Zerbst/Peking l Er wird bei der FIBA-Weltmeisterschaft der Herren im chinesischen Peking pfeifen. Ein Highlight, auf das er lange Zeit hingearbeitet hat. Seit 2004 ist Carsten Straube Schiedsrichter und 15 Jahre lang hat er auf solche Events hingearbeitet. „Viele Sachen mussten in den Jahren hinten anstehen und der Weg war nicht einfach. Umso mehr freue ich mich, dabei sein zu dürfen. Ein großer Traum geht in Erfüllung“, sagte er.

Nominierung im April

Die Nominierung für die Weltmeisterschaft der Herren in China erhielt er bereits im April. Eine Auszeichnung und Ehre zugleich für den erfahrenen Bundesliga-Schiedsrichter, der dafür zahlreiche Trainingsphasen seit April bis jetzt absolvierte. Dazu gehörten die U19 Weltmeisterschaft Ende Juni/Anfang Juli, die U18 Europameisterschaft Ende Juli/Anfang August und das Vier-Nationen-Turnier in Lyon Mitte August. Außerdem standen zahlreiche Online-Testate mit Szenenbewertung per Video, Regeltest, Nationalmannschaften scouten bzw. Videokonferenzen an. Ein umfangreiches Fitnesstraining-Programm mit regelmäßigen Leistungstests gehörte ebenfalls dazu.

Der Förderschul-Pädagoge reiste bereits am vergangenen Freitag nach Peking. Das Turnier beginnt zwar erst am Samstag, doch in Peking stand noch ein fünftägiges Vorbereitungscamp, das aus Workshops, Fitnesseinheiten und Teambuildingmaßnahmen besteht, an. „Anschließend werden jeweils sieben Schiedsrichter auf die acht Städte verteilt. In welche Stadt ich komme, erfahre ich erst“, sagte der Zerbster, der einer von insgesamt 56 Schiedsrichtern aus aller Welt ist. Die Auswahl der Referees wurde getroffen, nachdem die Leistung jedes einzelnen Schiedsrichters in den letzten zwei Jahren bei allen Wettbewerben der Kontinentalklubs und der FIBA-Nationalmannschaft sorgfältig überwacht wurde.

„Ich bin stolz darauf, die Stadt Zerbst, mein Bundesland und Deutschland bei der Weltmeisterschaft international im Sport zu vertreten. Ich bin der einzige Schiedsrichter aus Deutschland“, bemerkte Carsten Straube, der in Gräfenhainichen unterrichtet.

„Meine Schüler haben mir viel Glück gewünscht. Ich freue mich, wenn ich mit ihnen meine Erlebnisse nach der Rückkehr teilen kann.“

Der Basketballer geht „ohne Erwartungen“ in das Turnier. „Trotzdem möchte ich überzeugende Leitungen zeigen. Erwarten wird mich eine neue Kultur, neue Leute usw. und ich freue mich darauf.“

Die letzte Weltmeisterschaft fand übrigens 2014 statt. Über der Weltmeisterschaft kommt nur noch Olympia, das sicher nach Absolvierung der WM das nächste Ziel des Zerbsters sein wird. Nun gilt es für ihn, eine gute WM zu absolvieren – ein Highlight, auf das er lange Zeit hingearbeitet hat.