Blankenburg l Nach enttäuschenden Vorstellungen in den letzten beiden Testspielen wurde der Aufstiegskandidat Magdeburger SC Preussen im ersten Landesliga-Spiel nach der Winterpause mit 1:0 bezwungen.

Die Blütenstädter gingen das schwere Heimspiel gegen den Tabellendritten ohne Coach André Dzial an, er verfolgte das Geschehen über Telefon im Skiurlaub in Kärnten mit. Co-Trainer Marcel Dittmar nahm seinen Platz auf der Trainerbank ein und hatte die Mannschaft in Absprache mit seinem Chefcoach hervorragend auf das System der Landeshauptstädter eingestellt.

Spiel vom Kampf geprägt

Das Spiel entwickelte sich vor knapp 100 Zuschauern zu einem offenen Schlagabtausch, das Geschehen war von viel Kampf geprägt und spielte sich über weite Strecken zwischen beiden Strafräumen ab. Chancen sollten im Verlauf der gesamten 90 Minuten ein rares Gut bleiben. Einen ersten personellen Rückschlag gab es für die Blankenburger bereits nach zehn Minuten. Felix Reinhardt wurde von einem Gegenspieler im Gesicht getroffen und verlor einen Zahn, Vereinschef Holger Löffelmann musste den Verteidiger ins Krankenhaus nach Halberstadt fahren.

Davon unbeeindruckt, hielten die Blütenstädter kämpferisch weiterhin super dagegen und wurden nach einer guten halben Stunde mit dem Führungstreffer belohnt. Der Schiedsrichter, der sich in vielen Szenen Kritik der Blankenburger gefallen lassen musste, ließ diesmal den Vorteil laufen. Im Liegen versenkte Sebastian Fabich den Ball zum 1:0 im Preussen-Gehäuse. Die erste klare Chance der Magdeburger gab es erst kurz vor dem Pausenpfiff, einen Freistoß von Marvin Windelband kratzte Torwart Ben Hartmann mit starker Parade aus dem Winkel.

Gastgeber rettet Sieg ins Ziel

In der Kabine machten Co-Trainer Marcel Dittmar und Kapitän Christoph Pinta die Mannschaft noch einmal heiß, denn nach Wiederanpfiff drängte der MSC Preussen wie erwartet auf den Ausgleich. „Wenn wir in dieser Phase bis zur 75. Minute ein Gegentor bekommen, hätte Preussen das Spiel sicher noch gedreht“, schildert Blankenburgs Mannschaftsleiter Heiko Baumgartl das Geschehen über weite Teile der zweiten Halbzeit. Doch die aufopferungsvoll kämpfende BFV-Elf hielt dem Druck stand. Bestes Beispiel war eine starke Grätsche von Tim Carstens, der extra für dieses Spiel aus Thüringen angereist war (75.).

Drei Minuten später war Schiedsrichter Müller wieder im Mittelpunkt, der kurz zuvor eingewechselte Philip Zablinski sah nach einem gestreckten Bein die Rote Karte. „Gelb hätte es in dieser Szene auch getan“, sahen Baumgartl und die BFV-Bank das Foul etwas anders. Trotz der erhitzten Gemüter behielten die Blankenburger kühlen Kopf und retteten den knappen Vorsprung bei eigener guter Konterchance von Sebastian Fabich über die Zeit.

Co-Trainer Dittmar zufrieden

„Es war eine überragende Leistung der Truppe im Kompaktsystem, Lauf- und Kampfbereitschaft waren super. Einzig mit dem Strafmaß des Schiedsrichters war ich nicht einverstanden. Die gute Trainingsarbeit hat sich ausgezahlt, dafür gibt es Montag frei“, so das Fazit von Co-Trainer Marcel Dittmar. Den Sieg widmete die Mannschaft ihrem verletzten Mitspieler Felix Reinhardt, dem sie schnelle Genesung wünschen.

Statistik

Blankenburger FV: Hartmann - Reinhardt (11. Paul), H. Neudek, Carstens, Baumgartl, Pinta, Schwarzenberg, Zobel (74. Zablinski), Roggenbuck (64. Matznick), Fabich, Eckert;

Tor: 1:0 Sebastian Fabich (35.); Schiedsrichter: Maximilian Peter Müller (Aschersleben);

Zuschauer: 98;

bes. Vorkommnisse: Rote Karte gegen Philip Zablinski wegen Foulspiel (78.).