Barleben l Was im August 2015 mit dem abgebrochenen Spiel gegen Inter Leipzig begann, wird mit der Heimpartie am 3. Juni gegen Eilenburg enden: Die Barleber Zeit in der Fußball-Oberliga. Am Montag bestätigte der Verein auch offiziell den Rückzug aus der Oberliga.

Schweren Herzens

„Schweren Herzens, aber mit der nötigen Einsicht und Vernunft mussten wir diese rein wirtschaftliche Entscheidung treffen“ sagt FSV-Chef Ingolf Nitschke in der Pressemitteilung des Vereins. Durch den rasanten Aufstieg des Vereins in den letzten zehn Jahren „blieb kaum Luft und Zeit die strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung dementsprechend anzupassen“.

Barleben stieg 2011 in die Landesliga, 2014 in die Vebandsliga und 2015 in die Oberliga auf. Dort wurde der wirtschaftliche Rahmen nun zu groß. „Der finanzielle Aufwand durch diverse Verbandsabgaben, Auflagen, Fahrkosten, Schiedsrichter- oder Sicherheitskosten, aber auch Investitionen in die eigenen Rahmenbedingungen und der gleichzeitige Zuschauerschwund auf Grund fehlender Attraktivität bzw. ein nicht unerheblicher Rückgang von Sponsoreneinnahmen in dieser Saison lässt momentan keinen Oberligafußball in Barleben zu“, so der FSV-Vorstand in der Mitteilung.

Barleben gibt den Medien Mitschuld

Neben den großen finanziellen Herausforderungen fanden die Verantwortlichen des FSV Barleben mit den Medien einen weiteren Mitschuldigen für die derzeitige Situation: „Wenn man auf andere Regionen schaut, war auch die Begleitung und Unterstützung der öffentlichen Presse für einen Oberligisten nicht wirklich gerechtfertigt. Denn auch das ist ein wichtiger Faktor, um Partner und Sponsoren zu binden und den einzigen Oberligisten in der Region pressewirksam optimaler darzustellen beziehungsweise zu unterstützen.“

Das erste Spiel nach dem offiziellen Rückzug aus der Oberliga haben die Barleber am Dienstag verloren. Bei Askania Bernburg setzte es eine 0:3-Niederlage. Eine schwache Darbietung bot die Mannschaft von Jörn Schulz allerdings nicht. „Es war eine gute Leistung von uns. Wir hatten genug Chancen, um in Führung zu gehen und dann verläuft diese Partie vielleicht auch anders. Bernburg war heute einfach konsequenter als wir, obwohl wir mit Alexis einen klasse Keeper hatten“, resümierte der Trainer. Auch ohne den gelbgesperrten Denny Piele ergaben sich Möglichkeiten für den FSV.

Askania Bernburg wird besser

Dennis Spitzer, Denis Neumann oder auch Peter Otte konnten sie nicht zur Führung nutzen. Kurz vor der Pause wurde die Askania besser. Bewahrten die Latte und Lenhard die Barleber noch vor dem Rückstand, erzielte Mario Hesse in der 43. Minute den Führungstreffer.

Mit dem zweiten Tor durch Fraus (71.) war die Partie dann entschieden, Paliscuks markierte kurz vor Schluss noch den Endstand.