Stendal l In der Stendaler Sporthalle Haferbreiter Weg hat Teil 2 des Offenen Hallen-Altmarksportfestes für den Leichtathletik-Nachwuchs stattgefunden. Gefragt waren diesmal die Alterskategorien U20, U14 sowie U12.

Krimi kommt zum Schluss

Wie in einem Krimi oder auch einem spannenden Theaterstück fand der Höhepunkt des sportlichen Championats ziemlich zum Schluss statt. Kurz nach 15 Uhr trat der 17-jährige Robert Jeske (Tangermünder LV) zum dritten und letzten Hochsprungversuch über 1,81 Meter an. Zuvor war er der Konkurrenz in der AK Jugend U 20 enteilt.

In jenem dritten Versuch klappte alles. Jeske schien die Latte leicht zu streifen, doch er setzte sich darüber hinweg. Nicht nur sein Trainer Torsten Herms war voller Freude, Jeskes Vereinsgefährten stürmten ob der Glanzleistung auf ihn zu. In der gesamten Halle wurde enthusiastisch geklatscht – ein tolles Highlight!

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Tangermünder holen zwei Einzelsiege

In der genannten Altersklasse erreichten mit Marco Timme und Robert Jeske zwei TLV-Athleten je zwei Einzelsiege.).

In der Kategorie Jugend M 13 holte sich der Calbenser Yannik Haak gleich drei Einzeltitel (Hoch- und Weitsprung, 50 m Hürden).

Drei Einzelsiege für Emil Wydmuch

Eine Klasse tiefer, in der Jugend M 12, mischten auch Aktive aus dem Bundesland Brandenburg kräftig vorn mit. Doch Emil Wydmuch (Tangermünder LV) sicherte sich ebenfalls drei Einzeltitel (50 m Hürden, Weit- und Hochsprung).

Ausgeglichener ging es in der Altersklasse Kinder M 11 zu. Hier unterstrich Nils Winter vom SV Grieben 47 mit zwei Titelgewinnen sein Talent.

Spannender Wettkampf der U10

Auch bei den Wettkämpfen der AK Kinder 10 ging es sehr spannend zu. Hier waren in den fünf ausgetragenen Einzelwettbewerben tatsächlich fünf verschiedene Sieger zu verzeichnen.

Die sehr junge Patricia Sauer vom gastgebenenden Stendaler Leichtathletikverein trat, nachdem sie bereits vor zwei Wochen am Teil I des Championats in einer jüngeren Altersklasse beteiligt war, diesmal in der Jugend U 20 an und siegte da über 50 Meter und im Weitsprung.

In der Klasse der Jugend W 13 holte sich Deborah Volkmann (VfL Kalbe/Milde) mit Siegen im Weitsprung (5,76 Meter) und über die 50 Meter Hürden (9,04 Sekunden) zwei recht souveräne Erfolge.

Salzwedelerin beste Athletin

Madleen Tanke (PSV Salzwedel) war beste Athletin in der AK Jugend W 12. Sie holte sich erste Ränge im Sprint über 50 Meter sowie im Weitsprung und Hochsprung.

In den beiden jüngeren weiblichen Altersklassen, waren rekordverdächtige Teilnehmerzahlen zu verzeichnen. Festmachen kann man das im Weitsprung. In der AK 11 gab es da 22 Starterinnen, bei den Kindern AK 10 gar 30.

Fünf verschiedene Siegerinnen

In diesen großen und ausgeglichenen Feldern setzten sich in der W 11 fünf verschiedene Athletinnen als Sieger durch.

In der Klasse Kinder W 10 dominierte insbesondere auswärtige Konkurrenz. Vor allem der Haldensleber Sportclub war außerordentlich erfolgreich.

Neue Startschuss-Anlage

Dem aufmerksamem Beobachter des Leichtathletik-Geschehens in Stendal und Umgebung wird an diesem Tag eine Tatsache aufgefallen sein. Die Startschüsse, die zuvor jahrelang durch ihre Lautstärke für Schrecken, zugehaltene Ohren und auch sogar Tränen sorgten, sind wesentlich leiseren Tönen gewichen. Gastgeber Stendaler LV hat sich eine gute neue Anlage (über 2000 Euro) zugelegt. Das dürfte bei allen für Freude sorgen.