinzu und vor zirka eineinhalb Jahren dann auch die Ligaleitung im Herrenbereich Altmark Ost.

Was genau machen Sie dort und warum?

Für den SV Preussen 27 Schönhausen (als Vereinsverwalter) pflege ich alle Aufstellungen, Torschützen, Auswechslungen und Karten ein. Ab und an gibt es auch noch eine Fotogalerie. Als Ligaleiter ist es ähnlich, nur das die Karten wegfallen. Wie es meine Zeit zulässt, gibt es auch hin und wieder einmal eine Fotogalerie von Spielen ohne Preussen-Beteiligung.

Was zeichnet FuPa Ihrer Meinung nach gegenüber anderen Plattformen aus?

Ich finde, dass die Statistiken durch den Einsatz der Vereinsverwalter sehr genau geführt werden kann.

Gibt es etwas, was Ihnen nicht gefällt und man gegebenfalls sogar verbessern könnte?

Gute Frage. FuPa hat als Video-Plattform FuPa-TV. Eventuell sollte es irgendwie die Möglichkeit geben, externe Videos hochzuladen.

Was machen Sie beruflich?

Ich bin Kraftfahrer in einer Bäckerei in Stendal.

Wie lassen sich Fußball, Arbeit und Privatleben vereinen?

Durch meine Arbeitszeiten lässt sich alles gut verbinden und Wochenende bin ich meistens auf dem Fußballplatz, da mein Sohn ja noch immer selber spielt.