Nedlitz/Zerbst l Nach den Siegen in den beiden Kreispokal-Spielen am Donnerstag wollen die beiden Fußball-Mannschaften den Schwung mitnehmen und auch in der Liga erfolgreich sein.

SC Vorfläming Nedlitz (5.) – SV Fortuna II (2.). Zum Topspiel der Staffel 2 erwartet der SC den Tabellenzweiten Fortuna II. Beide trennen nur drei Punkte, wobei der SC noch ein Nachholspiel bestreiten muss. Mit einem Sieg möchte er vorn dranbleiben.

Mit dem Pokalspiel war Trainer Dirk Bizuga nicht zufrieden, „nur mit dem Ergebnis“. „Es war ein Spiel auf sehr schwachem Niveau und es spielgelte nicht den wahren Spielverlauf wider“, sagte er. Denn die Nedlitzer Maximilian Müller und Eduard Hahn besaßen in der dritten und 14. Minute 1000-prozentige Chancen zur Führung. Müller schloss zu schwach ab und Hahn ließ sogar eine Doppelchance liegen. Eine Unachtsamkeit nutzte dann der TSV Mosigkau zur 1:0-Führung (44.).

Bizuga forderte sein Team auf, „mehr zu investieren und als Pokalverteidiger mehr zu zeigen“. Dies klappte dann besser und der SC kam per Doppelschlag zur 2:1-Führung. Zweimal lieferte Christian Schmidt die Vorlage. Erst für Hahn, der zum 1:1 einnetzte (57.) und dann nach eineinhalb Minuten für Marcel Kilz (58.).

Auch in der Folge vergab der SC beste Möglichkeiten durch zweimal Kilz und Müller kläglich. So fand Bizuga den Halbfinal-Einzug „verdient“, war dennoch „spielerisch nicht zufrieden“ und fordert für heute eine Steigerung.

Personell kommt Mario Hosenthien wieder dazu. Erfreulich ist, dass Kevin Tinaglia nach seinem Mittelfußbruch durchspielen konnte. Auch Ede Hahn ist wieder völlig fit. Verletzt sind noch Marcus Rasche, Florian Lehmann und Nils Ritzmann.

Heute ist Fortuna der Favorit. „Wir wollen unsere weiße Heimweste verteidigen und ich wünsche mir, dass wir mal in Führung gehen“, so der Coach, der sich bereits eine Taktik zurechtgelegt hat. „Wir müssen die Goalgetter Knochenmuß (acht Tore in acht Partien) und Huth (5) in den Griff bekommen und vor allem unsere Chancen effektiver nutzen.“

Dass die Fortuna zu knacken ist, zeigen die drei Niederlagen, die sie schon kassierten. Mit 34 Treffern haben sie mit dem Burger BC aber die beste Offensive. Deshalb muss die Nedlitzer Abwehr heute noch mehr auf der Hut sein.

„Wir müssen ein bedeutend besseres Spiel als am Donnerstag an den Tag legen“, fordert der Pretziener, der einen Dreier anvisiert, aber je nach Spielverlauf auch mit einem Teilerfolg zufrieden wäre.

Nedlitz in Mosigkau: Hoffmann – Juskowiak, Barnetz, Mielchen, Tinaglia, Haberland, Gehrmann (71. Milushev), Schmidt, Hahn, Kilz, Müller; SR: Burg, Tobias - Roßlau; ZS: 48.

SR gegen Fortuna II: Stefan Cordes - SV Friedersdorf; Serie 2018/19: 2:3/1:5.

FV 1920 Merzien (11.) – TSV Rot-Weiß Zerbst (9.). Die Zerbs-ter müssen heute beim Aufsteiger und Tabellenelften der Staffel 4 in Merzien antreten. Der FV hat nur zwei Punkte weniger erreicht, hat aber bereits ein Spiel mehr bestritten als die Rot-Weißen. Diese wollen nach dem guten Pokalspiel nachlegen.

Am Donnerstag wurde die Marschroute von Trainer Jens Borchers, „keinen Ball aufzugeben“, eingehalten. So ging der TSV 2:1 in Front. Beide Treffer erzielte Moritz Specht.

„In Hälfte zwei waren wir sofort da, haben spielerisch dominiert und dann davon profitiert, dass Klieken aufgemacht und sich von der Fünferkette getrennt hat“, so Borchers, der seinen Torschützen Florian Böning, Specht, Maximilian Syring und Philip Alarich viel Lob aussprach. „Das 6:1 spricht für sich. Ich freue mich. Wir sind einen Schritt näher am Finale, da, wo wir hinwollten. Lieber würde ich zwar die nächsten sechs Spiele 1:0 gewinnen, dann wäre es für die Liga und den Pokal besser, aber das 6:1 war wirklich eine sehr gute Leistung. Die Jungs haben aus wenig sehr viel gemacht und sich einfach belohnt.“

Heute kann Jens Borchers mit einem 14-Mann-Kader in den Köthener Ortsteil reisen. Vier Spieler helfen bei der Zweiten in Waldersee aus. Pascal Lude und Torwart Ricardo Werner sind verletzt. Werner zog sich zu Beginn der zweiten Pokalhälfte einen Hexenschuss zu. Ihn wird wieder Janic Troe-der vertreten.

„Merzien ist ein Neuling, hat einige Spiele gewonnen und für Aufsehen gesorgt. Jetzt sinď sie angekommen in der Landesklasse, spielen und kämpfen auch um jeden Punkt“, so Borchers, der sich einen kleinen Eindruck verschaffen konnte und weiß, dass sie „schnelle Spieler plus einen alten Haudegen, der sie führt, haben“.

So hat sich der Zerbster einen Matchplan zurecht gelegt: „Wir müssen unsere Erfahrung ausspielen und die positiven letzten Ereignisse müssen uns die nötigen Prozente für flinke Beine geben. Ins offene Messer laufen wir nicht. Auch in Merzien müssen wir hochkonzentriert arbeiten. Unser Spiel muss in den Merziener Rasen gebrannt werden. Wir müssen unsere Chancen nutzen und befreit aufspielen.“

Zerbst gegen Klieken: Werner (45. Troeder), Alarich, Fischer, Fambach, S. Sens, Specht (86. Leps), Frens, Lude (26. Schweika), Böning, Kosel, Syring; SR: Knick, Sebastian - Roßlau; ZS: 108.

SR in Merzien: Jan Bendicks - Halle.