Wernigerode l Mit Georg Gampe und Aaron Kläfker wechseln zwei 19-jährige Abwehrspieler von den A-Ju­nioren des VfB Germania Halberstadt an den Mannsberg.

Nachwuchs wird integriert

Damit bleiben die Hasseröder ihrer Linie treu, den Kader überwiegend mit jungen Perspektivspielern aus der Region zu verstärken. Die beiden Defensivakteure haben dabei nicht nur das Alter gemeinsam. Die beiden Freunde spielten fünf Jahre im Nachwuchs des VfB Germania, nehmen nach abgeschlossener Schule im Juli bzw. August ihre Arbeit in der Firma Etikon auf und starten ihr erstes Jahr im Männerbereich zusammen beim FC Einheit Wernigerode.

„Aaron ist in unserem Nachwuchs groß geworden, ehe er vor fünf Jahren nach Halberstadt wechselte und sich dort entwickelt hat. Jetzt ist er zurückgekommen, um die ersten Schritte im Erwachsenenbereich zu machen. Über seinen Vater Hartmut, der ja Präsident unseres Vereins ist, bestand natürlich schon länger Kontakt. Er war schon im Januar mit uns im Wintertrainingslager, dort haben wir schon die ersten Gespräche geführt, wie es im Sommer aussieht. Daher war es zum Schluss nur noch Formsache“, schildert Dirk Rühr, Sportlicher Leiter des FC Einheit, die Rückkehr von Aaron Kläfker.

„Auch Georg war bei uns schon längere Zeit im Visier, weil durch Aaron der Kontakt vorhanden war. Anfang des Jahres haben wir die ersten Gespräche geführt, dabei kamen wir schnell auf den Nenner, dass es passen könnte. Im Mai haben wir die Bemühungen forciert und sind mit Halberstadt überein gekommen, dass wir den Wechsel zum 1. Juli durchziehen“, so Dirk Rühr zum Wechsel von Georg Gampe.

Erfahrungen in der Landesklasse gesammelt

Beide Spieler haben mit der zweiten Mannschaft vom VfB Germania Halberstadt in der Landesklasse bereits erste Erfahrungen im Männerbereich gesammelt. „Sie haben die rauhere Luft schon etwas geschnuppert, nun geht es in die Verbandsliga und wir müssen schauen. Wir sind da sehr optimistisch, sonst hätten wir die Zusammenarbeit nicht gesucht“, erklärte Rühr.

Kläfker: „Es wird schon cool sein"

Die beiden Youngster wollen dabei Schritt für Schritt an ihrem Leistungsniveau arbeiten. „Ich denke, wir müssen erstmal reinkommen in den Männerfußball, das ist schließlich etwas anderes als Verbandsliga A-Ju­nioren“, schätzt Georg Gampe ein. Sein Kumpel Aaron Kläfker sieht keine Anpassungsschwierigkeiten: „Da ich gefühlt die halbe Mannschaft kenne, wird es schon cool sein, hier zu spielen. Ich komme nicht in eine komplett neue Mannschaft, wo ich gar keinen kenne und in der ich mich beweisen muss. Fußballerisch will ich schon zeigen, dass ich im Männerbereich Fuß fassen kann.“

Für ihn war schnell klar, dass er nach der Jugendzeit zu seinem Heimatverein zurückkehrt. „Ich komme ja von hier, habe hier meine ganze Jugend verbracht, kenne eigentlich fast jeden im Verein. Da hat gefühlt kein Weg dran vorbei geführt, dass ich wieder zurück wechsle“, erzählt Aaron Kläfker. Für Georg Gampe, der bis zum seinem 14. Lebensjahr für den Quedlinburger SV spielte, war die langjährige Mitspieler und Freund ein wichtiger Faktor für den Wechsel an den Mannsberg: „Als ich gehört habe, dass Aaron zum FC Einheit geht, habe ich gedacht ,Das ist vielleicht auch was für Dich’. Da kennt man schon einen, mit dem man viele Jahre zusammen gespielt hat.“

Stärken sehen beide Spieler in ihrem Zweikampfverhalten. „Auch körperlich bin ich gut dabei, Nachholbedarf sehe ich im technischen und fußballerischen Bereich“, schätzt Georg Gampe, der in der Jugend als Innenverteidiger spielte und beim VfB Germania II auch als Linksverteidiger zum Einsatz kam, selbstkritisch ein. „Er hat dazu eine gute Grundschnelligkeit und ist kopfballstark, das sind auch Indizien, dass wir sagen ,Wir wollen Georg weiter entwickeln’“ ergänzte Dirk Rühr.

Rühr: „Beide Spieler haben Potenzial“

„Bei Aaron ist es das gleiche, wir kennen ihn ja schon von kleinauf. Wir hatten mit seinem Papa, der jedes Spiel seines Sohnes verfolgt hat, einen guten Beobachter. Dadurch haben wir auch erste Kontakte zu Georg knüpfen können“, fügte der Sportliche Leiiter des FC Einheit hinzu. „Und Aaron hat ja so ganz nebenbei vor anderthalb Jahren unter Andreas Petersen schonmal bei den Männern in der Regionalliga-Truppe reingeschnuppert und dort einen guten Eindruck hinterlassen. Er hat gezeigt, dass er ehrgeizig und zweikampfstark ist“, beschreibt Rühr die Stärken von Aaron Kläfker, der von Hause aus Rechtsverteidiger ist. „Für uns ist es so, dass beide Spieler großes Entwicklungspotenzial haben. Deshalb sind wir zusammengekommen und wollen sie unterstützen, dass sie sich weiter entwickeln können“, so Dirk Rühr.

Ein großes Dankeschön richten beide Spieler an den VfB Germania. „Wäre ich nicht zu Germania Halberstadt gewechselt, wäre ich jetzt nicht hier. Durch das Training wurde ich schon deutlich besser, allein schon durch die Trainingsatmosphäre. Da man mit besseren Leuten trainiert hat, als zum Beispiel hier beim FC Einheit, konnte man sich schon deutlich verbessern. Durch meinen Kreuzbandriss bin ich zwar etwas zurückgefallen, aber das wird hoffentlich jetzt wieder besser“, blickt Aaron Kläfker auf seine Verletzung vor knapp zwei Jahren zurück.