Wernigerode l Im dritten – und bei sechs Staffelkontrahenten zugleich letzten – Heimspiel traf der TC Wernigerode auf den Mitaufsteiger TSC Göttingen. Dabei knüpften die Harzer nahtlos an die bisher überzeugenden Heimauftritte an und wahrten mit dem dritten Sieg im dritten Spiel ihren Heimnimbus in beeindruckender Manier.

Bereits in den Einzelspielen gaben die Gastgeber ganz klar den Ton an und stellten die Weichen frühzeitig auf Sieg. Przemyslaw Lesniewski ließ dem Göttinger Philipp Kaufmann beim 6:2, 6:0-Erfolg keine Chance und baute seine makellose Bilanz auf drei Einzelsiege in drei Saisonmatches aus. Auch Sebastian Beilecke gestaltete seinen ersten Saisoneinsatz siegreich, an Nummer sechs spielend bezwang er Thomas Herchenhein mit 6:2 und 6:4. Die einzige Niederlage in der ersten Einzelrunde muste Stephan Sterzik hinnehmen, der Mannschaftsleiter des Wernigeröder Regionalliga-Teams unterlag Kai Dietrich mit 2:6 und 0:6.

Timme gewinnt Tie-Break

In der zweiten Einzelrunde gab der TC Wernigerode dann keinen Siegpunkt ab. Spitzenspieler Martin Fafl fegte Eric Ilg­ner mit 6:0, 6:0 vom Platz, Jiri Supol hatte beim 7:5, 6:3-Erfolg über Sven-Olav Pabel deutlich mehr Gegenwehr zu brechen. Dies galt auch für André Timme, der gegen Tobias Müller den ersten Satzes mit 4:6 verlor. Danach bestimmte Timme die Partie, gewann den zweiten Durchgang und auch den entscheidenden Champions-Tie-Break klar mit 6:2 bzw. 10:1. Damit war den Wernige­rödern bei einer 5:1-Führung schon vor den Doppelpartien der Mannschaftserfolg sicher.

In den Doppeln bewies die neuformierte Mannschaft vom TC Wernigerode ihren Teamgeist und wollte ihre Überlegenheit mit weiteren Siegen demonstrieren. Dies gelang fast in Perfektion, einzig die das Duo Sterzik/Beilecke musste sich der Göttinger Paarung Müller/Dietrich nach einer Satzführung denkbar knapp mit 6:4, 3:6 und 6:10 geschlagen geben. Fafl/Lesniewski ließen ihren Gegnern keine Chance, die nur im Doppel spielenden Tom Glücklederer und Leszek Wrzesien trafen nur im zweiten Satz auf harte Gegenwehr.

So stand am Ende ein souveräner 7:2-Sieg für den TC Wernigerode, der durch die zeitgleiche Niederlage des Rahlstedter THC gegen den SC Victoria Hamburg die Tabellenführung brachte. „Der Teamspirit passt, die Mannschaft glaubt an sich, was man auf und außerhalb des Platzes sieht und spüren kann. Nun gilt es nächsten Sonntag erstmals auch auswärts diesen Biss und unbedingten Siegeswillen zu demonstrieren“, meinte Vorstandsmitglied Matthias Carius. Zuerst geht es zum Rahl­stedter HTC, der momentan ebenfalls drei Siege auf seinem Konto hat.

Einzel: Martin Fafl – Eric Ilgner 6:0, 6:0; Przemys­law Lesniewski - Philipp Kauffmann 6:2, 6:0; André Timme – Tobias Müller 4:6, 6:2, 10:1; Stephan Sterzik – Kai Dietrich 2:6, 0:6; Jiri Supol – Sven Olav Pabel 7:5, 6:3 ; Sebastian Beilecke – Thomas Herchenhein 6:2, 6:4; Doppel: Fafl/Lesniewski – Kauffmann/Pabel 6:0, 6:2; Tom Glücklederer/Leszek Wrzesien - Ilgner/Herchenhein 6:2, 7:6; Sterzik/Beilecke – Müller/Dietrich 6:4, 3:6, 6:10.