Nedlitz l Auch wenn sich die Nedlitzer in der ersten Halbzeit etwas schwer taten, waren sie im zweiten Abschnitt klar überlegen und sind verdienter Supercup-Gewinner.

„Mit der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Wir wollten mit flachen Bällen und Kurzpass-Spiel agieren, da wir wussten, dass der Gegner tief stehen wird und hinten große Leute hat“, erklärte Trainer Dirk Bizuga. Sein Plan ging nicht auf, auch weil Christian Schmidt in der 33. Minute nach einem Kopftreffer ausgewechselt werden musste.

SC mit richtiger Antwort

„Uns hat dann hinten etwas die Hoheit gefehlt. Auch weil wir versucht haben, mit hohen Bällen zu agieren, was bei dem Gegenwind auch nicht optimal war“, sagte der Coach.

In der 32. Minute gelang den Gästen durch Christian Lerm dann der „ärgerliche“ 1:0-Führungstreffer. Doch die Nedlitzer Antwort folgte wenig später. Fast mit dem Halbzeitpfiff traf Paul Gehrmann zum 1:1-Ausgleich.

„Da hat man gesehen, wenn wir schnell und einfach spielen, sind wir auch effektiv. Und der Treffer fast mit dem Halbzeitpfiff war für uns sehr wichtig“, meinte der Pretziener.

Im zweiten Abschnitt spielten die Nedlitzer mit dem Wind im Rücken und waren überlegen. „Der Gegner war dann ziemlich platt und wir wollten das Spiel an uns reißen. Das ist uns gut gelungen, wobei wir natürlich viele Möglichkeiten haben liegen lassen. Wir hätten sogar vier, fünf Tore mehr machen müssen“, übte der Coach doch etwas Kritik an der Chancenverwertung.

Ab der 61. Minute schwächten sich die Gäste dann noch selbst, da ihr Torschütze Lerm mit gelb-roter Karte vom Platz musste. Nedlitz gab weiter klar den Ton an und belohnte sich. Marcel Kilz erhöhte in der 72. Minute auf 2:1. Nur sieben Minuten später traf Kapitän Eduard Hahn zum 3:1 (79.). Und nochmals Kilz netzte in Minute 83 zum 4:1-Endstand ein.

„Es war in der ersten Halbzeit ein hartes Stück Arbeit, aber in der zweiten Halbzeit haben wir, ob Gelb-Rot oder nicht, Jeber-Bergfrieden klar die Grenzen aufgezeigt und verdient gewonnen. Das ist schön und wenn wir weiter so spielen, wie in der zweiten Halbzeit, sind wir auch in der Lage, am Wochenende gegen Gommern zu bestehen“, blickte der 47-Jährige gleich voraus.

Nach der anschließenden Siegerehrung durch den KFV-Präsidenten Mario Pinkert, der die „gesamte Veranstaltung als sehr gelungen“ bezeichnete und die Nedlitzer „als verdienten Sieger“ ehrte, wurde in Nedlitz gemeinsam mit den Fans und den Sponsoren noch ausgiebig gefeiert. Spielbericht folgt.

Nedlitz: Hoffmann – Mielchen, Tinaglia, Juskowiak, Schmidt (33. Lehmann), Hahn (83. Wöge), Ritzmann (83. Milushev), Gehrmann, Rasche, Müller, Kilz; SR: Wünsch – SV Mildensee;

ZS: 75; Gelb-Rot: Lerm (61., Jeber-Bergfrieden).