Garitz l Im Vorfeld hatten die Zerbster Personalprobleme signalisiert und reisten dennoch mit einer ausgewogen besetzten Truppe an. Eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. So wurde es ein Spiel mit wenigen Höhepunkten und dennoch war es spannend bis zum Abpfiff.

Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Das Spiel verlief fair und war von gegenseitiger Achtung geprägt, was in den Jahren zuvor nicht immer so war und vielversprechend sein kann.

Die Heimelf hatte sich sehr viel vorgenommen, taktisch einige Umstellungen präsentiert, da sie eine viel stärkere Mannschaft erwartet hatte, was sich dann nicht bestätigte. So fand sie nicht zu ihrem Rhythmus. Dennoch begann sie mit hohem Tempo, die Gäste unter Druck zu setzen, was sich auch mit dem frühem Führungstreffer in der vierten Minute durch Eric Metzker bezahlt machte. Linus Rudolf, der dieses Mal auf der rechten Außenbahn spielte, startete von der Mittellinie ein Solo, wovon die Gäste sichtlich überrascht waren. Keiner konnte ihn bis zum Strafraum stellen. Dort legte er kurz den Ball zum mitgelaufenen Metzker, der dann mit seinem schwächeren rechten Fuß den Ball an Torhüter Janic Troeder vorbei ins linke untere Eck zirkelte.

Eine gelungene Aktion, die sich zwar öfter im Spielverlauf ähnlich wiederholte, aber der erfolgreiche Abschluss blieb aus. Niemand ahnte, dass dieser Treffer schon der Siegtreffer sein sollte. Obwohl zu diesem Zeitpunkt die Garitzer spielbestimmend waren, eigentlich im gesamten Spielverlauf, blieben die Gäste mit ihren schnellen Kontern, meist über Steffen Hahn, stets gefährlich.

Zerbst machte den Strafraum dicht und was dann durchkam, hielt der gut aufgelegte Troeder in sicherer Manier. Viele Aktionen liefen durch die Mitte und blieben meist in der vielbeinigen Abwehr hängen. Die Schüsse aus der zweiten Reihe waren oft zu hoch gesetzt. Lediglich den Kracher in der 78. Minute konnte Troeder mit einer Flugshow über die Querlatte lenken.

Glück kurz vor Schluss

In der 86. Minute hatten die Garitzer bei einem Konter gehöriges Glück, denn der Schuss von Hahn sprang vom Innenpfosten zurück ins Spielfeld. Bei der nächsten Aktion im Strafraum von Zerbst erkannte der sehr gut amtierende Schiedsrichter D. Ehelebe auf Stürmerfoul und gab den Treffer von Tim Schröter nicht.

Garitz wollte unbedingt den zweiten Treffer erzielen, schaffte es aber nicht, in der 90. Minute den Ball über die Torlinie zu befördern. Mehrere Spieler befanden sich im Fünfmeter-Raum, die allesamt entweder den Ball verpassten oder ihn nicht trafen. Ein wüstes Durcheinander, bis ein Abwehrspieler der Gäste das Leder aus der Gefahrenzone beförderte und der Schiedsrichter mit dem Schlusspfiff die Partie beendete, in der die Heimmannschaft als verdienter Sieger den Platz verließ.

So wurden es die ersten drei Punkte in der neuen Saison, was den Garitzern Mut und Vertrauen für die nächsten Aufgaben geben sollte.

SV Garitz: Beelitz – Herrmann, L. Rudolf, Segbers, Pfitzner, Hecht, Schmidt, Albrecht (75. Carow), J. Rudolf, Specht (85. Mangold), Metzker (67. Schröter).

Rot-Weiß Zerbst II: Troeder – Franke, Dieckmann, Ohle, Schreiber, Wiese, Specht, Möhring, Düben (67. Rot), Schumann, Hahn.

SR: D. Ehelebe - ASG Vorwärts Dessau; ZS: 30.