8. Hasseröder Hallenpokal des KFV Harz in Namen & Zahlen

Vorrundengruppe 1:

TSV 1893 Langeln - Blau-Weiß Schwanebeck1:0

Germania Neinstedt - Eintracht Osterwieck0:2

TSV 1893 Langeln - Germania Neinstedt0:0

Blau-Weiß Schwanebeck - Eintracht Osterwieck2:3

Eintracht Osterwieck - TSV 1893 Langeln4:2

Germania Neinstedt - Blau-Weiß Schwanebeck2:2

1. Eintracht Osterwieck 3 9: 4 9

2. TSV 1893 Langeln 3 3: 4 4

3. Germania Neinstedt 3 2: 4 2

4. Blau-Weiß Schwanebeck 3 4: 6 1

Vorrundengruppe 2:

SC 1919 Heudeber - Hessener SV 19283:2

SV Darlingerode/Drübeck - Germania Halberstadt II5:1

SC 1919 Heudeber - SV Darlingerode/Drübeck0:2

Hessener SV 1928 - Germania Halberstadt II5:0

Germania Halberstadt II - SC 1919 Heudeber0:2

SV Darlingerode/Drübeck - Hessener SV 19280:1

1. Hessener SV 1928 3 8: 3 6

2. SV Darlingerode/Drübeck 3 7: 2 6

3. SC 1919 Heudeber 3 5: 4 6

4. Germania Halberstadt II 3 1: 12 0

Halbfinale:

Eintracht Osterwieck - SV Darlingerode/Drübeck4:2

Hessener SV 1928 - TSV 1893 Langeln2:0

Neunmeterschießen um Platz sieben:

Blau-Weiß Schwanebeck - VfB Germania Halberstadt II6:5

Neunmeterschießen um Platz fünf:

Germania Neinstedt - SC 1919 Heudeber2:0

Spiel um Platz drei:

SV Darlingerode/Drübeck - TSV 1893 Langeln6:1

Finale:

Eintracht Osterwieck - Hessener SV 19283:0

Mannschaftsaufstellungen:

Eintracht Osterwieck: Theuerkauf - Matzelt (1 Tor), Wagner (2), Schmidt (1), Hildach (10), Diefert (1), Hauch (1), Odenbach, Seltitz;

Hessener SV: Schrader, Drechsler - Winter (1), Kleinert (1), Palm (5), Meser (2), Röver, Weibusch, Riesmeier (1), Vollmer;

SV Darlingerode/Drübeck: Gasch - N. Hess (8), Festerling (1), Annemüller (2), Türk (1), Bressel (2), Pätznik (1);

TSV 1893 Langeln: Mai - S. Göbel, Köhler, Jericke (1), Bomeier (1), Harms, Kunzel (1), Grimmecke, Haserich (1), Festerling;

Germania Neinstedt: H. Köhler, König - Jakob Ewald (1), Lindau, Schwarzloos (1), von Nathusius, Wobser, Schumann, Knopf, Taheri;

SC 1919 Heudeber: Eitz - F. Nippert, Perplies (1), Schönfelder (2), Krüger (1), Nehrkorn (1);

Blau-Weiß Schwanebeck: Matz - Dannhauer, J. Breitenbach, Sellnow, Sanyang (1), Reichhardt, T. Breitenbach (2), Qua­deri (1) Kraft, Gerloff;

VfB Germania Halberstadt II: Knothe - Elster, Lehmann (1), Weber, Bochnia, Wanka, Eheleben, Pust;

Schiedsrichter: Uwe Wille (Dingelstedt), Lutz Siebert (Quedlinburg), Diethardt Löchner (Königerode);

Zuschauer: 80.

Halberstadt l Nach dem Auftakterfolg bei den Halberstädter Stadtmeisterschaften entschied die Elf aus dem Ratsgarten nun auch das letzte Turnier der Hallensaison für sich.

Acht Mannschaften hatten sich für die Hallen-Titelkämpfe der höherklassigen Teams angemeldet. Mit drei Landesklasse-Teams, darunter nach längerer Pause wieder die Osterwiecker Eintracht und der SV Darlingerode/Drübeck, war das Teilnehmerfeld deutlich besser besetzt als im vergangenen Jahr.

