Gohrau l Die Personallage war nicht gut, da mit Görisch und Gramsch zwei Spieler gesperrt fehlten. Dazu musste Trainer Allner neben den Langzeitverletzten Hinz, Baumgart und Bürgel noch auf Strauß, Schulz und Harbig verzichten. Trotzdem stand eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz.

Es entwickelte sich ein zweikampfbetontes Spiel, was aber im Großen und Ganzen fair verlief. Gohrau war zunächst optisch überlegen, die FSG versuchte aber immer früh zu stören, um dann schnelle Gegenangriffe zu starten. Einer dieser Balleroberungen führte dann auch zur frühen Führung. Daniel Wagener fing den Ball ab und passte scharf in die Mitte an die Strafraumgrenze, wo Rene Gramß direkt abzog und zur 1:0-Führung traf (6.).

In der Folge das gleiche Bild, wobei die FSG-Abwehr um Andreas Hellmann nicht viel zuließ. Eine brenzlige Situation musste nach einem Freistoß überstanden werden, wobei der Gegenspieler beim Nachschuss aus dem Abseits kam. Sonst gab es keine klaren Chancen für die Heimmannschaft. Die FSG kam immer wieder zu guten Angriffen, meist gelang der letzte Pass nicht. So ging es mit einer 1:0-Halbzeitführung in die Kabine.

Nach der Pause änderte sich wenig. Gohrau rannte an, wollte die Heimniederlage verhindern, die FSG verteidigte und kam immer mal sporadisch zu Angriffen. Einen Fernschuss der Heimelf lenkte Christian Harbke noch gerade so über die Latte. Das Tor fiel dann eher unglücklich aus Sicht der Gäste. Eine harmlose Flanke wurde von Lars John abgefälscht und ging irgendwie an Freund und Feind vorbei und schlug im langen Eck zum 1:1 ein (54.).

Danach plätscherte das Spiel so langhin. Die Heimelf war optisch überlegen, konnte aber nicht wirklich nennenswerte Torchancen erspielen. Die FSG wurde dann im Laufe der zweiten Hälfte wieder mutiger. In der 83. Minute erhielt sie eine Ecke, doch sie war zu kurz.

Der eingewechselte David Maerten spielte einen Doppelpass mit René Gramß, schoss direkt. Der Ball schlug am zweiten Pfosten unter der Latte ein, der Torwart war noch dran und es hieß 2:1 für die FSG (83.).

Gohrau griff wütend an. An einen scharfen flachen Querpass durch den Fünfer kam keiner ran und ein Schuss aus zirka 20 m ging knapp drüber. Dann gab es ganze fünf Minuten Nachspielzeit. Als diese vorbei waren, sagte der Schiri Marko Thormann (Lok Dessau), dass es noch eine oben drauf gibt, um am Ende ganze achteinhalb Minuten nachspielen zu lassen. Genutzt hat es nichts, die FSG gewann ein wenig glücklich, aber am Ende auch nicht unverdient mit 2:1 in Gohrau.

Ein Dank geht vorallem an Andreas Hellmann und David Maerten, die aufgrund der Personallage ihr erstes Saisonspiel machten und aushalfen. Jetzt ist Winterpause, bis dann Anfang März das nächste Spiel ansteht.

FSG Walternienburg/Güterglück: Harbke – Sens, Elze, Allner, Hellmann, John, Romaschkin (54. Meyer), Gramß, Plantikow (68. Hering), Schulz, Wagener (75. Maerten); SR: Thormann, Marko (Lok Dessau); ZS: 28.