Stendal l Da fand am Sonntag das erste Rennen in Triptis (Thüringen) statt.

„Als wir ankamen, zeigte die Temperaturanzeige minus 1,5 Grad Celsius und der Schnee rieselte vor sich hin“, sagte Kartenberg. Im Training fuhr er dann die schnellste Zeit. Ein paar kleine Fahrwerkseinstellungen waren für den harten Boden notwendig, dann war alles perfekt.

Als Highlight des Wochenendes findet der Start der Supersprintklasse immer um 16 Uhr statt. Es hatte aufgehört zu schneien. Innerhalb eines 30-Sekunden-Pulsschlages erklang das Startsignal. Die Hände müssen den Helm berühren und dann beim Signal gehen alle Hände an den Lenker und werden über den E-Start gestartet. „Ich erwischte einen perfekten Start und konnte mich gleich vom Rest absetzen“, so Kartenberg.

Drama in der vorletzten Runde

Eine Runde war etwa 2:25 Minuten lang, das heißt, bei 40 Minuten Renndistanz sind es viele Runden. „Es geht an die konditionellen Grenzen. Ich hatte immer einen soliden Vorsprung von 12 Sekunden und konnte diesen auch noch beeinflussen. Es schien alles sicher zu sein, doch drei Runden vor Schluss verlor ich meine rechte Kontaktlinse. Die Lichtverhältnisse waren auch nicht mehr so optimal und die Strecke war rillig. In der vorletzten Runde passierte es dann, mein Vorderrad erwischte die Spur nicht richtig und ich stürzte.“

Danach wusste Kartenberg, dass er jetzt alles geben musste. Er war innerhalb von fünf Sekunden wieder auf dem Bike. Seine Gegner bemerkten jedoch diesen Fehler und gaben auch noch einmal alles, aber Kartenberg („Ich war happy“) gewann das Rennen.

Das nächste Rennen findet in Walldorf am 26. Mai statt. „Ich freue mich, dort als Führender der Meisterschaft, an den Start zu rollen“, sagte Kartenberg abschließend.