Westerhausen l Eine bittere 1:2-Niederlage hat der FSV Grün-Weiß Ilsenburg im Nachholspiel der Fußball-Landesliga beim SV 1890 Westerhausen kassiert. In einer dramatischen Schlussphase verwandelte der Spitzenreiter einen Foulstrafstoß zur Führung, während die Ilsestädter in der Nachspielzeit vom Elfmeterpunkt scheiterten.

Intensives und temporeiches Spiel

Bei hervorragenden Bedingungen bekamen die knapp 300 Zuschauer ein intensives und temporeiches Spiel geboten. Beide Teams gingen aggressiv in die Zweikämpfe und suchten mit sehenswerten Spielzügen den Weg nach vorn. Bei der ersten gefährlichen Aktion köpfte Westerhausens Mark Schröder den Ball knapp über die eigene Querlatte. Auf der Gegenseite bekam Friedrich Reitzig einen Abpraller glücklich vor die Füße, schoss aber knapp am Tor vorbei (7.).

Das muntere Hin und Her setzte sich fort. Dawid Lozinski setzte sich stark gegen Steffen Kittke durch, bekam den Ball kurz vor Keeper Christoph Klötzer nicht mit (15.). Im Gegenzug köpfte Ronny Borchardt erst nach Michaelis-Eckball (16.)und drei Minuten später nach Kopfballverlängerung jeweils knapp drüber. Ein tückischer Aufsetzer von Marco Michaelis leitete die Westerhäuser Führung ein. Den Abpraller von Keeper Artur Ceglarek setzte Reitzig an den Pfosten, den zurückspringenden Ball drückte Lars Timpe über die Linie (24.).

Grün-Weiß Ilsenburg hat Chancen

Die Ilsenburger zeigten sich keineswegs geschockt. Andy Hentschel setzte sich nur zwei Minuten später nach einem langen Ball im Strafraum gegen Felix Kanter durch, doch Kittke blockte im letzten Moment. Nach kurzer Verschnaufpause rettete bei einem Westerhäuser Konter Chris Heimlich vor dem einschussbereiten Reitzig (35.). Bei den letzten Chancen vor der Pause setzte Lozinski den Ball nach Freistößen zweimal über den Querbalken (39., 43.).

Zur Pause stellte FSV-Trainerin Melanie Piatkowski um, mit Jozef Ulicny als zweitem Stürmer agierte ihr Team durckvoller und übernahm die Initiative. Verdienter Lohn war der Ausgleich, bei dem Westerhausens Keeper Christoph Klötzer tatkräftig mithalf. Nach einem Rückpass ließ er sich den Ball im Dribbling von Dawid Lozinski abnehmen, mit viel Übersicht schob der FSV-Kapitän zum 1:1 ein (59.).

Ilsenburg bleibt am Drücker

Die Ilsenburger blieben am Drücker und hatten durch Jozef Ulicny (74.) und Dawid Lozinski (78./Freistoß) gute Chancen, auf der Gegenseite scheiterte Gordon Stammer an Ceglarek (75.). Stammer war auch entscheidend am Führungstor der Heim­elf beteiligt. Nach langem Einwurf von Lars Timpe wurde er von Tim Tuchel zu Fall gebracht, hatte aber zuvor den Ball an die Hand bekommen. Referee Stefan Dehmel entschied auf Elfmeter, den Friedrich Reitzig sicher verwandelte (87.).

Die Ilsenburger gaben sich aber nicht auf und sollten nach zwei vielversprechenden Freistößen (Tuchel, Lozinski) noch die Riesenchance bekommen: Nach einem Handspiel scheiterte Dawid Lozinski vom Elfmeterpunkt, den Nachschuss setzte Chris Heimlich freistehend an den Pfosten (90.+3).

SV 1890 Westerhausen: Klötzer - Kanter, Kittke (79. Klöppel), Schröder, Pflug, Michaelis, Hägemann, Borchardt, Rathsack (61. Stammer), Reitzig, L. Timpe (88. Fricke);

FSV Grün-Weiß Ilsenburg: Ceglarek - Bräunel, Babeczko, Heimlich, Berndt, Dzieciol (46. Maneke), Hentschel, Ankudowicz, Ulicny, Treziak (61. Tuchel), Lozinski;

Torfolge: 1:0 Lars Timpe (24.), 1:1 Dawid Lozinski (59.), 2:1 Friedrich Reitzig (87. Foulstrafstoß); Schiedsrichter: Stefan Dehmel; Zuschauer: 278; Besonderes Vorkommnis: Dawid Lozinski (FSV Ilsenburg) scheitert mit Handstrafstoß (90.+3).