Zerbst l Die Gäste traten nur zu zehnt an. TSV-Trainer Jens Borchers war etwas enttäuscht, da es „nicht das erwartete Topspiel“ war.

Dennoch fand er viel Lob für seine Mannschaft: „Es waren recht gute Ansätze zu sehen. Gerade was wir schon ewig trainieren, das Kurzpassspiel. Wir haben versucht, den Gegner ins Laufen zu bringen und hatten eine gute Ballsicherheit, wobei wir unsere Chancen besser nutzen müssen.“

Die Zerbster starteten mit Powerplay und erarbeiteten sich erste gute Chancen durch Maximilian Syring und Florian Böning. Doch das 1:0 erzielte Bernburg, da Schiedsrichter Sebastian Knick (Roßlau) ein Foulspiel von Torhüter Ricardo Werner gesehen hatte. Marcel Pusch netzte ein (13.).

Zerbst ließ sich nichts anmerken und drückte auf das TV-Tor von Jonas Donath. Nach drei Versuchen konnte dann Maik Fambach den Eckball von Böning zum 1:1 einköpfen (27.).

Das 2:1

Auf der Gegenseite konnten die Zerbster die Kugel nach einem Eckball nicht aus der Gefahrenzone schlagen. Jasper Barm sah die Lücke und schob zum 2:1 ein (42.).

Zerbst ließ sich erneut nichts anmerken und wurde belohnt. Zuerst köpfte Moritz Specht nach Böning-Ecke zum 2:2-Ausgleich ein. Dann ließ Böning einen Abwehrspieler stehen und vollendete mit einem straffen Schuss in die linke obere Torecke zum 3:2 (45.)

In der zweiten Halbzeit war dann von den Gästen nicht noch weniger zu sehen. Syring konnte die Führung weiter ausbauen – 4:2 (69.). Kurz danach dezimierten sich die Gäste dann nach gelb-roter Karte nochmals und waren nur noch zu neunt.

Dies nutzen die Rot-Weißen icht mehr voll aus. Specht und Syring konnten dann in den Schlussminuten noch einmal einnetzen und den 6:2-Endstand perfekt machen (80., 81.).

„Nach der gelb-roten Karte plätscherte das Spiel so langhin, was auch auf meine Mannschaft überschwappte, ohne ihr einen Vorwurf zu machen. Das Spiel hat sich gezogen wie Kaugummi“, sagte Borchers, der am Ende nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden war. „Alles, was wir trainiert haben, auch Standards und Passkombinationen, wurde gut umgesetzt. Auch wenn es ein Pflichtsieg war, war es ein gutes Spiel meiner Mannschaft.“

Am Samstag wartet mit dem VfB Borussia Görzig ein ganz anderer Gegner. Beim Tabellenneunten wollen die Rot-Weißen nochmals etwas Zählbares mitbringen, um in der Tabelle noch weitere Plätze gutzumachen.

Zerbst: Werner – Fischer, Alarich, Fambach, Sens, Kosel, Weichbrot (46. Schweika), Böning (61. Lude), Specht (83. Ernst), Syring, Möhring; SR: Knick, Sebastian - Roßlau; ZS: 35.