Wernigerode l Mit einem klaren 34:27-Erfolg über den HSV 2000 Herbst blieb das Team von Trainergespann Kaufmann/Meyer auch im vierten Spiel nach dem Jahreswechsel ungeschlagen und kann in seiner Aufstiegssaison sogar um die Medaillenränge mitspielen.

Revanche für Niederlage im Hinspiel

Im Hinspiel hatte sich die junge HVW-Sieben mit 25:28 geschlagen geben müssen, vor heimischer Kulisse war das Team auf Revanche aus. Die Gäste reisten nur mit zehn Spielern und ohne ihren Toptorschützen Sebastian Daudert an, auch die Wernigeröder hatten Ausfälle und angeschlagene Spieler zu beklagen. So kehrte Max Bomeier aus der zweiten Mannschaft ins Team zurück.

Das Match begann mit einem Higlight für die D-Jugend, die ihre Idole beim Einlaufen auf das Spielfeld begleiteten. Danach sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Anfangsphase, die Harzer hinterließen aber den entschlosseneren Eindruck. Zerbst spielte seine Angriffe lang aus, das Spiel der Hausherren war deutlich schneller. Die HVW-Coaches griffen schon nach wenigen Minuten zum taktischen Mittel, den Zerbster Aufbauspieler in Manndeckung zu nehmen, was dem Spielfluss der Gäste sichtlich schadete.

Führung zur Pause

Bis zum 5:5 (9.) blieb das Spiel offen, doch dann stellte sich die HVW-Abwehr immer besser auf die Offensivaktionen der Nuthestädter ein und setzte sich bis zur 15. Minute auf 11:7 ab. Moritz Tischer trieb sein Team immer wieder an, auch mit leichten Kontertoren kamen die Hausherren zum Erfolg. Zwei vergebene Strafwürfe der Zerbster spielten den Wernigerödern ebenfalls in die Karten. Eine Auszeit beim Stand von 13:9 (19.) sollte die Gäste wieder in die Spur bringen. Doch die Akteure spielten weiter konzentriert und bauten die Führung bis zur Pause auf 20:14 aus.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die HVW-Spieler hellwach. Bis zur 39. Minute wuchs der Vorsorung auf zehn Tore an (26:16) – damit war das Spiel entschieden. Danach offenbarten die Wernigeröder einige Konzentrationsschwächen, die Zerbst zu nutzen wusste und den Rückstand wieder auf fünf Tore verkürzte (29:24, 50.). Der HSV 2000 stellte die Abwehr auf eine doppelter Manndeckung um, aber die sich bietenden Freiräume nutzte vor allem Außenspieler Gustav Eilers, der mit zehn Toren bester Torschütze der Partie wurde. Beim Abpfiff konnten die wiederum zahlreichen Wernigeröder Anhänger einen 34:27-Erfolg bejubeln.

HVW-Vorstand Kay Boje zeigte sich nach dem Spiel angetan von der überzeugenden Vorstellung: „Man sieht deutlich, wie sich die Mannschaft seit Saisonbeginn positiv entwickelt hat. Auch spielerisch haben mir einige Dinge sehr gut gefallen, die Jungs haben auch in verzwickten Situationen gute Lösungen gefunden. Man kann sicher stolz darauf sein, wie sich dieses junge Team aus der Affäre zieht. Dies wird ja auch von den Zuschauern honoriert, es macht Spaß in die Halle zu kommen und der Mannschaft zuzuschauen. Auch das Einlaufen heute mit der mD-Jugend zeigt, dass das Verhältnis von groß zu klein im Verein intakt ist.“

Statistik

HV Wernigerode: Grawe, Stein - Balint (5), Tischer (8), Schulze (1), O. Christiansen (3), Conradi (6/1), Bomeier(1), Eilers (10), Richter, König, Jahn;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 4- HSV Zerbst 4;

Siebenmeter: HV Wernigerode 2/1 - HSV Zerbst 5/2.