Nedlitz | Volksstimme sprach mit dem Trainer des Teams, Dirk Bizuga, über das Erreichte und Ziele für die Rückserie.

Volksstimme: Die Hinrunde war mit Platz vier in der Liga und 24 Punkten schon sensationell. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Dirk Bizuga: Insgesamt gesehen haben wir das in der Hinrunde erreicht, was wir uns vorgenommen hatten. Natürlich sind wir mit der derzeitigen Tabellensituation zufrieden, auch wenn man bedenkt, dass wir mit teilweise bis zu acht, neun Ausfällen arge Besetzungsprobleme hatten. Dies hat gezeigt, dass jede Menge Qualität in der Mannschaft steckt und wir anderen Mannschaften durchaus das Wasser reichen können.

Die Verletzungen waren schwer. Gibt es da Neuigkeiten?

Die Verletzungen von Nils Ritzmann und Kevin Nitschke wiegen schwer. Die Kreuzband-OP von Nils ist sehr gut verlaufen. Er wird aber noch bis zum Saisonende ausfallen. Bei Kevin steht auch eine OP am Meniskus an. Ich denke, auch er wird bis zum Saisonende fehlen.

Nun fällt auch noch Ihr Stürmer Maximilian Müller aus. Was ist passiert?

Anfang des Jahres hat sich Max am Knie verletzt. Er wird Stand heute auch bis zum Saisonende ausfallen. Das ist bitter. So werden wir mit drei Langzeitverletzten starten müssen. Wir hoffen für alle Drei das Beste und dass sie dann schnell wieder mit angreifen können.

Was lief besonders gut?

Der Einstieg in die Saison mit dem Gewinn des Supercups war natürlich toll. Highlight war auch die erste Landespokalrunde gegen Germania Halberstadt. Das war nicht nur das Highlight der bisherigen Saison, sondern auch für den Verein als solches bisher. Man hat gesehen, dass sich die Jungs auch gegen vier Klassen höher spielende Gäste sehr gut verkauft haben. Auch im Kreispokal erreichten wir das Halbfinale und wollen wieder ins Finale.

Was ist verbesserungswürdig?

Es war eine sehr gute Hinrunde. Trotzdem findet man als Trainer immer Haare in der Suppe. In meinen Augen bleibt der Burger BC der Staffelfavorit, wo wir auch 0:3 verloren haben. Aber die Niederlagen beim Post SV mit 2:6 und die bei Medizin (1:3) sind Niederlagen, die weh tun. Zumal wir das Spiel beherrschten, uns aber mit anderen Sachen beschäftigten. Und wenn man so auftritt, kommen halt solche Ergebnisse heraus. Medizin bleibt nach wie vor ein Phänomen. Wir können dort nicht gewinnen und sie bei uns nicht. In diesem Spiel passte aber auch die Einstellung von der ersten Minute an nicht. In Niederndodeleben hätten wir noch zwei Stunden länger spielen können und hätten mehr als das Tor von Marcel Kilz nicht vollbracht. Auch das erste Rückrundenspiel gegen Gommern darf uns nicht gefallen.

Die Rückrunde steht bevor. Was erwarten Sie von Ihrer Mannschaft?

Wir wollen nicht um den Aufstieg spielen. Das hatten wir von vornherein gesagt. Es wird eine schwere Saison, wo mit dem Burger BC und Aufsteiger Niederndodeleben noch zwei schwere Mannschaften hinzu gekommen sind. Gegen den Ersten, Zweiten und Dritten haben wir verloren, aber das ist kein Beinbruch. Der Einstieg gegen Gommern lief nicht so, wie wir es erhofft hatten.

Es stehen ja gleich zum Anfang wieder schwere Spiele an?

Mit Olvenstedt, Gerwisch und dem Burger BC haben wir schwere Auftaktgegner, zumal auch Hannes Mielchen noch die rote Karte absitzen muss. Wir müssen nun erstmal in die Vorbereitung einsteigen und ich hoffe, dass bei den Testspielen keine weiteren Verletzungen hinzu kommen.

Welchen Vorbereitungsplan gibt es?

Der Plan steht. Wir können gegen sehr gute Gegner antreten (siehe Infokasten) und konnten mit dem SV Fortuna Trebendorf noch eine Mannschaft, die in der Landesklasse Ost in Sachsen spielt, dazu vermelden. Sie verweilen in Magdeburg im Trainingslager und hatten angefragt, ob wir am 22. Februar nach Magdeburg zu einem Testspiel kommen können. Da haben wir zugesagt. Unsere Test-Heimspiele werden wir auf dem Kunstrasenplatz in Zerbst austragen. Sonst trainieren wir montags draußen auf dem Kunstrasenplatz in Zerbst und mittwochs in der Zerbster Sporthalle. Wenn das Wetter offen ist, werden wir natürlich in Nedlitz trainieren.

Sie konnten einen Neuzugang vermelden?

Mit Marcel Scheinhardt (SV Irxleben) konnten wir einen Routinier verpflichten, der ab Mitte Februar zu uns stößt. Er wird uns mit all seiner Erfahrung aus der Verbandsliga bei Börde Magdeburg und Irxleben helfen, auch wenn er aus privaten Gründen ein Jahr pausiert hatte. Wir müssen nun sehen, wie er reinpasst.

Was ist zum Saisonende noch möglich?

Ziel bleiben Platz eins bis sechs und das Kreispokalfinale. Wenn am Ende Platz vier herausspringt, wäre es super. Platz eins ist vergeben, da kommt auch Niederndodeleben nicht ran. Platz drei ist definitiv drin. Man muss aber sehen, wie wir und alle anderen Mannschaften auch, wieder reinkommen. Und wir hoffen, dass wir keine Verletzten weiter hinzu bekommen. Wir müssen auch sehen, dass uns Fortuna und der FCM II im Nacken hängen. Wenn wir gegen Olvenstedt und Gerwisch punkten, können wir vielleicht dem großen Burger BC auch einen Punkt abnehmen. Das würde Selbstvertrauen geben. Es gibt genug Spiele und es kann viel passieren. Genauso kann man auf Platz zehn abrutschen.

Gerade Max Müller hatte acht Tore erzielt. Wie wollen Sie den Ausfall kompensieren?

Max ist ein junger Spieler, der viel unterwegs war. Es war für ihn nicht leicht, aus der Kreis-oberliga gleich Fuß zu fassen. Er ist gut in die Saison reingekommen und es ist für uns schwierig, weil es mit ihm als Sturmspitze auch gut funktioniert hatte. Wir müssen nun umstellen und erneut rotieren. Das werden wir in den Testspielen ausprobieren und uns eine Alternative suchen. Da haben die Stürmer, die an Position drei oder vier stehen, die Möglichkeit, Gas zu geben und zu zeigen, dass sie das Zeug dazu haben.