Überraschung zum Turnierbeginn

Das Turnier begann mit einer kleinen Überraschung, der TSV Langeln besiegte Blau-Weiß Schwanebeck knapp mit 1:0 und legte damit bereits den Grundstein für den späteren Halbfinaleinzug. Dominierendes Team in der Gruppe 1 war der SV Eintracht Osterwieck. Mit drei Siegen marschierte die Binder-Elf souverän ins Halbfinale, einzig beim 3:2 gegen Schwanebeck hatte der Turnierfavorit leichte Probleme. Die Schwanebecker agierten etwas glücklos, kamen auch im abschließenden Gruppenspiel gegen Neinstedt nicht über ein 2:2 hinaus. Zwischenzeitlich hegten die Neinstedter bei einer 1:0-Führung sogar Hoffnungen auf das Halbfinale, die aber spätestens durch eine Zeitstrafe beim Spielstand von 2:2 zunichte gemacht wurden.

Bilder

Tordifferenz entscheidet

Noch spannender verlief das Geschehen in der Vorrundengruppe 2. Cupverteidiger Hessener SV startete mit einer 2:3-Niederlage gegen den SC 1919 Heudeber, während der SV Darlingerode/Drübeck mit souveränen Siegen über Germania Halberstadt II und den SC Heudeber frühzeitig die Weichen Richtung Halbfinale stellte. Hessen wahrte mit einem klaren 5:0-Sieg über die Halberstädter seine Chancen. Nachdem auch der SC Heudeber die punktlose Germania-Reserve mit 2:0 besiegte, musste das letzte Spiel über das Weiterkommen und Gruppensieg entscheiden. Durch das späte Siegtor von Robert Kleinert zogen die Hessener als Staffelsieger vor den Darlinge­rödern ins Halbfinale ein, dem punktgleichen SC Heudeber blieb nur das Neunmeterschießen um Platz fünf.

Spannung im Halbfinale

Das erste Duell vom Punkt lieferten sich Blau-Weiß Schwanebeck und Germania Halberstadt II. Acht Versuche auf beiden Seiten waren nötig, ehe Baktash Quaderi den Schwanebeckern mit einem parierten Neunmeter den siebten Platz sicherte. Es folgte das erste Halbfinale, in dem sich die Eintracht im Duell der beiden Landesklasse-Teams letztlich souverän mit 4:2 gegen Darlingerode durchsetzte. Das zweite Semifinale wurde erst in der Schlussphase entschieden. Michel Palm schoss die spielerisch besseren Hessener in Führung, für den TSV Langeln trafen Michael Haserich und Thomas Bomeier binnen weniger Sekunden Pfosten und Latte. Kurz darauf machte Kevin Meser für den Pokalverteidiger alles klar.

Hildach-Hattrick lässt die Eintracht jubeln

Es folgte das zweite Neunmeterschießen, das Duell um Platz fünf war nach zwei Fehlschüssen des SC Heudeber schnell zu Gunsten der Neinstedter entschieden. Eine deutliche Angelegenheit war auch das Spiel um den Bronzerang, der SV Darlingerode/Drübeck ging durch Tore von Christoph Annemüller und Nik­las Hess (2) schnell mit 3:0 in Führung. Beim TSV Langeln war auch durch die ausgedünnte Personaldecke – gleich drei Spieler mussten während oder nach der Vorrunde aus privaten Gründen passen – die Luft raus. Am Ende siegten die Darlinge­röder mit 6:1 und sicherten sich einen dem Turnierverlauf nach hochverdienten Bronzerang.

Showdown im Finale

Deutlich spannender ging es lange Zeit im Finale zu. Der Hessener SV spielte taktisch klug und hatte durch Kevin Meser, Patrick Riesmeier und Justin Röver die ersten guten Chancen. Die Eintracht setzte durch einen Lattenschuss von David Wagner den ersten Warnschuss. Die Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende. Erst forderte Hessen nach einer Aktion gegen Justin Röver im Strafraum vergeblich einen Pfiff, fast im Gegenzug kassierte Michel Palm eine Zwei-Minuten-Strafe.

Diese war jedoch vertretbar, weil Kevin Hildach ohne Foul freie Bahn gehabt hätte. Den daraus resultierenden Freistoß versenkte Hildach nach Zusammenspiel mit Philipp Matzelt zum 1:0. Nur 40 Sekunden später kassierte auch Hessens Kevin Meser nach unnötiger Grätsche gegen Matzelt eine Zeitstrafe. Im „Vier gegen Zwei“ machte die Eintracht alles klar. Kevin Hildach traf nach schöner Kombination und per Abstauber nach Lattenschuss von Robin Diefert und sicherte sich mit zehn Turniertreffern die Torjägerkanone als Zugabe.

Über den Turnierverlauf hinweg hat sich mit der Osterwiecker Eintracht das stärkste Team durchgesetzt und damit zum zweiten Mal nach 2011 den Hallen-Kreismeistertitel gesichert. Beim Hasseröder Hallenpokal war es der erste Triumph für die Eintracht, dieser wird erst seit 2012 vergeben.