Wernigerode l  Nach vier Niederlagen in Folge erkämpte die Mannschaft von Trainergespann Jens Kaufmann/Uli Meyer beim Tabellenschlusslicht SV 07 Apollensdorf einen 26:23-Sieg.

Nach einem spielfreien Wochenende ging es für die Handballer des HV Wernigerode in den Raum Wittenberg, genauer gesagt nach Griebo, wo das Auswärtsspiel beim SV 07 Apollensdorf stattfand. In der letzten Saison fanden sich die Kontrahenten auf den Plätzen vier und fünf in der Abschlusstabelle wieder, diesmal waren die Vorzeichen andere. Der SV Apollensdorf fand noch gar nicht zur Form der abgelaufenen Spielzeit, die Harzer hatten vier Begegnungen in Folge verloren.

Spannung mit Spielbeginn

So war ein spannendes Match voraussehbar. Das erste Tor erzielten die Hausherren durch ihren besten Akteur, Justin Bender. Die HVW-Sieben war in der Anfangsphase aber sehr aufmerksam und in der Abwehr wurde gut gearbeitet. Immer wieder brauchten die Gastgeber lange Angriffszeiten und wurden zu ungenauen Abschlüssen gezwungen. Die Wernigeröder waren da effizienter und konnten bis zur zehnten Minute eine 7:4-Führung herauswerfen.

Danach verfielen die Kaufmann-Mannen wieder in die bekannte Abschlussschwäche. Viele freie Würfe wurden nicht verwertet und auch einige übermotivierte Aktionen unterbrachen den Spielfluss. Diese Phase nutzten die Hausherren aus, Tor um Tor verringerten sie den Rückstand und übernahmen in der 18. Minute beim Stand von 9:8 wieder die Führung. Danach fingen sich die Männer aus der Bunten Stadt wieder und wendeten das Blatt bis zur Pausensirene wieder in einen 14:13-Vorsprung um.

Vorsprung wächst nach der Pause an

Die ersten Minuten der zweiten Spielabschnitts gehörten auf Wernigeröder Seite Norman Hoffmann. Der Routinier im Team erzielte drei wichtige Treffer und die Gäste zogen auf 14:19 davon (40.). In dieser Phase spielte der HVW wie zu Saisonbeginn, stark in der Abwehr und sicher im Abschluss.

Bei den Apollensdorfern kehrte nun Justin Bender is Spiel zurück und bereitete der Abwehr der Wernigeröder in der Folge erhebliche Probleme. Ungeachtet dessen konnte die Gastmannschaft den Vorsprung weiter auf 15:21 ausbauen. Dann kam es wieder zum Bruch im Spielfluss der Harzer. Apollensdorf kämpfte sich die Tore von Bender, der insgesamt neun Treffer erzielte, Tor um Tor heran. 19:22 hieß es in der 46. Minute.

Spiel ein Auf und Ab

Aber wie in einer Achterbahn üblich, folgte dem Abwärts- wieder ein Aufwärtstrend. Geburtstagskind Marco Jahn baute den Vorsprung mit seinem Treffer zum 20:25 wieder auf fünf Tore aus. Die letzten zehn Minuten verliefen hektisch, auf beiden Seiten wurden viele Fehler gemacht. Am Ende feierten die Wernigeröder einen wichtigen 26:23-Auswärtssieg, der ihnen wieder das nötige Selbstvertrauen geben sollte, um die anstehenden Spiele gegen Kontrahenten aus der unmittelbaren Tabellenregion erfolgreich bestreiten zu können.

„Das waren zwei wichtige Punkte in Apollensdorf. die meiner Mannschaft wieder Selbstvertrauen geben muss, wir haben teilweise richtig gut gearbeitet aber dann durch Disziplinlosigkeit und Unkonzentriertheit im Abschluss den Deckel nicht früh genug drauf gemacht. Diese Dinge müssen wir zukünftig besser und verantwortungsbewusster spielen“, meinte Trainer Jens Kaufmann nach der Partie.

Statistik

HV Wernigerode: Konstabel - Hanke (1), Kaufmann (6/2), Schulze (1), O. Christiansen (4), Conradi (5), N. Christiansen (1), Eilers (3), Tischer (1), Hoffmann (3), Jahn (1), Bomeier;

Zeitstrafen: SV Apollensdorf 4 - HV Wernige­rode 4;

Siebenmeter: SV Apollensdorf 2/2 - HV Wernigerode 3/2.