Stendal l Der Traum von der Mannschafts-Landesmeisterschaft geht für die Herren der SG Einheit Stendal unverhofft weiter.

Spieler sind überrascht

Nach dem 5:1-Heimsieg gegen den 1. TC Magdeburg und der überraschenden Niederlage des TC Wernigerode steht das Einheit-Quartett nach fünf Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze der Landesoberliga Winterrunde. Nicht einmal die Spieler selbst hätten es für möglich gehalten, dass sich ein derartiger Erfolg im Winter einstellen würde. „Unser Ziel war eigentlich, dass wir lediglich die Klasse halten“, so Mannschaftskapitän Philipp Wille.

Neben glücklichen Umständen, Daniel Ferl sagte kurzfristig zu zwei Spielen gegen Wernigerode und Dessau zu, überzeugt das Team auch in der Breite mit starken Resultaten. So auch gegen den 1. TC Magdeburg, der mit seinem leistungsstarken Nachwuchs nach Stendal reiste.

„Eine spielstarke Truppe, die in ihrer Besetzung jedem Gegner gefährlich werden kann“, blickte Kapitän Wille noch vor dem Spiel voraus und sollte damit recht behalten. Denn zunächst deutete nur wenig auf einen klaren Erfolg hin.

Pefestorff dreht die Partie

So lag Maximilian Pefestorff in seinem Einzel gegen Daniel Bock schnell mit 1:4 zurück. Doch der frischgebackene 30-Jährige zeigte sich davon unbeeindruckt, stellte sein Spiel um und gewann elf Spiele in Serie zum 6:4, 6:0-Erfolg.

Zeitgleich lieferte Danilo Bahn ein umkämpftes Spiel gegen Jannik Hesse, das im Match-Tiebreak des dritten Satzes entschieden werden musste. Mit Vorteilen für den jüngeren Hesse, der einen hohen Vorsprung von 8:3-Punkten mit einem Aufschlagwinner zum 10:8 knapp ins Ziel rettete und den Ausgleich nach der ersten Einzelrunde herstellte.

„Dadurch hatten wir Druck beide Einzel gewinnen zu müssen, um die Partie nicht im Doppel entscheiden zu lassen“, so Wille, der seine Mannschaft von außen tatkräftig unterstützte.

Seeber nervenstark

Doch speziell für Michael Seeber stellte das Unterfangen eine große Hürde dar. Besonders im ersten Satz des Spitzeneinzels machte es der 32-Jährige dem jungen Kontrahenten aus Magdeburg, Philipp Krömer, viel zu einfach. Seeber produzierte zahlreiche unerzwungene Fehler, fand nicht in den Rhytmus und gab rasch den Satz mit 1:6 ab. Nur gut, dass sich Seeber steigerte, den Ball länger im Spiel hielt, besser aufschlug und returnierte. Mit Erfolg, denn dem 6:0-Satzgewinn folgte ein souverän ausgespielter Entscheidungssatz im Match-Tiebreak, den der Stendaler mit 10:4 gewann.

Der Druck lastete nun auf den Schultern von Carsten Zeihn, der die mentale Belastung mit viel Erfahrung ausglich und in routinierter Manier den dritten Einzelpunkt gegen Ron Weber mit 6:4, 6:3 sicherte. Für die abschließenden Doppel ersetzte Robert Lemke erfolgreich Teamkollege Maximilian Pefestorff an der Seite von Michael Seeber. Das Duo gewann, wie auch die Paarung Bahn/Zeihn, glatt in zwei Sätzen.

„Wir wollen den positiven Schwung nun auch für die kommenden Partien gegen Sandanger Halle und Leuna mitnehmen“, so Philipp Wille.

Statistik

SG Einheit Stendal - 1. TC Magdeburg5:1

Einzel: Seeber - Krömer 1:6, 6:0, 10:4 ; Bahn - Hesse 6:3, 1:6, 8:10 ; Zeihn - Weber 6:4, 6:3 ; Pefestorff - Bock 6:4, 6:0

Doppel: Seeber/Lemke - Krömer/Weber 6:1, 6:0 ; Bahn/Zeihn - Hesse/Bock 6:2, 6:1