Stendal l 37 Teilnehmer aus 24 Vereinen und sieben verschiedenen Tennisverbänden sorgten am vergangenen Wochenende im Tennispark der SG Einheit Stendal für viele hochklassige Ballwechsel, spannende Spiele und dramatische Momente.

Längstes Spiel der Historie

Prägend dafür stand das Achtelfinale zwischen den Berlinern Yannick Seutz (Grün-Weiß Lankwitz) und Maximilian Komm (SCC Berlin), das erst nach knapp fünf Stunden Spielzeit beendet wurde. „Ein Schlagabtausch wie ich ihn noch nie gesehen habe. Das war das längste Match in der Historie des Turniers“, bilanzierte Vereinschef Detlef Hundt, der das Turnier zusammen mit Cora Kaupke sowie Gerd und Sabine Lange leitete.

Wie in den Jahren zuvor bestimmten auch in diesem Jahr die Berliner und Wolfsburger-Tenniscracks das Turniergeschehen. „Unsere regionalen Spieler haben gegen die Top-Akteure, die zum Teil Regionalliga oder Ostliga-Erfahrungen besitzen, einen schweren Stand“, so Hundt.

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Den Beweis lieferten die Auftaktpartien der drei gemeldeten Altmärker. So mussten neben dem gesetzten Michael Seeber (Einheit) auch die altmärkischen Nachwuchs-Hoffnungen Jannes Birner (Gardelegen) und Amy Marscheider bereits in der ersten Hauptrunde die Segel streichen. Dennoch zeigten sowohl Seeber, der im Anschluss die Nebenrunde gewann, wie auch Marscheider gegen die leistungsstarke Konkurrenz gute spielerische Ansätze.

Pesicka dominant

In der Herren-Konkurrenz dominierte Vorjahresfinalist Marek Pesicka (TV Jahn Wolfsburg) das Teilnehmerfeld. Mit sehr abwechslungsreichem Spiel, das durch Serve and Volley geprägt war, fand der Wolfsburger das richtige Mittel gegen die ebenfalls spielstarke Konkurrenz, die jedoch weitestgehend nur mit platzierten und temporeichen Grundschlägen operierten. So kam es nicht von ungefähr, dass Pesicka im Endspiel den Berliner Tim Bauer (TC Tiergarten) mit 6:2, 6:2 schlug. Weitaus spannender verlief dagegen das Endspiel der Damen, in dem sich die topgesetzte Vanessa Reinicke (BW Berlin) und Lenka Bruchova (Wolfsburg) gegenüberstanden.

Die Partie glich einem Wechselbad der Gefühle. Zeigte sich die Berlinern von den Grundschlägen her überlegen, wusste die Wolfsburgerin mit ihrem Defensivspiel zu überzeugen. Ein Spiel der Nerven, mit dem glücklicheren Ende für Reinicke, die mit 4:6, 6:3, 6:4 gewann und sich das schönste Geschenk an ihrem 19. Geburtstag selbst bereitete.