Rogätz l Nach dem Abstieg im letzten Jahr aus der Fußball-Landesklasse hat sich der SV Concordia Rogätz auch in dieser Saison erneut durchreichen lassen und für eine weitere Riesenenttäuschung gesorgt. Dabei entwickelte man eine gehörige Portion Glück, denn am Ende musste die Mannschaft nicht absteigen. Da der TSV Völpke II zurückgezogen hat und keine Mannschaft aus der Landesklasse absteigen musste, kam es nicht zum erneuten Abstieg, sondern verbleibt Rogätz in der kommenden Saison in der Kreisoberliga. Keine leichte Aufgabe, nachdem Gloede, Bethge und Krebs ihre Laufbahn beendet haben und Wesemann die Mannschaft in Richtung Angern verlassen hat. Christian Kuske, der ebenfalls seinen Rücktritt erklärt hatte, wird es sich vielleicht noch einmal überlegen.

Die Mannschaft schaffte es nie, Konstanz in ihre Leistung zu bekommen, um so Selbstvertrauen aufbauen zu können. Das Team lief während der gesamten Saison nicht einmal mit dem stärksten Aufgebot auf, ständig fehlten bis zu neun Spieler. Im Rückspiel gegen den SV Seehausen waren sogar zwölf Stammspieler nicht dabei. Doch diese Misere war nicht allein das Problem, mit dem die Mannschaft zu kämpfen hatte, sondern auch die Einstellung mancher Spieler, denen zum Beispiel ein Konzertbesuch oder andere Freizeitbeschäftigungen wichtiger waren, als ihrer Mannschaft zu helfen, die eigentlich vom Start weg schon gegen den Abstieg spielte.

Waren zu Beginn die Vorbereitungsspiele schon nicht berauschend, da bereits schon hier die Kompaktheit in der Aufstellung vermisst wurde, konnte man wenigstens hier noch mit den Ergebnissen halbwegs zufrieden sein. Doch dann der Start in den DFB-Kreispokal mit der blamablen Niederlage gegen Germania Wulferstedt II. Es fehlten an dem Tage neun Spieler aus dem Gesamtkader, aber vor allem mit Zacher, Henicke, Habicht, Becker, Wesemann und Otto Führungskräfte. So holte sich hier die Mannschaft den ersten Knacks, was sich eine Woche später beim Bördeligaauftakt mit dem 1:6 in Süplingen zeigen sollte. Es setzte sich fort mit dem total enttäuschenden 2:2 im Heimspiel gegen die ebenfalls sehr schwachen Klein Wanzleber. Auch bei den durchaus schwach gestarteten Seehausenern reichte es beim 1:2 nicht zum Sieg, zumal man auch über eine Stunde mit einem Mann weniger auskommen musste. Der erste Sieg gegen Völpke II brachte kurze Beruhigung. Dann aber folgten fünf Niederlagen am Stück, bevor es im Heimspiel gegen Dahlenwarsleben nur mit Mühe zu einem 3:3 gereicht hatte. Zwar gab es danach eine Überraschung beim 2:0-Erfolg gegen den ISV Haldensleben und auf die unglückliche 0:1-Niederlage beim späteren Kreismeister OSC II folgte ein erfreulicher 2:1-Sieg beim SSV Samswegen und ließ Hoffnung aufkeimen. Zum Abschluss der ersten Halbserie folgte noch eine 1:3-Niederlage gegen Irxleben II und ließ Rogätz als Tabellenletzten in die Winterpause gehen.

Der schwierige Winter in diesem Jahr verzögerte den Auftakt in die Rückrunde und ließ acht Punktspiele am Stück ausfallen. So kam es am 6. April 2013 zur ersten Begegnung in Osterweddingen (2:2), der zwei Niederlagen gegen den ISV Haldensleben 1:2 und Altenweddingen 0:2 folgten. Auch im nächsten Heimspiel enttäuschte die Mannschaft beim 3:3 gegen Grün-Weiß Bregenstedt und noch mehr bei ihrer 2:5-Niederlage in Völpke. Hier wurde sicherlich die letzte Chance zur Wende verpasst und so unterlag man auch in Dahlenwarsleben (0:2) und auch das Heimspiel gegen Groß Santersleben mit dem Handballergebnis von 5:7. Zwar wurde in Klein Wanzleben 4:2 gewonnen und die SG Empor auf den letzten Platz verwiesen, aber an eine Rettung glaubte keiner mehr. Zwar gelang noch ein Achtungserfolg mit dem 2:1 gegen den TSV Niederndodeleben, aber insgesamt war es zu wenig und man verlor die letzten sechs Spiele, wobei das wegen des Hochwassers ausgefallene Spiel gegen den SSV Samswegen kampflos abgegeben wurde.

Die Mannschaft brachte auch im Zahlenspiel keine positiven Ergebnisse. So wurde in der Tabelle ein Minusrekord aufgestellt, denn mit nur fünf Siegen und vier Unentschieden wurde der bisherige Minusrekord einer Fußballsaison (1999/00 mit fünf Siegen und sechs Unentschieden) noch unterboten.#

Vor allem traten in dieser Spielzeit Abwehrprobleme auf. Man hatte zu Beginn der neuen Saison versucht, die Abwehr auf Viererkette umzustellen, was aber am Ende gescheitert ist. Man ging dann später wieder auf das Spiel mit Libero zurück, aber die einst so erfolgreiche Abwehrleistung kehrte nicht zurück und die Abwehrschwächen blieben und machten Rogätz immer wieder Schwierigkeiten. So hat die Mannschaft gemeinsam mit dem Mitabsteiger SG Empor Klein Wanzleben, mit 86 Gegentoren die meisten Treffer kassiert. Im Angriff blieb auch vieles unbefriedigend, aber hier ließen die Concorden mit 47 Toren Mannschaften wie TSV Völpke II (39), Grün-Weiß Bregenstedt (39), Osterweddinger SV (36) und SG Empor Klein Wanzleben (34) hinter sich, während SV Irxleben II auch nur auf 47 Treffer kam.