Tabelle – Landesklasse, Staffel 3

Sp G U V TorePkt.

1. SV Stahl Thale 15 10 3 2 43: 22 33

2. Quedlinburger SV 15 7 5 3 33: 22 26

3. Eintracht Osterwieck 13 8 1 4 48: 28 25

4. Eintracht Winningen 14 6 6 2 26: 18 24

5. Germania Wernigerode 14 5 6 3 25: 21 21

6. Haldensleber SC II 15 6 3 6 23: 33 21

7. SV Seehausen/Börde 13 6 2 5 31: 21 20

8. Germania Wulferstedt 14 5 3 6 25: 31 18

9. Germania Halberstadt II 15 4 4 7 37: 37 16

10. Oscherslebener SC 14 4 3 7 15: 29 15

11. Olympia Schlanstedt 15 3 4 8 16: 28 13

12. SV Darlingerode/Drübeck 14 3 3 8 20: 38 12

13. SV Langenstein 13 2 3 8 12: 26 9

Wernigerode l Der Fußball ruht allerortens aufgrund der Corona-Pandemie, vor allem im Amateurbereich erscheint es sehr fraglich, ob er diese Saison überhaupt noch einmal rollt. Der Harzer Sportkurier nutzt die Gelegenheit, um auf den bisherigen Saisonverlauf der Landesklasse, Staffel 3, zurückzublicken.

16 von 26 Spieltagen sind in der Landesklasse 3 ausgetragen worden. Während fünf Teams die maximale Anzahl von 15 Punktspielen absolviert haben, sind Eintracht Osterwieck, der SV Seehausen/Börde und der SV Langenstein erst bei 13 Spielen angekommen. Die Eintracht und Langenstein sind dabei nach der Winterpause noch ohne Spiel.

Ob die Saison ordentlich zu Ende gespielt werden kann, abgebrochen werden muss oder der Landesverband einen alternativen Modus entwickelt, steht aktuell in den Sternen. Der Fußballverband Sachsen-Anhalt hat aktuell wie alle Landesverbände den Spielbetrieb im Amateurbereich „bis auf Weiteres“ ausgesetzt. Die Chancen, das Spieljahr im gewohnten Rahmen bis 30. Juni abzuschließen, tendieren schon jetzt gegen Null.

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Langenstein überraschend im Abstiegskampf

Die Tabelle hat zwar aktuell eine klare Tendenz, allerdings hat sowohl an der Tabellenspitze als auch im Abstiegskampf eine Mannschaft jeweils zwei Spiele weniger als direkte Konkurrenten bestritten. Auf den ersten Blick hat Tabellenführer Stahl Thale (33 Punkte) einen komfortablen Vorsprung auf den Quedlinburger SV (26) und Eintracht Osterwieck (25). Allerdings hat die Ratsgarten-Elf um Trainer Andreas Binder zwei Begegnungen weniger als der Primus, könnte theoretisch bis auf zwei Punkte an die Thalensern heranrücken. Ähnlich sieht es im Tabellenkeller aus. Der SV Langenstein ist mit neun Zählern Schlusslicht und rangiert drei bzw. vier Punkte hinter den zuletzt siegreichen Mitkonkurrenten SV Darlingerode/Drübeck (12 Punkte) und Olympia Schlanstedt (13) – hat aber ein bzw. zwei Spiele weniger ausgetragen.

Stahl Thale wäre ein Abbruch-Gewinner

Bei einem vorzeitigen Ende der Saison gäbe es je nach Variante auch hier die vielfach zitierten Sieger und Verlierer. Eine Annullierung würde den SV Stahl Thale um den angestrebten Aufstieg und den Lohn seiner Bemühungen bringen. „Wenn man ein Vorhaben angeht und kurz vor‘m Ziel steht, möchte man es natürlich auch erreichen. Man hat viel Arbeit, Zeit und Kraft investiert, um dieses zu erreichen. Die Chancen, es sportlich zu lösen, stehen natürlich nicht sehr positiv. Einen Abbruch der Saison müsste man trotz der angespannten Lage erst einmal verdauen und verarbeiten“, äußerte sich Marcel Tietze, Trainer des Tabellenführers, zu einem möglichen Spielabbruch.

Sollte die Saison mit dem aktuellen Stand oder dem zum Abschluss der Hinrunde gewertet werden, würde der SV Stahl Thale zwar zu den Gewinnern zählen, dafür aber der SV Langenstein zum großen Verlierer werden, da er als einziger Absteiger den Weg in die Harz­oberliga antreten müsste.

Harzer Teams mit gemischten Verlauf

So wie für den SV Stahl Thale und den SV Langenstein, verlief die Saison für alle Teams aus dem Kreisgebiet zweigeteilt. Die Hälfte der acht Harzer Mannschaften spielte im oberen Drittel mit. Hatte man Stahl Thale und Eintracht Osterwieck nach einer guten Vorsaison dort erwartet, so sorgten der Quedlinburger SV nach dem großen Umbruch in der Sommerpause und Germania Wernigerode mit seiner jungen Mannschaft für die positiven Überraschungen.

Die übrigen vier Teams verbrachten große Teile der Saison im Tabellenkeller. Aufsteiger Germania Halberstadt II hat sich zum Ende mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen – darunter die Wertung des Oschersleben-Heimspiels – Richtung Tabellenmittelfeld orientiert, dafür rutschte der Oscherslebener SC immer mehr in die gefährdete Zone ab. Ganz am Ende steht ein Harzer Trio, wobei Olympia Schlanstedt und der SV Darlingerode/Drübeck vielversprechende Rückrundenstarts hingelegt hatten. Etwas überraschend ist der letzte Tabellenplatz des SV Langenstein, den vor der Saison wohl kaum ein Experte auf der Liste der abstiegsgefährdeten Teams hatte.

Osterwieck mit bestem Zuschauerschnitt

Ähnlich wie in der Tabelle, drücken die Harzer Teams auch in der Statistik vielen Ranglisten ihren Stempel auf. Mit Kevin Hildach (Eintracht Osterwieck, 19 Tore), Steffen Hägemann (Stahl Thale, 15) und Alexander Preiß (SV Darlingerode/Drübeck, 10) steht ein Trio an der Spitze der Torschützenliste, auch die Rangliste der besten Vorlagengeber führt Kevin Hildach mit elf Assists vor Thales Mittelfeldstrategen Steffen Hägemann mit acht Vorbereitungen an.

Die Maximalzahl von 15 Saisoneinsätzen verbuchten sechs Harzer Kicker, darunter gleich drei Schlanstedter. Auf die meisten Spielminuten kamen Quedlinburgs Keeper Martin Winter und Thales Außenverteidiger Eicke Timpe. Allerdings muss in diesen beiden Wertungen die unterschiedliche Zahl an absolvierten Spielen berücksichtigt werden.

Im Zuschauerschnitt hat der SV Eintracht Osterwieck mit 125 Besuchern pro Spiel knapp die Nase vorn, dicht gefolgt vom auch sportlich überzeugenden Aufsteiger SSV Eintracht Winningen (120).