Gerwisch l Der SC musste erneut umstellen. Er wollte hinten präsent sein und mit schnellen Vorstößen zum Erfolg kommen. Dies gelang gut. Schon nach neun Minuten bekam Maximilian Müller den Ball von Hannes Mielchen, der als Sechser agierte, genau in die Nahtstelle serviert. Er versenkte das Leder mit dem Außenrist in den oberen rechten Winkel zum 1:0 – ein sehenswertes Tor.

Die Führung bestärkte die Offensivbemühungen der Nedlitzer. Gerwisch versuchte immer wieder Felix Kattner einzusetzen, doch er war bei der sicheren SC-Abwehr abgemeldet.

Nach 27 Minuten die nächste dicke Möglichkeit für den SC. Müller schoss auf das SG-Tor, aber Maurice Dünnebier wehrte mit dem Bein ab. Der Ball kam zu Daniel Trinh, der aber verzog.

Die erste Möglichkeit hatten die Gerwischer nach 30 Minuten durch Kattner nach einer Ecke, die abgewehrt wurde. Den Nachschuss klärte SC-Keeper Marcus Hoffmann zur Ecke.

Kurz anch erhöhte Nedlitz auf 2:0. Nach „einem super schönen Angriff von allen Beteiligten“ (Bizuga) spielte Eduard Hahn auf Marcel Scheinhardt. Der sah Müller, der sofort für Trinh auflegte. Er fackelte nicht lange und schoss ein (32.).

Nur sieben Minuten später eine Doppelchance für die Gäste. Paul Gehrmann wurde geschickt, aber Dünnebier wehrte mit den Fuß ab. Der Nachschuss von Hahn konnte auf der Linie geklärt werden. Auch danach gab es viele gute Möglichkeiten, aber es blieb beim 2:0.

In der Pause hielt Bizuga seine Männer an, „weiter zu machen und zielstrebig nach vorn zu spielen“. Es ging gut los, wurde dann aber von der schweren Verletzung des SG-Keepers Dünnebier überschattet. Zunächst erhöhte Müller auf 3:0 (55.). Er erhielt er einen super Ball von Florian Böning in die Nahtstelle, scheiterte jedoch an Dünnebier. Die Kugel kam erneut vor die Füße von Müller, der einnetzte. Bei der Abwehraktion fiel Dünnebier unglücklich auf den Ellenbogen und musste mit dem Krankenwagen ins Klinikum gebracht werden. Die Nedlitzer wünschen ihm baldige Genesung.

Von schwerer Verletzung überschattet

„Das Spiel war unterbrochen und es wurde überlegt, die Partie abzubrechen“, sagte Dirk Bizuga. Doch die Gerwischer entschieden dann auf Weiterspielen und stellten Robin Leon Oradiegwu ins Gehäuse, der seine Sache überraschend gut machte.

In der Folge spielte Gerwisch aggressiver. Der gelb-vorbelastete Maik Hoppe musste nach einem Frustfoul an Müller mit Gelb-Rot vom Feld. Zuvor kam er schon nach einer Tätlichkeit an Müller, dem er beim Einwurf den Ball vor den Brustkorb knallte, glimpflich davon (72.).

In Überzahl hatte der SC viele gute Möglichkeiten, doch Müller, zweimal Trinh und nochmal Hahn spielten diese nicht konsequent genug aus. Eine Kopfballchance von Christian Schmidt nach einer Ecke klatschte an das Lattenkreuz.

Dann endlich das 4:0. Mielchen wurde von Torwart Oradiegwu unterlaufen und den Strafstoß verwandelte Trinh sicher zum Endstand (64.).

„Gerwisch war mit dem 4:0 gut bedient“, sagte Bizuga. „Wir haben ein Statement gesetzt und auch spielerisch überzeugt. Das ist Fußball, wie wir ihn sehen möchten“, lobte er. Einziger Kritikpunkt war, dass die guten Chancen zu leichtfertig vergeben wurden“. „Aber das ist Meckern auf hohem Niveau“, schränkte der Coach gleich ein.

Am Wochenende erwartet der SC im ersten Heimspiel der neuen Serie den SV Arminia Magdeburg. Da möchte er an die Leistung anknüpfen und nachlegen.

Nedlitz: Hoffmann – Ritze, Tinaglia, Böning, Scheinhardt (72. Hamann), Mielchen (68. Barnetz), Gehrmann (83. Lehmann), Hahn, Ch. Schmidt, Trinh (86. Haberland), Müller; SR: Westphal, Hannes - Grieben; ZS: 60; Gelb-Rot: Hoppe, Maik (72., Gerwisch).