Wernigerode l Der 43. Harz-Gebirgslauf – geplant für den 10. Oktober 2020 – findet nicht statt.

„Mit Bedauern müssen wir allen Läufern, Walkern, Wanderern, Helfern, Sponsoren und Freunden des Harz-Gebirgslaufes mitteilen, dass die 43. Auflage nicht durchgeführt werden kann.“ In diesem Wortlaut verbreitete sich am zurückliegenden Wochenende die Pressemitteilung des HGL Wernigerode. „Auch mit der 7. Corona-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt sehen wir keine Möglichkeit, die Auflagen und Hygieneregularien in diesem Maße als ehrenamtlicher Verein zu erfüllen“, so Marketingchef Dietmar Ristau.

Rahmenbedingungen nicht erfüllbar

Besonders bedenklich aus Sicht der Gastgeber: Das Teilnehmerlimit der gesamten Veranstaltung von 1 000 Personen ließe allenfalls eine „Light-Version“ zu – ein oder zwei Strecken, keine Startnummernausgabe im Rathaus, versetzte Starts, keine Verpflegung, kein Aufenthalt auf der Zielwiese, keine Begleitpersonen. Ristau: „Dies entspricht nicht dem Anspruch für unseren Harz-Gebirgslauf und würde das besondere Flair vermissen lassen.“ Desweiteren möchten der Verein die vielen Helfer höheren Alters in keinster Weise verpflichten, in der außergewöhnlichen Lage sich einer eventuellen Ansteckungsgefahr auszusetzen. Da zurzeit niemand absehen kann, wie sich die Situation im Oktober darstellt, kann das Organisationsteam die Entscheidung nicht weiter hinauszögern. „Wir haben sie jetzt getroffen, sodass nun auch ihr als Läufer die Gewissheit habt.“

Für die bereits angemeldeten Teilnehmer wird es in Kürze weitere Infos geben, wie die Startgebühren zurückerstattet werden. Die Organisatoren hoffen indes auf Unterstützung. „Um die bereits getätigten Ausgaben kompensieren zu können, freuen wir uns im Zuge der Rückerstattungen auf anteilmäßige Spenden.“

Am 9. Oktober 2021 soll dann in Wernigerode der 43. Harz-Gebirgslauf stattfinden, im Namen des HGL hofft Dietmar Ristau spätestens dann auf ein Wiedersehen. Die große Läuferfamilie muss sich also noch etwas gedulden.